Corona in NRW: Hotel voller Touristen in Köln +++ 156 Grundschüler in Essen in Quarantäne

Coronavirus: Diese Symptome sprechen für COVID-19

Zahlreiche Menschen auf der Welt haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind Frauen und Männer von einer SARS-CoV-2-Infektion etwa gleich häufig betroffen. Männer erkranken jedoch häufiger schwer als Frauen. Es gibt einige Symptome, die auf eine mögliche Infektion hinweisen können.

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Die zweite Corona-Welle hat NRW komplett erfasst. Das komplette Bundesland gilt als Corona-Risikogebiet, die Zahl der Neuinfektionen steigt täglich. Seit Montag, 2. November, ist das öffentliche Leben in NRW wieder weit zurückgefahren worden. Der sogenannte „Lockdown-Light“ ist in Kraft getreten.

In unserem Corona-Newsblog halten wir dich über die Entwicklungen in NRW auf dem Laufenden.

+++ Corona: Der Lockdown beginnt – das musst du jetzt unbedingt wissen +++

Corona in NRW: News-Ticker

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Montag, 9. November

20.10 Uhr: Zwei Todesfälle in Essen

Am vergangenen Wochenende hat es einen weiteren Todesfall in Verbindung mit einer Corona-Infektion gegeben. Ein 82-jähriger Patient ist am Sonntag (8.11.) im Universitätsklinikum Essen verstorben. Bereits am Freitag (6.11.) ist ein 91-jähriger Essener im Philippusstift in Verbindung mit einer COVID-19-Infektion verstorben. Die Anzahl der am Coronavirus gestorbenen Menschen in Essen steigt damit auf 65.

18.15 Uhr: Innenminister Reul mit dringendem Karnevals-Appell: „Bleiben Sie zu Hause“

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat zum traditionellen Auftakt der Karnevals-Saison am 11.11. alle Jecken aufgerufen, diesmal den Termin ausfallen zu lassen. „Bleiben Sie zu Hause“, empfahl Reul am Montag in Düsseldorf - auch wenn er selbst „als leidenschaftlicher Karnevalist“ sehr gut nachempfinden könne, „wie schade es ist, den Sessionsauftakt nicht feiern zu können“.

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen werde die Ordnungsämter am 11. November bei den Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln unterstützen, teilte Reul weiter mit. In Köln, Essen, Duisburg, Bielefeld und Münster wird dafür zusätzlich die Bereitschaftspolizei eingesetzt.

„Wir müssen weiter alles daran setzen, die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen und gleichzeitig die Einschränkungen so gering wie möglich halten“, hob der Minister hervor. Deshalb werde die Polizei überwachen, „ob die Corona-Regeln eingehalten werden und bei Verstößen konsequent einschreiten“. Er hoffe aber vor allem auf ein verantwortungsvolles Verhalten der Bürger.

17.54 Uhr: Touristen-Hotel in Köln! Polizei macht heftige Entdeckung

Polizei und Ordnungsamt sind in Köln auf ein Hotel voller Touristen gestoßen. Dem Betreiber und 22 von 43 Gästen drohen nun hohe Bußgelder, wie die Stadt am Montag mitteilte, denn Reisen zu touristischen Zwecken in die Domstadt sind wegen der Corona-Pandemie verboten. Die Touristen seien des Hotels verwiesen worden.

Ein Zimmer sei zudem für - derzeit ebenfalls verbotene - Prostitution genutzt worden. Eine Prostituierte sei von der Polizei in Gewahrsam genommen worden. Sie erhielt eine Strafanzeige. Die Meldeblätter im Hotel seien zudem lediglich mit Vor- und Nachnamen der Gäste ausgefüllt gewesen. Dem Hotelbetreiber droht ein Bußgeld von bis zu 5000 Euro, den Touristen Bußgelder bis zu 250 Euro.

17.30 Uhr: Hagen schließt Kitas und Schulen

In den Schulen und Kitas in Hagen hat das Coronavirus weiter starke Folgen. In zwei Einrichtungen gibts es nun neue Quarantänemaßnahmen:

  • Fritz-Steinhoff Gesamtschule
  • Kita Knüwenstraße

Einige Einrichtungen werden zudem komplett geschlossen:

  • Kita Volmepark (St. Paula)
  • Kita Römers Hof

Die Kaufmannschulen I und II stellen ihren Schulbetrieb bis zum 21. November auf Distanzunterricht um. Aufgrund unterschiedlicher Fälle, die mit der Schule in Verbindung stehen, befinden sich zahlreiche Lehrkräfte in Quarantäne, so dass ein Präsenzunterricht nicht aufrechterhalten werden kann.

14.32 Uhr: Über 150 Schüler an Essener Grundschule positiv in freiwilliger Quarantäne

An der Maria-Kundigunda-Grundschule in Essen-Karnap wurden am vergangenen Donnerstag vier Lehrer positiv auf Corona getestet.

Wie die „WAZ“ haben sich daraufhin 156 der 330 Schüler in freiwillige Quarantäne begeben. Ein regulärer Schulbetrieb sei im Moment nicht möglich.

11.06 Uhr: Gericht kippt allgemeine Maskenpflicht in Düsseldorf

Die neue generelle Maskenpflicht in Düsseldorf ist rechtswidrig. Das hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf am Montag entschieden und dem Eilantrag eines Bürgers recht gegeben. Der Beschluss gilt laut Gericht nur für den Bürger - alle anderen müssten demnach weiter Maske tragen.

Bereits am morgigen Dienstag will die Stadtverwaltung eine neue angepasste Allgemeinverfügung erlassen.

Seit dem 3. März wurde bei insgesamt 7.481 Düsseldorferinnen und Düsseldorfern eine Infektion mit dem Coronavirus diagnostiziert. Davon sind aktuell 1.094 noch infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 163,6.

10.12 Uhr: Weiterer Corona-Todesfall in Hagen

An den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus ist in Hagen erneut eine Person verstorben. Das teilte die Stadt am Montagvormittag mit. Der Patient war 83 Jahre alt.

Insgesamt sind aktuell 731 Hagenerinnen und Hagener infiziert, 1531 Personen sind bereits wieder genesen und somit 18 Menschen am Coronavirus verstorben.

8.10 Uhr: Positiver Corona-Test – mehrere Schulen in Hagen betroffen

Neue Quarantänemaßnahmen an mehreren Schulen in Hagen. Eine Person, die die betroffenen Einrichtungen besucht beziehungsweise dort gearbeitet hat, wurde positiv auf Corona getestet.

Dabei geht es um folgende Schulen:

  • Kaufmannsschule 1
  • Kaufmannsschule 2
  • Käthe-Kollwitz-Berufskolleg
  • Sekundarschule Altenhagen
  • Realschule Halden
  • Grundschule Berchum/Garenfeld

Das Gesundheitsamt sei mit den Einrichtungen im Austausch und ermittle die Infektionsketten, teilte die Stadt Hagen am Montagmorgen mit. Direkte Kontaktpersonen würden gegebenenfalls getestet. „Alle Betroffenen müssen bis zum Vorliegen der Testergebnisse zunächst in Quarantäne bleiben.“

6.47 Uhr: Nach „Querdenker“-Ankündigung – Münster will Schulwege überwachen

Das Bildungsministerium hatte die Schulen in NRW vergangene Woche gewarnt: Es gebe Hinweise, dass die Initiative „Querdenken 711“ am 9. November deutschlandweit an 1000 Schulen „Aktionen gegen die Pflicht zum Tragen der Mund-Nase-Bedeckung durchführen will“, so das Ministerium in einer Rundmail an alle Schulen.

Nun wollen Polizei und Ordnungsamt in Münster am Montag die Schulwege beobachten. „Wir sind auf eventuelle Aktionen der Initiative vorbereitet“, sagte der Leiter des Ordnungsamtes, Norbert Vechtel. Außerdem könnten Betroffene anrufen oder eine E-Mail schreiben. Ob es am Montag tatsächlich zu Aktionen kommt, ist unklar.

Demnach sollen mit „Querdenken“ sympathisierende Eltern planen, Kinder und deren Eltern auf dem Schulweg anzusprechen, ihnen unwirksame Masken mit dem „Querdenken“-Logo in die Hand zu drücken oder eine CO2-Messung unter den Masken der Kinder anzubieten. Der Gründer der „Querdenken 711“-Initiative hatte daraufhin mitgeteilt, die angebliche Aktion sei in Wahrheit nur ein Fake gewesen, um eventuelle undichte Stellen bei der internen Kommunikation zu finden.

Sonntag, 8. November

14.43 Uhr: Maskenpflicht soll an Grundschulen ausgeweitet werden

Um die Corona-Pandemie einzudämmen, sollen an den Grundschulen der Stadt Krefeld die Schülerinnen und Schüler ab sofort auch im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Diese „dringliche Empfehlung“ hat der Krisenstab der Stadt ausgesprochen, wie am Sonntag aus einer Mitteilung im Internet hervorging. Ob aus der Empfehlung in den nächsten Tagen in Krefeld eine Pflicht wird, will die Stadt demnach zunächst juristisch prüfen. Die Empfehlung soll an den Schulen durch Beschlüsse der jeweiligen Schulkonferenz umgesetzt werden. In Krefeld gibt es 29 Grundschulen. Zuvor hatte die „Westdeutsche Zeitung“ (Samstag) über die Empfehlung berichtet.

14.00 Uhr: Polizei Köln löst illegale „Corona-Partys“ auf

Die Polizei Köln hat gemeinsam mit dem Ordnungsamt am Wochenende kontrolliert. Generell waren weniger Menschen als gewöhnlich auf der Straße unterwegs. Doch dann erhielten sie den Tipp, dass in einer Gaststätte an der Neuehrenfelder Liebigstraße eine Party stattfand. Doch als die Einsatzkräfte vor Mitternacht dort eintrafen, war es plötzlich verdunkelt und mucksmäuschenstill.

Auf Klopfen und Rufen reagierte niemand. Nach mehreren Androhungen musste schließlich ein Schlüsseldienst die Tür öffnen. Dutzende Partygäste feierten im Inneren. Sie wurden zur Kasse gebeten, der Gastwirt erhielt eine Anzeige.

In Deutz haben die Beamten am frühen Sonntagmorgen dann noch eine Party in einem leerstehenden Gebäude in der Siegburgstraße aufgelöst. 28 Personen im Alter von 19 bis 53 Jahre wurden noch angetroffen. 30 bis 40 Menschen konnten frühzeitig fliehen. Mischpult und mehrere Boxen wurden sichergestellt. Auch wurde ein Verfahren wegen Hausfriedensbruch eingeleitet.

12.59 Uhr: Traurige Todesnachricht aus Essen

Erneut ist am Samstag eine Infizierte an Corona in Essen gestorben. Die 90-jährige Frau war Bewohnerin des Kurt-Schumacher-Zentrums in Überruhr-Holthausen. Das teilte die Stadt am Sonntag mit. „Die Anteilnahme gilt den Angehörigen und Freunden“, so die Stadt. Somit sind insgesamt 63 Personen in Essen in Verbindung mit der Corona-Infektion gestorben.

08.23 Uhr: Polizei kontrolliert mit dem Ordnungsamt in Essen

In Essen fanden in der Nacht zum Sonntag Kontrollen von Polizei und Ordnungsamt statt. Es sollte überprüft werden, ob die Restaurants und Bars sich an die Corona-Verordnungen hielten. An mehreren Orten seien Menschen angetroffen worden. Seit dem 2. November müssen sie bis mindestens Ende des Monats geschlossen bleiben.

Samstag, 7. November

13.38 Uhr: Reisende aus Risikogebieten müssen nun Folgendes beachten

Für Reisende aus einem Corona-Risikogebiet im Ausland gelten in NRW ab Montag neue Quarantäne-Regeln. Demnach müssen die Reisenden mit einigen Ausnahmen künftig zehn Tage lang in Quarantäne und nicht mehr 14 Tage. Die Regel gilt unter bestimmten Bedingungen allerdings nicht für Reisende, die ein höchstens 48 Stunden altes, negatives Testergebnis vorlegen können.

Diese Ausnahmen sind laut Verordnung etwa für Besuche enger Verwandter, Urlaubsrückkehrer oder Teilnehmer an Sportveranstaltungen möglich. Mit der neuen Einreiseverordnung setze das Land Nordrhein-Westfalen die Muster-Quarantäneverordnung des Bundes in Landesrecht um, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Samstag mit.

Wer nicht unter die Ausnahmeregeln fällt, kann sich künftig nicht mehr unmittelbar nach Einreise „frei testen“. Frühestens ab dem fünften Tag nach Einreise könne nun ein Test durchgeführt werden. Im Fall eines negativen Ergebnisses werde damit die Quarantäne beendet. „Die Testung ist für die Betroffenen kostenlos und wird über den Gesundheitsfonds abgerechnet“, hieß es weiter.

12.25 Uhr: Zahl der Neuinfektionen bleibt hoch in NRW

In Nordrhein-Westfalen bleibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter hoch. Dem Landeszentrum Gesundheit wurden bis Samstagmorgen (0.00 Uhr) 5649 neue positive Testergebnisse innerhalb eines Tages gemeldet (Vortag: 5504), wie aus einer Übersicht im Internet hervorgeht. Im bevölkerungsreichsten Bundesland registrierte die Behörde weitere 34 Todesfälle.

Die landesweite Zahl der Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen ging weiter leicht zurück. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag am Samstagmorgen bei 168,4 nach 175,4 am Vortag. Den bisherigen Höchststand hatte dieser Wert in der Wochenmitte mit 177,0 erreicht. Unter 170 lag diese Kennzahl zuletzt am vergangenen Montag.

Regional gab es bei den Wochenwerten große Unterschiede. Nur drei Kreise lagen am Samstag unter 100: Soest (67,9), Coesfeld (78,4) und Euskirchen (79,0). Die höchsten Werte verzeichneten Hagen (273,5), Duisburg (270,9) und Herne (262,1).

09.55 Uhr: Erste Kitas ändern ihre Betreuungszeiten wieder

Für Eltern wird es nun wieder eine schwierige Zeit in der Corona-Krise. Denn einige Kitas in NRW haben laut dem Landeselternbeirat der Kindertageseinrichtungen nun ihre Betreuungszeiten geändert. Das bedeutet, dass manche Kinder nun früher abgeholt werden müssen als eigentlich geplant. Zum Teil würden Betreuungsumfänge sogar wieder um bis zu zehn Stunden reduziert, berichtet die WAZ.

Zuletzt hatte es den sogenannten eingeschränkten Kita-Betrieb im Sommer gegeben. Damals wurden Kita-Kinder zehn Stunden weniger betreut als vertraglich vereinbart war. So sollten Personalengpässe und höhere Aufwände durch Corona-Auflagen ausgeglichen werden.

08.35 Uhr: Jetzt werden die Weihnachtsbäume teurer

Weihnachtsbäume werden in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen voraussichtlich teurer - der Preis für die Nordmann-Tanne dürfte von 18 bis 23 Euro pro laufendem Meter auf etwa 20 bis 25 Euro steigen, sagte der Vorsitzende des entsprechenden Fachbereichs im NRW-Landesverband Gartenbau, Eberhard Hennecke. Grund seien zusätzliche Ausgaben für Corona-Auflagen wie Desinfektion, extra Personal und besonders große Verkaufsflächen. Hinzu komme der alljährliche Kostenanstieg.

07.15 Uhr: Tausende Verdachtsfälle wegen Betrugs bei Soforthilfen

Die Ermittlungsbehörden in NRW gehen im Zusammenhang mit der Auszahlung von Corona-Hilfen in 4828 Fällen dem Verdacht des Subventionsbetrugs nach. Das sagte ein Sprecher von NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Samstag). Das Land hat nach eigenen Angaben in 428.571 Fällen die Soforthilfezahlungen in einem Umfang von rund 4,47 Milliarden Euro genehmigt.

Vergleichsweise deutlich weniger Fälle gibt es bei den Stipendien für freischaffende Künstler. Eine Sprecherin von Ministerin Isabel Pfeiffer-Pönsgen (parteilos) teilte mit, die Anzahl der Verdachtsfälle auf Subventionsbetrug, die dem Ministerium im Zusammenhang mit dem Stipendium für Kulturschaffende gemeldet worden seien, „liegen im einstelligen Bereich bei insgesamt rund 16.500 Stipendienanträgen“.

In einem Fall habe sich der Verdacht als begründet herausgestellt. In diesem Fall ging es um die Auszahlung von zwei Stipendien à 7000 Euro. Die wenigen weiteren Verdachtsfälle würden derzeit noch geprüft.

Freitag, 6. November

22.45 Uhr: 800 Kölner wussten offenbar nichts von Infektion

In Köln haben nach Angaben der Tageszeitung „Die Welt“ am Freitag zeitweise 800 Bürger nichts von ihrer Corona-Infektion gewusst. Man habe diese Menschen bislang nicht über ihr positives Ergebnis informieren können, habe der Kölner Sozialdezernent Harald Rau der Zeitung gesagt. Weil sie von ihrer Infektion nichts wussten, sei vermutlich ein Teil der Betroffenen weiter seinem Alltag nachgegangen, anstatt sich in Quarantäne zu begeben. Die positiv Getesteten müssten einzeln von Mitarbeitern des Gesundheitsamts kontaktiert werden.

Zwar ziehe das Gesundheitsamt Mitarbeiter aus anderen städtischen Behörden zusammen, „aber angesichts der hohen Infektionszahlen kommen wir nicht mehr hinterher“, so Rau. Eine Sprecherin der Stadt habe einige Stunden später am Freitag erklärt, man habe den Informationsrückstand schon teilweise aufholen können, indem man 90 weitere Kräfte zur Kontaktnachverfolgung eingeteilt habe.

21.54 Uhr: Laschet warnt vor Corona-Folgen

Bei einer Digitalkonferenz der sächsischen CDU sagte Laschet zur Pandemie, angesichts steigender Infektionszahlen müsse man „Sicherungsmechanismen“ einziehen, den Bürgern aber auch Lockerungen in Aussicht stellen. Er warnte vor einer Polarisierung der Gesellschaft. „Wir müssen darauf achten, dass unsere Gesellschaft nicht auseinanderdriftet.“

20.15 Uhr: NRW-Ministerin warnt: Keine Extrawurst für die Kultur

NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen verlangte am Freitag von der Kultur-Branche, die harten Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der Corona-Krise mitzutragen. „Die Kultur muss aufpassen, dass sie nicht immer eine Extrawurst brät“, sagte die Ministerin am Freitag im Kulturausschuss des Landtags. Die Szene solle sich „nicht zu sehr aus dem gesellschaftlichen Konsens herausbewegen“. Denn das könne der Kultur dauerhaft schaden. Pfeiffer-Poensgen reagierte damit auf Kritik aus der Szene, dass etwa Theater und Museen trotz strenger Hygiene-Konzepte ebenso im November schließen mussten wie auch Gastronomie und Freizeiteinrichtungen.

18.00 Uhr: Gericht entscheidet über Fitnessstudios

Seitdem ab Montag im Rahmen des Teil-Lockdowns Fitnessstudios im November geschlossen bleiben müssen, hat das NRW-Oberverwaltungsgericht am Freitag eine Entscheidung gefällt: Fitnessstudios in NRW müssen im November für Freizeitsportler geschlossen bleiben. Der entsprechende Passus der neuen Corona-Schutzverordnung ist rechtens. Der Beschluss des Gerichts in Münster ist unanfechtbar.

16.50 Uhr: Münster lässt Schulwege überwachen

Nach angekündigten Maskengegner-Aktionen wollen Polizei und Ordnungsamt in Münster am Montag die Schulwege beobachten. „Wir sind auf eventuelle Aktionen der Initiative vorbereitet“, sagte der Leiter des Ordnungsamtes, Norbert Vechtel, am Freitag nach einer Pressemitteilung der Stadt. „Außerdem können uns Betroffene anrufen oder eine E-Mail schreiben.“

Das Bildungsministerium hat die Schulen in NRW vor Aktionen von Maskengegnern am 9. November gewarnt. Es gebe Hinweise, dass die Initiative „Querdenken 711“ deutschlandweit an 1000 Schulen „Aktionen gegen die Pflicht zum Tragen der Mund-Nase-Bedeckung durchführen will“, so das Ministerium in einer Rundmail an alle Schulen. Demnach sollen mit „Querdenken“ sympathisierende Eltern planen, Kinder und deren Eltern auf dem Schulweg anzusprechen, ihnen unwirksame Masken mit dem „Querdenken“-Logo in die Hand zu drücken oder eine CO2-Messung unter den Masken der Kinder anzubieten.

16.15 Uhr: Laschet will noch keine Corona-Bilanz ziehen

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich zurückhaltend zur Frage geäußert, ob die seit Montag geltenden strikten Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie wirken. Zwar verlangsame sich derzeit manche Zahl im Zusammenhang mit den Corona-Infektionen, „aber es ist zu früh für eine Endbilanz“, sagte Laschet am Freitag bei einem virtuellen Kongress der Kommunalpolitischen Vereinigung von CDU und CSU. „Wir haben die große Hoffnung, dass wir die Welle brechen können.“ Man könne dies aber im Moment noch nicht so richtig absehen.

Ziel müsse es sein, auf Dauer mit dem Virus zu leben, erklärte Laschet. „Wir können nicht auf Dauer alle Lebensbereiche auf Null fahren und alles nur mit staatlichem Geld kompensieren.“ Es müsse ein Weg gefunden werden, wie das gesellschaftliche Leben aufrecht erhalten werden könne und zugleich das Gesundheitssystem so ausgestattet werde, dass man für den Krisenfall vorbereitet sei.

14.30 Uhr: Erste Kommunen in NRW entzerren Schulbeginn

Zur Vermeidung voller Schulbusse am Morgen entzerrt nun auch die Stadt Münster den Unterrichtsbeginn. In allen Gymnasien der Innenstadt beginnt er vom 12. November an 30 Minuten später als bisher, wie die Stadt am Freitag mitteilte. Acht städtische Gymnasien - eines mitsamt einer Realschule - und die Bischöfliche Marienschule machen einer Sprecherin zufolge mit. Die Stadt will zunächst vier Wochen lang prüfen, wie effektiv und praktikabel die Regelung ist.

Die Stadt Herne hatte am Donnerstag ein Konzept vorgestellt, das alle weiterführenden Schulen im Stadtgebiet mittragen. Dort sollen die Schüler der Klassen fünf bis zehn vom 16. November je nach Schulform zwischen 7:45 Uhr und 8:45 Uhr kommen. Die Stadt geht davon aus, dass sich durch die Entzerrung am Morgen die Zahl der Schüler je Schulbus in etwa halbiert. Herne ist nach eigenen Angaben die bislang erste Stadt in NRW, die einen gestaffelten Unterrichtsbeginn für alle weiterführenden städtischen Schulen einführt. Das NRW-Schulministerium begrüßt das Vorgehen der Stadt. Man ermuntere auch andere Schulleitungen, diese Option zur Optimierung des Schulbetriebs in Corona-Zeiten noch intensiver zu nutzen, hatte das Ministerium am Donnerstagabend mitgeteilt.

12.30 Uhr: Diese Zahlen zeigen, wie ernst die Lage in NRW ist

NRW ist vom Coronavirus besonders stark getroffen. - Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen hat sich am Freitag auf einem hohen Niveau eingependelt. Landesweit wurden 5504 neue positive Testergebnisse innerhalb eines Tages gemeldet, die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie kletterte auf 159 267 Fälle, wie aus Daten des Landeszentrums Gesundheit vom Freitag (Stand 00:00) hervorgeht. Ohnehin gelten alle 53 Städte und Kreise in NRW als Risikogebiet und haben einen Inzidenzwert von mindestens über 50. Erschreckend: Die Daten des RKI zeigen, dass inzwischen nur noch drei Regionen bei einer Inzidenz von unter 100 liegen. Das sind Siegen-Wittgenstein (97,5), der Kreis Coesfeld (87,9) und der Kreis Soest (73,6). Landesweit liegt die Inzidenz weiter bei über 160, fällt jedoch im Vergleich zum Vortag (168,3) leicht auf 164,9.

Die Top 10 der Sieben-Tage-Inzidenzen weisen sogar alle einen Wert von über 200 auf:

  • Hagen: 274,5
  • Duisburg: 268,3
  • Bottrop: 264,5
  • Mülheim: 248,5
  • Herne: 242,9
  • Herford: 235,5
  • Recklinghausen: 228,0
  • Remscheid: 213,8
  • Dortmund: 203,3
  • Mettmann: 202,9

11.30 Uhr: Tüv in Essen testet Schutzmasken und stellt Erschreckendes fest

Der Tüv Nord testet in seinem Labor in Essen seit Beginn der Corona-Pandemie Schutzmasken. Der Fokus liegt dabei auf FFP2- und FFP3-Masken. Inzwischen wurden Tausende getestet, wie die "WAZ" berichtet. Und dabei haben die Prüfer Erschreckendes festgestellt. Etwa 25 bis 30 Prozent der Schutzmasken fielen demnach beim Test durch. Den gesamten Text liest du bei der "WAZ".

10.50 Uhr: Hausärzteverband deutlich: „Schutzwall, der unser Gesundheitssystem entlastet“

Der Hausärzteverband Westfalen-Lippe erklärte, die Corona-Pandemie stelle die Teams in den Hausarztpraxen aktuell vor große Herausforderungen. „Die Medizinischen Fachangestellten und die Hausärztinnen und Hausärzte arbeiten seit Monaten am Limit – und sie machen einen großartigen Job! Sie stehen beim Kampf gegen die Corona-Pandemie in der ersten Reihe und bilden den Schutzwall, der unser Gesundheitssystem entlastet“, sagt Anke Richter-Scheer, 1. Vorsitzende des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe.

„Zusätzlich zum hohen organisatorischen Aufwand und der großen Arbeitsbelastung der letzten Monate bekommen insbesondere unsere Medizinischen Fachangestellten und VERAH – die Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis – am Empfangstresen unmittelbar die Unsicherheiten, die Ängste und oft auch den Frust der Patienten zu spüren“, so Richter-Scheer weiter.

9.21 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Herne

In Herne wurde seit Beginn der Pandemie bei 1.810 Personen eine Infektion mit Covid-19 nachgewiesen. Aktuell infiziert sind 598
Personen, von denen 40 stationär in Krankenhäusern behandelt werden. 1.194 Personen sind genesen. Insgesamt 18 Hernerinnen und
Herner sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

8.30 Uhr: Immer mehr Eilanträge gegen Corona-Schutzverordnung

Beim Oberverwaltungsgericht (OVG) NRW in Münster sind weitere Eilanträge gegen die neue Coronaschutz-Verordnung eingegangen. Bis Donnerstagnachmittag seien insgesamt 45 Eilanträge eingereicht worden, sagte Gerichtssprecherin Gudrun Dahme auf dpa-Anfrage. Sie richteten sich unter anderem gegen die Kontaktbeschränkungen, die Gastronomie-Schließungen und die Einschränkungen im Freizeit- und Amateursport. Unter den 45 Anträgen ist auch einer der Gewerkschaft Verdi NRW, der sich gegen die in der aktuellen Corona-Schutzverordnung genehmigten fünf verkaufsoffenen Sonntage im Einzelhandel in der Weihnachtszeit richtet.

Donnerstag, 5. November

21.50 Uhr: Stadt Herne beschließt gestaffelten Unterrichtsbeginn

In der Stadt Herne beginnt in den Klassen fünf bis zehn der Unterricht vom 16. November an zu unterschiedlichen Zeiten. Dies hat der Krisenstab am Donnerstag beschlossen. Je nach Schulform ist ein Beginn zwischen 7:45 Uhr und 8:45 Uhr geplant. Die Schulaufsicht der Bezirksregierung in Arnsberg habe die Entwicklung des Konzepts wohlwollend unterstützt, teilte die Stadt mit. „Alle Beteiligten hoffen, so einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten zu können.“

21.00 Uhr: Mitarbeiter mit Corona infiziert - Uniklinik Münster schließt OP-Säle

Die Uniklinik Münster hat „zum Schutz von Patienten und Beschäftigten“ sieben OP-Säle geschlossen, weil sich mehrere dort eingesetzte Mitarbeiter mit Corona infiziert haben. Alle Beschäftigten im zentralen Operationsbereich der Klinik, die mit den acht Infizierten Kontakt gehabt hätten, seien in Quarantäne, bis sie zwei Mal negativ getestet würden, teilte die Uniklinik am Donnerstag mit. Eine Gefährdung von Patienten könne derzeit ausgeschlossen werden. Bei einem dynamischen Infektionsgeschehen sei ein solcher Fall grundsätzlich nie auszuschließen, hieß es. Die Operationssäle sollen voraussichtlich für zwei Wochen geschlossen bleiben. Einige geplante Eingriffe müssten abgesagt werden. Die Uniklinik konzentriere sich nun auf medizinische Notfälle.

18.35 Uhr: NRW stützt Kinos

In der Corona-Krise unterstützt NRW die Kinos mit 15 Millionen Euro. Der Haushaltsausschuss des Landtags habe das Geld am Donnerstag bewilligt, teilte die Staatskanzlei mit. Es werde ab Januar 2021 ausgezahlt. Anträge könnten sämtliche Kinos stellen, vom kleinen Filmkunstkino mit einem Saal bis hin zum großen Kinocenter. Kinos seien „unverzichtbare kulturelle Treffpunkte“ in Städten und Gemeinden, sagte der Chef der Staatskanzlei, Nathanael Liminski. Mit dem Hilfsprogramm „Film ab NRW“ sollten Insolvenzen abgewendet und eine vielfältige Kinolandschaft in NRW erhalten werden.

17.30 Uhr: Verdi klagt gegen verkaufsoffene Sonntage

Verdi geht gerichtlich gegen die in NRW geplanten Sonntagsöffnungen an den vier Adventssonntagen und am ersten Januarwochenende 2021 vor. Am Donnerstag reichte die Gewerkschaft einen Eilantrag beim Oberverwaltungsgericht NRW in Münster ein. Er richtet sich gegen die in der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW genehmigten fünf verkaufsoffenen Sonntage im Einzelhandel.

„Sonntagsöffnungen führen nicht zu einer Entzerrung von Kundenströmen, sondern zu einer Konzentration auf das Wochenende“, erklärte Verdi-Landesbezirksleiterin Gabriele Schmidt die Klage. Dies sei bei steigenden Infektionszahlen völlig verantwortungslos. Das Gericht bestätigte den Eingang der Klage. Wann darüber entschieden wird, stand noch nicht fest.

14.45 Uhr: NRW-SPD fordert mehr Infektionsschutz für Kitas

Die SPD im Landtag fordert mehr Infektionsschutz für Kitas. Der Fraktionssprecher für Familienpolitik, Dennis Maelzer, sagte, die Landesregierung befinde sich mit ihrer Kita-Politik „noch im Sommermodus“. Es sollen sich deutlich mehr Kinder und Erzieher freiwillig testen lassen dürfen. Außerdem sollen wie in den Schulen auch Luftfilter in den Einrichtungen eingesetzt werden.

13.00 Uhr: Bildungsministerium warnt vor Maskengegnern auf Schulwegen

Das NRW-Bildungsministerium hat die Schulen vor Aktionen von Maskengegnern am 9. November gewarnt. In einer Rundmail heißt es, es gebe Hinweise, dass die Initiative „Querdenken 711“ an 1.000 Schulen Aktionen in ganz Deutschland gegen die Maskenpflicht durchführen wolle. Ziel der Aktion ist demnach, dass „Querdenken“-Anhänger Eltern und Kinder auf dem Schulweg ansprechen und ihnen unwirksame Masken anbieten oder Sauerstoffmessungen unter den Masken der Kinder anbieten. Das Ministerium erklärt, man rechne damit, dass zu Rechtsverstößen aufgerufen werde, die die Gesundheit gefährden.

11.00 Uhr: Uniklinik Düsseldorf nimmt stationär nur noch Notfall-Patienten auf

Die Uniklinik Düsseldorf nimmt stationär nur noch Notfall-Patienten auf. Sie begründet das damit, dass sowohl die Zahl der Corona-Patienten als auch die Zahl anderer Patienten stark steige. Die Regel soll erstmals „nur“ bis Sonntag gelten. Falls jemand für die nächsten Tage einen Termin für eine stationäre Aufnahme gemacht hat, soll sich mit der Klinik in Verbindung setzen.

09.00 Uhr: Musikschulen in NRW wieder geöffnet

Die Musikschulen in NRW sind nicht mehr von den Verboten der Corona-Schutzverordnung betroffen. Das NRW-Kultusministerium erklärte, die Landesregierung habe eine Präzisierung der Verordnung vorgenommen. Damit folge NRW den Regelungen der großen Mehrheit der Länder und trage dem Gedanken einer möglichst einheitlichen Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse vom 28. Oktober Rechnung. In den Musikschulen gelten laut eines Sprechers die normalen Corona-Schutzbestimmungen.

08.00 Uhr: Eil-Anträge gegen stadtweite Maskenpflicht in Düsseldorf

Dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht liegen zwei Eilanträge gegen die Maskenpflicht in der Landeshauptstadt vor. Laut einer Gerichtssprecherin soll noch diese Woche über mindestens einen der Anträge entschieden werden. Begründet wird die generelle Maskenpflicht mit dem Infektionsgeschehen in der Stadt, das „unspezifisch und von unklaren Ansteckungswegen geprägt“ sei.

Mittwoch, 4. November

15.50 Uhr: Altenheime werden bevorzugt mit Schnelltests beliefert

Die Altenheime in NRW sollen bevorzugt mit Corona-Schnelltests beliefert werden. Das hat Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann mitgeteilt. Man habe eine entsprechende Vereinbarung mit den Apotheken abgeschlossen. Es seien genug Kapazitäten auf dem Markt vorhanden, so solle dennoch Engpässen vorgebeugt werden. Das Personal in den Heimen soll die Tests nach Schulung durch Ärzte selbst vornehmen.

13.15 Uhr: Laumann: Immer mehr Corona-Patienten auf Intensivstationen

Alarmierende Aussagen von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU)! Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen in NRW steigt weiter an. Am Mittwoch wurden 685 Patienten intensiv behandelt, 30 mehr als noch am Vortag. Das hat der Minister in Düsseldorf mitgeteilt. Von den Intensivpatienten mussten 428 beatmet werden – 41 mehr als noch am Dienstag. Insgesamt werden laut Laumann 3.088 Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt, 132 mehr als am Vortag.

Der Minister weiter: „Die Situation ist ernst. Wir haben noch mehr als 1.500 Intensivbetten frei, fast 1.000 davon haben eine Beatmungsmöglichkeit. Entscheidend ist jetzt die Kontaktrückverfolgung, um die Zahl der Neuinfektionen zu verringern.“ NRW habe einen durchschnittlichen Inzidenzwert von 167, so Laumann.

08.00 Uhr: Hammer-Bußgeld für Maskenverweigerer in Düsseldorf

Die neue stadtweite Maskenpflicht in Düsseldorf sollte unbedingt eingehalten – sonst droht ein Hammer-Bußgeld in Höhe von bis zu 25.000 Euro! Das geht aus der Allgemeinverfügung hervor, die am Dienstagabend veröffentlicht worden ist.

Dienstag, 3. November

18.05 Uhr: Maskenpflicht jetzt fast im gesamten Stadtgebiet von Düsseldorf ab morgen

Per Allgemeinverfügung hat die Landeshauptstadt jetzt zum Infektionsschutz eine Maskenpflicht nahezu für das gesamte Stadtgebiet angeordnet. Ausnahmen gelten lediglich für nicht bebaute Gegenden wie Grünlagen. Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gilt für Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer, die Gehwege benutzen dürfen. Sie gilt ab Mittwoch, 4. November, so die Stadt Düsseldorf.

„Auf öffentlichen Straßen und Wegen innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile von Düsseldorf ist eine Alltagsmaske zu tragen, sofern und solange nicht aufgrund von Tageszeit, räumlicher Situation und Passantenfrequenz objektiv ausgeschlossen ist, dass es zu Begegnungen mit anderen Personen kommen kann, bei denen ein Abstand von fünf Metern unterschritten wird. Diese Verpflichtung gilt für zu Fuß Gehende sowie Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, die zur Benutzung des Gehwegs berechtigt oder verpflichtet sind, nicht aber für Radfahrende und Personen in Kraftfahrzeugen.“

Ausnahmen gelten für

  • Wälder,
  • Parkanlagen wie Hofgarten, Schlosspark Benrath, Nord- und Südpark,
  • Grünzüge wie der Grünweg Brückerbach, der in Garath NW oder der in Unterrath,
  • Grünanlagen wie Albertussee, Mahnmalachse oder Werstener Deckel,
  • Städtische Kleingartenanlagen,
  • Friedhöfe außerhalb von Beerdigungen,
  • sonstige Flächen außerhalb des Bebauungszusammenhangs wie etwa die Rheinwiesen jeweils unterhalb der Deichkrone

17.48 Uhr: Viele Corona-Patienten in NRW-Kliniken

Die Situation in den Krankenhäusern in NRW wird durch die vielen neuen Corona-Fälle allmählich schwieriger. Am Dienstag wurden nach Angaben der Landesregierung rund 650 Patienten mit Covid-19 auf den Intensivstationen der NRW-Kliniken behandelt – das sind fast so viele wie beim bisherigen Höhepunkt der Pandemie Mitte April. Der Kreis Gütersloh meldet bereits, dass seine Krankenhäuser an der Kapazitätsgrenze angekommen seien.

„Ärzte, Kliniken, Rettungsdienst, Kreisleitstelle und die Abteilung Gesundheit sind durch das Infektionsgeschehen im Dauerstress“, berichtete der Kreis Gütersloh. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bestätigte, es gebe erste Alarmmeldungen aus dem Gesundheitswesen.

16.23 Uhr: Land untersagt Schulsonderweg in Solingen

Das Land NRW verbietet der Stadt Solingen ihren geplanten Corona-Sonderweg für weiterführende Schulen mit je zur Häfte Präsenz- und Distanzunterricht. Das Gesundheitsministerium habe die Kommune per Erlass angewiesen, ihre Allgemeinverfügung zur Einführung eines solchen Blockunterrichts nicht umzusetzen, teilte die Stadt mit. Solingen hatte angekündigt, ab diesem Mittwoch angesichts anhaltend hoher Neuinfektionen die Klassenstärken zu halbieren und die Schüler zu 50 Prozent digital zu unterrichten.

Bis Ende November sollte wechselweise die Hälfte einer Klasse im Präsenz-, die andere Hälfte daheim im Distanzunterricht lernen. Die Stadt wurde nun gestoppt. Als Ziel hatte die Kommune betont, sie wolle die insgesamt rund 20.000 Schüler vor einer Schulschließung bewahren.

14.18 Uhr: Gute Nachrichten für VRR-Kunden

VRR-Kunden mit Zeitfahrkarten können ihre Tickets während der aktuellen Corona-Einschränkungen pausieren lassen. Dies teilte der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr in Gelsenkirchen mit. Der VRR sprach von einer „einfachen Kulanzregelung“, mit der die Verkehrsunternehmen auf die aktuellen Einschränkungen reagierten. Wer die Regelung in Anspruch nehmen will, muss sein Ticket in einem Kundencenter hinterlegen. Nach Abholung erfolge dann auf Antrag eine taggenaue, anteilige Erstattung.

13.07 Uhr: Haben Corona-Maßnahmen Einfluss auf Masern-Erkrankungen?

In NRW erkranken deutlich weniger Menschen an Masern. Bis Anfang Oktober gab es 135 gemeldete Fälle, dieses Jahr sind es lediglich 19, Krankenkasse DAK-Gesundheit. Zuletzt gab es 2012 solche niedrigen Zahlen, da waren es 18 Fälle. Seit dem 1. März gilt bundesweit eine Impfpflicht für Schüler und Schulpersonal. Die gesunkenen Fallzahlen erklärte die Kasse mit diesem Masernschutzgesetz sowie den Corona-Kontaktbeschränkungen und -Abstandsregeln. Allerdings waren die Zahlen auch schon 2019 rückläufig. Es gab 2019 keine größeren Ausbrüche in NRW.

11.25 Uhr: Corona-Fälle in Schulen drastisch angestiegen

Seit dem Ende der Herbst-Ferien ist die Zahl der Corona-Infektionen in Schulen in NRW drastisch angestiegen. Vergange Woche wurden 1808 Corona-Fälle bei Schülern verzeichnet, wie aus einem Bericht des Schulministeriums für die Ausschusssitzung des Landtags hervorgeht.

Drei Wochen vorher waren 853 Fälle gemeldet worden. Was jedoch überrascht: Die Zahl der Schüler in Quarantäne sank jedoch von mehr als 23.300 vor den Herbstferien auf knapp 13.600 nach den Ferien. In NRW gibt es rund 2,5 Millionen Schüler und mehr als 5500 Schulen.

Bei den Lehrkräften wurden demnach vergangene Woche 367 Corona-Fälle gemeldet, in der Woche vor den Ferien waren es noch 166. In Quarantäne befinden sich 1287 Lehrkräfte, vor drei Wochen vorher waren es 2084. Der Anteil der Lehrkräfte, die wegen Corona nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden konnten, lag laut Bericht vergangene Woche bei 3,9 Prozent und damit etwas niedriger als vor den Ferien (4,3 Prozent).

An 98,4 Prozent der Schulen fand vergangene Woche Präsenzunterricht. An 68 Schulen habe es Teilschließungen gegeben. Keine Schule wurde komplett geschlossen. Vor den Herbstferien waren 360 Schulen komplett dicht.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte die Lage an den Schulen als riskant bezeichnet. Die GEW und auch Elternverbände fordern, kleinere Gruppen in den Schulen, damit die Schüler mehr Abstand untereinander halten können.

10.38 Uhr: Niederlande und NRW raten von gegenseitigen Besuchen ab

NRW-Innenminister Herbert Reul und der niederländische Minister für Justiz und Sicherheit, Ferd Grapperhaus, haben ihre Landsleute dazu aufgerufen, unnötige Reisen in das jeweilige Nachbarland zu vermeiden. „Dies ist einfach nicht die Zeit für Geselligkeit, Freundschaftspflege und Shoppingtouren. Niederländer und Deutsche sollten jetzt Abstand halten. Das hilft beiden Ländern im Kampf gegen Corona und rettet Leben“, sagte Reul.

Einkaufstouren in Venlo und Roermond sollen erstmal ausbleiben.

Grapperhaus führt weiter aus: „Das Virus hält sich nicht an Landesgrenzen, deshalb müssen wir das machen. Ein Ausflug oder Einkaufstouren im Nachbarland, verstärken nur die weitere Verbreitung des Virus auf beiden Seiten der Grenze.“

In NRW und den Niederlanden gibt es erhöhte Infektionszahlen. Die Niederlande stuft Deutschland komplett als Risikogebiet ein. Bei ihrem Ampelsystem hat Deutschland die Warnstufe Gelb, einige Gebiete sind sogar Orange. Die Grenzen sollen aber offenbleiben.

10.09 Uhr: Krefeld nimmt sich Solingen als Vorbild

Die Lehrergewerkschaft GEW hat die Planung der Stadt Solingen als „vorbildlich“ begrüßt. Ab Morgen werden die Hälfte der Schüler online unterrichtet. „Das ist verantwortungsvolles Handeln der Stadt Solingen. Gut ist, dass es nicht zu Schulschließungen kommt“, sagte die Landesvorsitzende Maike Finnern der Deutschen Presse-Agentur.

Die Stadt hatte ich zuvor mit den Solinger Schulleitungen beraten. Eine Zustimmung aus dem Schulministerium gibt es aber noch nicht. „Die Landesregierung drückt sich vor der Verantwortung“, kritisierte Finnern.

Solingen will die Hälfte der Klassen an weiterführenden Schulen digital unterrichten. Bis Ende November lernen 50 Prozent in der Schule, der Rest zu Hause. Ausgenommen sind Grund- und Förderschulen sowie die Abschlussklassen der Sekundarstufen I und II. Krefeld denkt ebenfalls über dieses Modell nach. Bisher ist Solingen ein Einzelfall.

9.24 Uhr: Fast alle Kommunen haben höchste Warnstufe übersprungen

Die meisten Kommunen in NRW haben inzwischen die höchste Corona-Warnstufe schon weit übersprungen. Am Dienstagmorgen zeigte die Grafik des RKI überwiegend dunkelrot markierte Gebiete in NRW. Das bedeutet, dass hier innerhalb der vergangenen sieben Tage sogar schon mehr als 100 neue Corona-Infektionen auf 100 000 Einwohner gekommen sind.

Kommunen unter 50 gibt es inzwischen aber gar nicht mehr in NRW. Damit hat sich die Situation seit Anfang September deutlich verschlechtert. Mehrere Kommunen – wie Köln, Duisburg, Remscheid und Solingen – liegen sogar schon über 200.

Auch am Dienstag vermeldete das RKI gegenüber dem Vortag einen erneuten Anstieg der Fallzahlen um 4652 laborbestätigte neue Covid-19-Fälle in NRW. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz betrug 162,5. Am Montag waren es 151,8. Seit Beginn der Pandemie haben sich in NRW bereits über 144.000 Menschen mit dem Virus infiziert.

(red mit dpa)

 
 

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