Corona in NRW: Land schraubt an Impfterminen – SO soll es jetzt noch schneller gehen

Corona in NRW: Das Land will an den Impfterminen arbeiten, um die Impfungen zu beschleunigen. (Symbolbild)
Corona in NRW: Das Land will an den Impfterminen arbeiten, um die Impfungen zu beschleunigen. (Symbolbild)
Foto: picture alliance/dpa | Christopher Neundorf

Die Bundes-Notbremse in Deutschland ist beschlossene Sache und trifft auch zahlreiche Kreise und Städte in NRW. Was nun ab wann gilt und welche neuen Corona-Regeln in deiner Kommune auf dich zukommen, haben wir für dich zusammengefasst.

Ob es Ausgangssperren, einen Kita-Notbetrieb oder Schließungen der Schulen wieder gibt, hängt von der Inzidenz der einzelnen Kommunen ab. Doch nur in Münster, Coesfeld und Höxter sind die Inzidenzwerte unter 100.

News-Blog: Corona in NRW

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Corona in NRW: Ausgangssperren und Kita-Notbetrieb in Kraft

Sonntag, 25. April

22.08 Uhr: Behörden müssen Tulpenfeld wegen Besucheransturm sperren

Wegen eines enormen Besucheransturms am Sonntag ist ein Tulpenfeld in Jüchen im Rhein-Kreis Neuss abgesperrt und geräumt worden. Die Polizei schätzte die Zahl der Menschen, die sich das farbenfrohe Feld bei sonnigem Wetter hatten anschauen wollen, auf eine vierstellige Zahl. Die Stadt habe daraufhin entschieden, das Areal zu schließen.

„Für diesen Besucherzustrom war es nicht ausgelegt“, erklärte ein Polizeisprecher. Wenn man so viele Menschen an einem Ort habe, könnten Corona-Regeln wie der Abstand nicht mehr eingehalten werden. „Es waren einfach zu viele für die Fläche.“ Bei der Abreise nach der Schließung kam es darüber hinaus zu großen Verkehrsproblemen, so dass die Polizei helfen musste.

Das Tulpenfeld sei auf verschiedenen Kanälen beworben worden, erklärte der Polizeisprecher. „Zu unserem Verdruss wurde es heute leider sehr stark angenommen.“

19.27 Uhr: NRW will Corona-Impfungen beschleunigen

NRW will die vielen versäumten Impftermine im Land künftig verhindern. Deshalb sollen in Impfzentren Überbuchungen zugelassen werden, wie das NRW-Gesundheitsministerium der „Rheinischen Post“ sagte. Im jüngsten Impferlass sei gebeten worden, Überbuchungen von zehn Prozent zuzulassen.

19.20 Uhr: NRW will Lolli-Tests an Grund- und Förderschulen einführen

NRW will bis Mitte Mai an allen Grund- und Förderschulen im Land sogenannte Lolli-Tests zum Erkennen von Corona-Infektionen anbieten. Das sagte Schul-Staatssekretär Mathias Richter der „WAZ“. Der Umfang sei gewaltig. „Wir reden hier über fast 735.000 Kinder, dafür benötigen wir derzeit Laborkapazitäten für rund 35.000 Tests am Tag“, erklärte er.

Bei der sogenannten Lolli-Methode muss kein Stäbchen in die Nase oder tiefer in den Rachen geführt werden. Kinder lutschen stattdessen 30 Sekunden lang an einem Abstrichtupfer - dem „Lolli“. Die Tupfer werden danach in einem Labor ausgewertet. Es handelt sich um PCR-Tests, die beim Erkennen von Infektionen mit dem Coronavirus als sehr genau gelten. In Köln sind die Tests bereits in Kitas und Schulen im Einsatz.

Nordrhein-Westfalen sei nun das erste Bundesland, das damit beginne. Dass sie bislang noch nicht in ganz NRW verfügbar sind, hänge mit der komplexen Logistik zusammen, erklärte Staatssekretär Richter. Man brauche dafür etwa ein Dutzend geeignete Labore, ein sicheres Logistikkonzept und eine verlässliche Materialbeschaffung.

17.19 Uhr: Laschet mit überraschender Aussage zu Corona-Genesenen

CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat sich dafür ausgesprochen, geimpften Bürgerinnen und Bürgern in der Corona-Pandemie zügig die gleichen Rechte zu gewähren wie negativ Getesteten und bereits Genesenen.

In der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagsausgabe) verwies Laschet auf Erkenntnisse des Robert-Koch-Instituts, wonach Geimpfte wie Genesene weniger infektiös seien als negativ Getestete. Deshalb sei es „rechtlich geboten, dass Geimpfte dieselben Rechte haben wie Getestete“. Als Beispiel nannte Laschet die Möglichkeit, per „Click and Meet“ einkaufen zu gehen.

Angesichts steigender Impfstoffmengen forderte der CDU-Vorsitzende und nordrhein-westfälische Ministerpräsident zudem, in den nächsten Wochen „das Impf-System für alle zu öffnen“ und „spätestens im Juni“ die Priorisierungen bestimmter Gruppen bei der Impfung aufzuheben.

13.22 Uhr: Polizei löst illegales Treffen an Zeche Ewald auf

Am Freitagabend hat die Polizei ein illegales Treffen an der Zeche Ewald in Herten aufgelöst. Die Polizei hatte einen Hinweis auf das Treffen erhalten. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stellten sie größere Personengruppen fest, die unter Unterschreitung des Mindestabstands eng zusammenstanden.

Die Beamten riefen Verstärkung. Insgesamt wurden gegen 59 Personen eine Anzeige gefertigt und Platzverweise ausgesprochen. Die meisten Betroffenen kamen laut Polizei aus Recklinghausen, Herten und Gelsenkirchen, einige aber auch aus Datteln, Marl, Dortmund und Herne.

Darüber hinaus überprüfte die Polizei 32 Fahrzeuge. Gegen 1.30 Uhr war der Einsatz beendet.

Auch in Duisburg schrieben die Ordnungshüter 18 Anzeigen, nachdem die Ausgangssperre am Samstag in Kraft getreten ist, berichtet die WAZ. Auch gegen die Raserszene auf der L1 einen Einsatz gegeben.

9.03 Uhr: CDU und FDP legen „pandemische Leitlinien“ vor

Die NRW-Regierungsparteien CDU und FDP haben einen Vorschlag für die sogenannten pandemischen Leitlinien vorgelegt. Er sei am Samstag an SPD, an Grüne und an die Landtagsverwaltung übersandt worden, erklärte eine Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Ziel sei, die Leitlinien schon in der kommenden Woche im Plenum zu verabschieden.

Bei den pandemischen Leitlinien handelt es sich um ein Instrument, das im neuen Pandemie-Gesetz Nordrhein-Westfalens verankert ist. Das Parlament kann dadurch derartige Leitlinien beschließen, die die Landesregierung dann verbindlich zu berücksichtigen hat.

In dem Vorschlag ist unter anderem vermerkt, dass es aus Sicht des Landtags „dringend angezeigt“ wäre, die Verbreitungswege und Infektionsketten des Coronavirus „noch besser auszuleuchten“. „Eine breit aufgesetzte Feldstudie, die sich beispielsweise an der sog. "Heinsberg-Studie" orientiert und auch verstärkt Lebensumstände von Infizierten (bzw. Genesenen) in den Blick nimmt, wäre angemessen.“

Auch wird das Impfen als entscheidender Schritt aus der Pandemie definiert. Mit sogenannten Impfstoffresten müsse daher „pragmatisch“ umgegangen werden. Zudem heißt es: „Da sich die Zahl der (vollständig) Geimpften stetig erhöhen wird, ist es eine Selbstverständlichkeit, dass dieser Personenkreis die pandemiebedingt eingeschränkten Grundrechte wieder wahrnehmen kann.“

Samstag, 24. April

18.23 Uhr: Belgische Corona-Patienten könnten in NRW behandelt werden

Angesichts stark ausgelasteter Intensivstationen hat Belgien Deutschland um die Aufnahme von Corona-Patienten gebeten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur könnten die Betroffenen in Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen verlegt werden.

Über die Bitte Belgiens berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf den Leiter der medizinischen Notfallhilfe, Marcel Van der Auwera. Einige Krankenhausstandorte hätten keine Intensivbetten mehr zur Verfügung.

In den vergangenen 14 Tagen gab es in Belgien offiziellen Angaben zufolge knapp 450 Corona-Fälle pro 100 000 Einwohner. Zwar ist das ein leichter Rückgang im Vergleich zu den Vorwochen, doch gleichzeitig stieg die Zahl der Todesfälle - ebenfalls nur leicht - auf durchschnittlich knapp 40 pro Tag. In Belgien leben rund 11,5 Millionen Menschen.

16.56 Uhr: Bochum schließt ab Montag Schulen und Kitas

Ab Montag kehren die Schulen aufgrund der Notbremse in den Distanzunterricht zurück. Das teilte die Stadt am Samstag in einer Mitteilung mit. Eine Ausnahme gelte für Förder- und Abschlussklassen. Auch Kitas müssen schließen. Dort wird lediglich noch eine Notbetreuung angeboten.

13.53 Uhr: Stamp bezeichnet Ausgangssperren „gefährlichen Unsinn“

Der stellvertretende NRW-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) hat scharfe Kritik an den neuen coronabedingten Ausgangsbeschränkungen geäußert. Bei einem digitalen Landesparteitag der NRW-FDP sprach der FDP-Landeschef in diesem Zusammenhang am Samstag in Köln von „gefährlichem Unsinn“.

Stamp dankte der FDP-Bundestagsfraktion dafür, dass sie mit einer Verfassungsklage „klare Kante“ zeige gegen eine „Verschiebung der Grundkoordinaten“ einer freiheitlichen Gesellschaft. „Wir lehnen eine Placebo-Politik ab, die mit pauschalen Ausgangssperren Menschen ihre Grundrechte beschneidet und dabei keine Erfolge bei der Pandemie-Bekämpfung erreichen wird“, sagte Stamp. „Wir setzen als freie Demokraten nicht darauf, Menschen einzusperren.“ Stattdessen setze die FDP auf Kontaktbeschränkungen, hohes Impf-Tempo und viele Corona-Tests.

Der 50-jährige NRW-Familienminister wollte sich am Mittag zur Wiederwahl als Parteichef des größten deutschen FDP-Landesverbands stellen, den er seit November 2017 führt.

11.19 Uhr: Stadt Essen zieht Konsequenzen wegen gestiegener Inzidenz

Die Stadt Essen hat am Samstag bittere Konsequenzen wegen des deutlich angestiegenen Inzidenzwertes angekündigt. Aufgrund der Überschreitung von 150 wird „Click & Meet“ ab Sonntag nicht mehr möglich sein.

„Das Angebot (...) und damit das Einkaufen nach vorheriger Terminvereinbarung, der Kontaktnachverfolgung und dem Nachweis eines negativen Corona-Tests, der nicht älter als 24 Stunden ist, kann nicht mehr angeboten werden“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. An dem heutigen Samstag gilt die verschärfte Regelung noch nicht. Der Großteil des Einzelhandels wird ab Montag davon betroffen sein.

10.10 Uhr: Polizei greift bei illegaler Party ein

Am Freitagabend gegen 23 Uhr hat die Polizei im Winterberger Ortsteil Altenfeld im Hochsauerlandkreis eine illegale Party entdeckt. Dort feierten junge Erwachsene in einem alten Linienbus, der zu einem Partybus umfunktioniert war - und verstießen dabei gegen die Corona Schutzverordnung. Das teilte die Polizei am Samstagmorgen mit.

Als die Polizisten dort ankamen, nahmen die Feierenden die Flucht auf. Die Beamten konnten jedoch acht Personen stellen. Als sie diese durchsuchten, stießen sie auf eine größere Menge Marihuana. Die Polizisten stellten circa 400 Gramm sicher.

Gegen den Besitzer der Drogen wird nun - neben der Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Corona Schutzverordnung - auch wegen Besitz von Drogen und dem Verdacht des Drogenhandels ermittelt. Gegen die anderen, anwesenden Partygäste wurden ebenfalls Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Corona Schutzverordnung erstattet. Die Polizei löste die Party auf, die Gäste erhielten Platzverweise.

Insgesamt zählte die Polizei im gesamten Kreisgebiet zwölf Einsätze, bei denen Verstöße gegen die Corona Schutzverordnung festgestellt wurden. Dabei schrieb sie 28 Ordnungswidrigkeitenanzeigen gegen die betroffenen Personen.

Freitag, 23. April

21.25 Uhr: Landesregierung stellt Übersicht auf Twitter ein

Die NRW-Staatskanzlei hat nochmal eine Übersicht getwittert, in der die Bundesnotbremse nochmal dargestellt wird:

18.00 Uhr: Offiziell! Bochum macht dicht

Es ist bereits gemunkelt worden, jetzt ist es offiziell: Auch Bochum zieht die „Notbremse“ und hat eine Ausgangssperre ab Samstag 22 Uhr angekündigt. Was sich sonst alles in der Stadt ändert, kannst du hier nachlesen!

16.40 Uhr: Hagen verkündet Ausgangssperre ab Samstag um 22 Uhr

Die nächste Stadt gibt eine Ausgangssperre bekannt. Ab Samstag um 22 Uhr darf man in Hagen nur noch allein raus. Von 0 bis 5 Uhr dann nur noch in Not- und Ausnahmefällen. Das hat die Stadt am Freitag mitgeteilt. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Hagen am Freitag bei 262,3.

16.00 Uhr: Duisburg öffnet Kitas nur für Notbetreuung

Die Stadt Duisburg zieht folgt der „Notbremse“ und öffnet ab Montag die Kitas nur für Notbetreuungen. Das hat die Stadt am Freitag mitgeteilt. Eltern sollen die Notbetreuung nur in Anspruch nehmen, wenn eine Betreuung anderweitig nicht möglich ist. Die Notbetreuungszeit beträgt zehn Stunden pro Woche. Eltern, die die Betreuung in Anspruch nehmen, müssen eine Eigenerklärung vorlegen, mit der sie bestätigen, dass sie auf die Notbetreuung angewiesen sind.

13.10 Uhr: Laumann: „Werden bei den Erstimpfungen an Tempo verlieren“

Immer mehr Dosen müssten in Zukunft in Zweitimpfungen gesteckt werden. Im Mai könnte das sogar die Hälfte der gelieferten Impfstoffe betreffen. "Wir werden bei den Erstimpfungen an Tempo verlieren, weil wir von dem Impfstoff den wir haben, mehr als die Hälfte in die Zweitimpfungen stecken müssen", so Laumann in der anschließenden Fragerunde von Journalisten.

Im Mai werde es noch keinen Verzicht auf die Priorisierungen geben können. Ein Bundesland wie NRW könne mit 600.000 Impfdosen in der Woche keine Priorisierung aufheben. Dafür stehe aktuell nicht genügend Impfstoff zur Verfügung. Wenn es genügend Impfstoff gebe, werde man auch die Betriebe beim Impfen unterstützen.

12.57 Uhr: Laumann über Impfen - DIESER Berufsgruppe stellt er jetzt schnelle Impfungen in Aussicht

Zum Schluss wolle Laumann noch über "schönere Themen" sprechen: Das Impfen. Beim Impfen sie man in NRW „in den letzten Wochen sehr gut vorangekommen“. Im Mai sollen die Impf-Termine für Menschen mit chronischen Erkankungen bereitgestellt werden. Die über 70-Jährigen sollten versuchen, ihre Termine bis Ende April wahrzunehmen, beziehungsweise zu vereinbaren.

Lauterbach nannte verschiedene Gruppen chronischer Bekrankung, unter anderem Trisomie 21, geistige Behinderungen, Atemwegserkrankungen oder Fettleibigkeit. Dies könne von einem Arzt bescheinigt werden. In den Obdachlosenunterkünften solle in den nächsten Wochen der Johnson und Johnson Impfstoff verimpft werden. Dieser hätte den Vorteil, nur einmal verimpft werden zu müssen.

In der dritten Gruppe könnten nun Lehrer, Feuerwehr und Polizei geimpft werden - und auch die Verkäufer und Verkäuferinnen in Supermärkten und Bäckereien, die Laumann explizit benannte. "Die liegen mir auch am Herzen, dass die in der Prio-Gruppe 3 eine möglichst schnelle Immunisierung bekommen."

12.50 Uhr: Laumann erklärt Corona-Notbremse

Rund 1,5 Prozent aller Menschen, die an Corona erkranken würden am Ende beatmungspflichtig. Das Virus sei deswegen nicht zu unterschätzen, sagte Laumann und wandte sich dabei an die Kritiker der Corona-Notbremse. Auf den intensivstationen seien die Patienten wesentlich jünger. Dadurch würde der Aufenthalt auf den Intensivstationen länger, im Schnitt 15 Tage. In der zweiten Welle seien das noch 10 Tage, weil viele Menschen schneller gestorben seien. Das Personal auf den Intensivstationen arbeite am Limit. Wenn man nun lockere, werde die Situation auf den Intensivstationen noch wesentlich dramatischer.

Laumann sagte mit Blick auf die Möglichkeit, auch in Kommunen mit einer Inzidenz zwischen 100 und 150 mit negativen Test einkaufen gehen zu können: "Ich bin froh, dass dieser Bereich drin geblieben ist, das Testen." Es sei bestrebenswert, in den Bürgertestzentren möglich viele Tests durchzuführen. Dabei seien in den vergangenen Wochen viele asymptomatische Fälle aufgefallen. "Darum ist das Testen, neben dem Impfen und neben den Kontaktbeschränkungen eine der schärfsten Waffen, die wir haben", so Laumann.

Laumann erklärt nun die Corona-Ausgangssperren in NRW und nennt die verschiedenen Ausnahmen.

Das Schulministerium werde heute veranlassen, dass in allen Kommunen mit einer Inzidenz unter 165 Wechselunterricht gelte. Der Gesundheitsminister erklärt weiter die in der Corona-Notbremse verankerten Maßnahmen.

Laumann warb dafür, dass Arbeitgeber die betrieblichen Testungen bestätigen, sodass mit diesem Test später zum Friseur oder in den Baumarkt gehen könnte in den entsprechenden Kommunen. Dies erhöhe die Testbereitschaft.

12:40 Uhr: Laumann wiederholt Ankündigung: Bis Mitte Juli 60 Prozent der Menschen in NRW geimpft

Mit rund 5 Minuten Verspätung geht es los: Karl-Josef Laumann, NRW-Gesundheitsminister tritt vor die Presse. Zuerst nennt er die aktuellen Corona-Zahlen in NRW. 1077 Menschen seien aktuell in den Infenstivstation, 803 davon in der Beatmung. Aktuell seien in NRW 748 Intensivbetten frei. 465 Betten davon hätten Beatmungsmöglichkeiten.

NRW stecke mitten in der dritten Welle der Pandemie. Der Anstieg der Infektionen müsse nun gesenkt werden. Bis Mitte Juli des Jahres könnten 60 Prozent der Menschen in NRW geimpft werden. "Das wäre ein großer Schritt in der Pandemiebekämpfung." Die Lage in den Krankenhäusern sei angespannt, von einer Triage sei man jedoch weit entfernt.

12.25 Uhr: Laumann um 12.30 Uhr mit Pressekonferenz

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann informiert in einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage der Corona-Virus-Pandemie und zum aktuellen Impfgeschehen in Nordrhein-Westfalen. Wir halten dich hier im Ticker auf dem Laufenden und betten einen Live-Stream ein, sodass du die Rede des Gesundheitsministers live mitverfolgen kannst.

12.20 Uhr: FFP2-Maskenpflicht in Bussen und Bahnen

Wie die Verkehrsunternehmen am Freitag mitteilen, sind ab sofort nur noch FFP2-Masken oder KN95-Masken im Nahverkehr erlaubt. Fahrgäste dürfen mit Inkraftreten des neuen Infektionsschutzgesetzes nun keine medizinische Maske mehr im Öffentlichen Nahverkehr tragen.

10.19 Uhr: Nur noch zwei Kommunen mit Inzidenzen unter 100 - Notbremse droht überall

Die Corona-Notbremse wird fast alle Kommunen in NRW treffen. Am Freitag liegen aktuell nur noch zwei Kommunen unter dem Inzidenzwert von 100. Das sind Coesfeld (92,9) und Höxter (73,4).

8.20 Uhr: Laumann kritisiert Wert für Ausgangssperren

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte am Freitag im Radiosender WDR 5, der Inzidenz-Schwellenwert von 100 für Ausgangsbeschränkungen sei seiner Meinung nach zu niedrig angesetzt. Nächtliche Ausgangsbeschränkungen dürften nur das „allerletzte Mittel“ sein, wenn alle anderen Maßnahmen ausgeschöpft seien. In NRW gebe es schon in mehr als zehn Städten Ausgangsbeschränkungen, sagte Laumann. Das Oberverwaltungsgericht Münster habe die Systematik bestätigt.

06.26 Uhr: Ab wann gilt die Bundes-Notbremse in NRW?

Am Donnerstag war es endgültig offiziell: Die Bundes-Notbremse kommt und wird damit auch in NRW Anwendung finden. Ab wann sie in Kraft tritt und was sich dann alles in deiner Stadt ändert, liest du hier >>> Duisburg und Essen wollen bereits ab Samstag 0 Uhr mit den Ausgangssperren beginnen.

06.02 Uhr: Erste Abiturprüfungen starten in NRW unter Corona-Bedingungen

In Nordrhein-Westfalen beginnen für rund 90 000 Schüler am Freitag (09.00 Uhr) unter erschwerten Pandemie-Bedingungen die Abitur-Prüfungen. Es geht los mit dem Fach Englisch. Während der Klausuren müssen die Prüflinge eine medizinische Maske tragen. Wer keinen negativen Corona-Test vorlegen kann, muss die Klausur in einem separaten Raum schreiben, hatte das Schulministerium klargestellt. Die Voraussetzungen für faire Prüfungen und ein vollwertiges, bundesweit vergleichbares Abitur seien trotz der widrigen Umstände gegeben.

Die Landesschülervertretung sprach von einer sehr ungleichen Ausgangslage unter den Abiturienten, die über Monate auf Präsenzunterricht verzichten mussten. Das zentrale Abitur 2021 sei unfair.

Donnerstag, 22. April

20.12 Uhr: Duisburg und Essen verkünden Notbremse ab Freitagnacht

Wie die Stadt Duisburg mitteilte, werden die Notbremse-Regelungen aus dem Infektionsschutzgesetz in der Nacht auf Samstag (23./24. April) um 0 Uhr in Kraft treten. Damit gilt ab diesem Zeitpunkt auch eine nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr.

„Während der Distanzunterricht in den Schulen fortgeführt wird, werden in Duisburg zudem die Kindertageseinrichtungen ab Montag, 26. April, in einen Notbetrieb wechseln“, teilt die Stadt mit. „Darüber hinaus sind die bestehenden Regelungen der Coronaschutzverordnung des Landes NRW sowie der städtischen Allgemeinverfügung, insbesondere die Maskenpflicht, weiterhin zu beachten.“

Auch in Essen gelten ab Samstag, 24. April, um 0 Uhr, die neuen Regelungen.

16.58 Uhr: Nicht genug AstraZeneca-Dosen für alle Altersgruppen

In einigen Bundesländern wurde der Corona-Impfstoff von AstraZeneca für alle Altersgruppen freigegeben. In NRW wurde der Impfstoff ausschließlich an Menschen über 60 Jahren verimpft. Und daran wird sich in Zukunft auch voerst nichts ändern.

Der Grund: Die AstraZeneca-Reserven in NRW sind so gut wie aufgebraucht. „Daher gibt es keine Versprechen an andere Altersgruppen, die nicht einzuhalten sind“, schreibt die Staatskanzlei am Donnerstag auf Twitter.

14.29 Uhr: Bundes-Notbremse in Schulen ab der nächsten Woche

Mit der nun vom Bundesrat durchgewunkenen Bundes-Notbremse werden wohl in Nordrhein-Westfalen ab der kommenden Woche weitere Schulen vom Wechselunterricht wieder auf Distanzlernen umschalten. Das geänderte Infektionsschutzgesetz sieht vor, dass Präsenzunterricht an Schulen ab einer Wocheninzidenz von 165 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner gestoppt wird. Ausnahmen für Abschlussklassen bleiben möglich.

Die bundeseinheitliche Corona-Notbremse gelte selbstverständlich auch für NRW, betonte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag im WDR.

11.38 Uhr: Kitas ab Montag wieder dicht?

Für die meisten Kitas in Nordrhein-Westfalen zeichnet sich mit der neuen bundeseinheitlichen Corona-Notbremse bereits in der kommenden Woche ein eingeschränkter Kita-Betrieb ab. Gesetz sei Gesetz und solange ein Gericht nichts anderes feststelle, werde sich auch das bevölkerungsreichste Bundesland an die Vorgaben des Bundes halten, sagte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Donnerstag im Familienausschuss des Landtages in Düsseldorf.

Die Angebote der Kindertagesbetreuung sollten nach Wunsch des Bundesgesetzgebers bereits ab einer Inzidenz von 165 in die Notbetreuung übergehen. Diese Regelung trete vermutlich für die Kindertagesbetreuung bereits am kommenden Montag in Kraft. Bei den Kita-Beiträge kündigte Stamp eine Entlastung der Familien an.

Stamp kündigte eine klare Regelung für die Kommunen mit einer Inzidenz von 165 und mehr in NRW an. Derzeit müssten aber noch Detailfragen dazu geklärt werden. Die Überlegungen gingen zu einer Notbetreuung, die sich aber nicht an einer Berufsgruppendefinition mit der sogenannten kritischen Infrastruktur sondern an den Bedarfen orientieren solle. „Was mir jedoch besonders wichtig ist und was ich bereits jetzt zusichern kann: Dort, wo die Betreuung erforderlich ist, beispielsweise um familiäre Überforderungssituationen abzuwenden und das Kindeswohl zu sichern, wird es weiterhin das Angebot zur Betreuung geben“, unterstrich der NRW-Familienminister.

09.51 Uhr: Änderung der Impfreihenfolge? Gesundheitsminister spricht Klartext

Nordrhein-Westfalen will vorerst an der Impfreihenfolge für Astrazeneca festhalten. Noch gebe es im Land viele Menschen über 60 Jahren, die das Impfangebot mit Astrazeneca gerne annähmen, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag dem WDR. „Wenn Astrazeneca nicht mehr gewünscht wird, werden wir solche Überlegungen machen.“

In drei Bundesländern - in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern - ist der Impfstoff inzwischen für alle Altersgruppen freigegeben worden. Bei Menschen unter 60 Jahren ist jedoch vor dem Spritzen eine ausführliche ärztliche Beratung notwendig. In der Regel soll der Astrazeneca-Impfstoff in Deutschland wegen sehr seltener Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) seit dem 31. März eigentlich nur noch bei Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden.

8.22 Uhr: 18 Kreise überschreiten kritischen Inzidenz-Wert von 200

In Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) knapp 6700 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 173,4, wie aus den Angaben des RKI und des Landeszentrums Gesundheit NRW (LZG) am Donnerstagmorgen hervorging. Am Mittwoch hatte dieser Wert bei 170,5 gelegen.

Am Dienstag und Mittwoch hatte eine massive Störung im IT-Netz der Landesverwaltung unter anderem Auswirkungen auf die Übermittlung der Corona-Zahlen durch einige Gesundheitsämter. Eine LZG-Sprecherin sagte am Donnerstag, die nun ausgewiesenen Zahlen seien aber wieder korrekt.

In 18 kreisfreien Städten und Kreisen von Nordrhein-Westfalen liegt die Corona-Neuinfektionsrate laut RKI über der Marke von 200.

Mittwoch, 21. April

22.01 Uhr: Irre Corona-Maßnahme in Duisburg

Mit einer neuen Maßnahme will die Stadt Duisburg vor allem die Bürgerinnen und Bürger erreichen, die nicht besonders gut Deutsch sprechen. Was man sich dafür ausgedacht hat, erfährst du HIER <<<.

17.56 Uhr: Laumann will bis Juli 60 Prozent der NRW-Bevölkerung impfen

Bis Juli können nach Einschätzung von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) rund 60 Prozent der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen gegen Corona geimpft werden. Im Mai sei die Menge an Impfstoffen zwar noch begrenzt, aber im Juni werde man aber über „erhebliche Impfstoffmengen verfügen“, sagte Laumann (CDU) am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtags.

Dann müsse das Impfsystem auch für Betriebsärzte geöffnet werden. Das bedeute, dass spätestens dann die Priorisierung in der Impfreihenfolge „faktisch nicht mehr greift“, so Laumann. „Wir können es schon schaffen, dass wir bis Juli 60 Prozent der nordrhein-westfälischen Bevölkerung impfen können.“

16.22 Uhr: Möbelhaus in Oberhausen verlangt für Gratis-Schnelltest plötzlich 25 Euro!

Eine ehemalige Corona-Patientin (65) aus Oberhausen folgte einer „Click & Meet“-Anzeige des Möbelhauses XXL. In der Werbung wurde ein kostenloser Corona-Test auf dem Filialgelände versprochen.

Doch vor Ort verlangten die Mitarbeiter 25 Euro für den Test – im Gegenzug für einen 25-Euro-Einkaufsgutschein.

Die Kundin warf dem Möbelhaus bewussten Betrug am Kunden vor. Ein Sprecher des Händlers wies die Anschuldigungen zurück und entschuldigte den „Fehler“. Mehr dazu bei der „WAZ“.

15.43 Uhr: Stadt Essen bietet Impftermin-Buchung über Eventim an

Ticket-Anbieter Eventim soll der Stadt Essen bei der Vergabe von Impfterminen unter die Arme greifen. Im März hatte es in Dortmund bereits eine ähnliche Kooperation gegeben. Das berichtet die „WAZ“.

Seit Mittwochmorgen ist die Website „www.impftermin-essen.de“ aufrufbar. Dort können sich zunächst je zwei Kontaktpersonen von pflegebedürftigen oder schwangeren Menschen ihre Impftermine buchen. Dem Ordnungsdezernat zufolge betreffe das rund 60.000 Essener.

15.00 Uhr: Fast so viele Intensivpatienten wie Ende Dezember

Die Auslastung der Intensivstationen in NRW mit Corona-Patienten nähert sich wieder dem Höchststand an.

Laut der Landesregierung werden aktuell 1043 Covid-19-Erkrankte auf den Intensivstationen behandelt. (Stand 21.04.) Der bisher höchste Stand lag im Dezember 2020 bei 1165 Intensivpatienten. Dieser war in Köln bereits vor einer Woche überschritten worden.

Die Gesamtzahl aller Corona-Patienten in den Krankenhäusern von NRW ging in Tagesfrist um 33 auf 3842 zurück. Der bisherige Höchststand in der Pandemie lag Ende Dezember hier bei 6000.

13.29 Uhr: Stadt Essen warnt vor Falsch-Informationen bei Impfterminen

Die Stadt Essen warnt aktuell bei Twitter vor falschen Informationen bezuüglich Impfterminen, die über die Messenger-Funktion von Smartphones verschickt werden. „Darin werden Impftermine in privaten Wohnungen angekündigt. Absender ist angeblich das Gesundheitsamt. Diese Benachrichtigungen sind falsch!“, mahnt die Stadt.

Die Polizei sei bereits informiert worden. Bürger sollen nicht auf die Nachricht antworten und das Angebot nicht annehmen.

12.00 Uhr: Abiprüfungen starten unter erschwerten Bedingungen Schüler finden es unfair

An diesem Freitag (23.04.) beginnen in Nordrhein-Westfalen für rund 90 000 Schüler unter erschwerten Corona-Bedingungen die Abitur-Prüfungen. Laut dem Schulministerium sei sichergestellt, dass die Schüler ihre Prüfungen fair ablegen können und diese zu einem vollwertigen und bundesweit vergleichbaren Abitur führen würden.

Die Landesschülervertretung widersprach hingegen den Aussagen des Schulministeriums. Den angehenden Abiturienten fehle es an Unterrichtsstoff. So habe es vier bis fünf Monate weniger Unterricht in Präsenz gegeben als gewöhnlich, schilderten Johanna Börgermann und Thomas Niebuer vom LSV-Vorstand.

„Die Ausgangslage ist sehr ungleich“, sagte Niebuer. Die Voraussetzungen seien einerseits je nach Schule und Lehrkraft-Engagement stark unterschiedlich ausgefallen. Und auf Schülerseite habe der Distanzunterricht für manche sehr gut funktioniert. Andere hätten daheim jüngere Geschwister betreuen müssen oder technisch keine ausreichenden Möglichkeiten gehabt. „Dieses zentrale Abitur ist unfair.“

9.05 Uhr: Ab Freitag Impftermine für alle Menschen ab 70 Jahren

Wer im Jahr 1950 oder 1951 geboren wurde, kann ab Freitag (23.04.) ab 8 Uhr einen Impftermin vereinbaren. Das verkündete Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Für alle Bürger und Bürgerinnen ab 70 Jahren ist die Terminvergabe dann freigeschaltet. Auch Lebenspartner können unabhängig von ihrem Alter einen Impftermin vereinbaren. Je nach Verfügbarkeit sollen die Impfstoffe der Hersteller Biontech oder Moderna zum Einsatz kommen.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erklärt: „Nordrhein-Westfalen hat einen weiteren wichtigen Meilenstein bei den Impfungen gegen das Corona-Virus erreicht.“

7.30 Uhr: Mann geht bei Ausgangssperre auf die Straße – mit dieser üblen Abzocke hat er nicht gerechnet

Ein 36-jähriger Mann aus Hagen war am Freitagabend (16.04.) um 21 Uhr trotz Ausgangssperre noch mit seinem Auto unterwegs. Plötzlich wurde er von zwei Insassen eines dunklen Mercedes angehalten, die dem Hagener eine rot leuchtende Kelle zeigten.

Die zwei Männer gaben sich gegenüber dem 36-Jährigen als Mitarbeiter der Ordnungspolizei aus, welche angeblich die Ausgangssperre in Hagen kontrollieren würde. Sie erzählten dem Hagener, dass eine Strafe von 2.000 Euro fällig sei, man sich bei einer Direktzahlung vor Ort aber auf 250 Euro einigen könne. Da die Ordnungskontrolle dem 36-Jährigen ziemlich spanisch vorkam, fragte er etwas genauer bei den beiden Unbekannten nach. Daraufhin flüchteten diese schnell mit ihrem Mercedes.

Polizeibeamten gegenüber sagte der Hagener, dass es sich bei der Betrugsaktion um zwei Männer im Alter von 20 - 25 Jahren handelte, die OP-Masken trugen. Die Polizisten leiteten sofort eine Fahndung ein, konnten das Fahrzeug aber bislang nicht mehr auffinden. (red mit dpa)