Corona in NRW: Hendrik Wüst pocht auf Corona-Impfung – „Um Himmels willen“ ++ NRW geht 2G-plus-Sonderweg

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Diese Impfstoff-Arten gibt es und so funktionieren sie.

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Neues Jahr, alte Probleme. Corona hat NRW noch immer fest im Griff.

Wegen der rasant steigenden Infektionszahlen zieht NRW jetzt die Reißleine. Im Kampf gegen Corona verschärft Nordrhein-Westfalen ab Donnerstag erneut die Regeln. Doch die neuen Maßnahmen betreffen nicht alle. Außerdem macht sich Ministerpräsident Hendrik Wüst für eine Impfpflicht stark.

Alle Infos zu Corona in NRW bekommst du hier in unserem News-Blog.

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Corona in NRW (Stand: 12. Januar):

  • 7-Tage-Inzidenz: 395,7
  • Neuinfektionen zum Vortag: 14.800 Fälle
  • Erstimpfungen in Prozent: 78,6
  • Vollständige Impfung in Prozent: 75,0
  • Booster-Impfungen in Prozent: 46,0
  • Todesfälle insgesamt: 20.674

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Mittwoch, 12. Januar

12.14 Uhr: Hendrik Wüst pocht auf Corona-Impfung – „Um Himmels willen“

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat seine Forderung nach einer zügigen Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht untermauert. Einer Studie zufolge wäre die Hälfte der bisher Ungeimpften durch die Pflicht bereit, das Vakzin verabreicht zu bekommen, bei der anderen Hälfte „wird es komplizierter“, sagte Wüst vor der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung in Düsseldorf. Die einfacheren Fälle sollte man mit der Pflicht „im Frühjahr, im Frühsommer einsammeln“ und sich danach „denen widmet, die sich etwas schwerer tun“.

Und was tun mit den Menschen, die auch nach Einführung der Pflicht nicht bereit sind zur Impfung? Mit Blick auf Verweigerer sollte man derzeit „nicht über riesengroße Bußgelder“ reden, vielmehr könne man zukünftig in solchen Fällen „staffeln und differenzieren“.

Werde das jetzige Impftempo einfach nur fortgesetzt, wäre die Impfquote Ende 2022 noch viel zu niedrig, sagte der CDU-Politiker. Die Impfpflicht wäre Teil einer vorausschauenden Pandemiepolitik, „damit wir nicht im nächsten Winter wieder sagen, "Um Himmels Willen, jetzt haben wir doch nicht die Impfquote, die wir brauchen, das haben wir doch alle schon im Januar gewusst."“

Es müsse unbedingt vermieden werden, dass der nächste Winter abermals durch Kontaktbeschränkungen und andere Maßnahmen gekennzeichnet sei. „Deshalb brauchen wir in diesem Jahr eine weitgehende Durchimpfung der Bevölkerung.“ Er appellierte an die Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP, bei dem Thema zügig voranzukommen. „Wir brauchen ein klares Commitment der Ampel zur Impfpflicht.“

Dienstag, 11. Januar:

22.12 Uhr: Gelsenkirchen lockert Corona-Regeln

Gelsenkirchen geht den Sonderweg. Während die Corona-Maßnahmen überall verschärft werden, lockert die Stadt eine Regel für alle. Mehr dazu hier >>>

21.11 Uhr: 27-Jährige stirbt mit Corona in Essen

Wie die Stadt Essen mitteilt, sind in der ersten Januarwoche drei Menschen mit Corona verstorben, darunter auch eine 27-jährige Essenerin. Sie starb vergangenen Donnerstag im Philippusstift und habe an einer Vorerkrankung gelitten, teilte die Stadt gegenüber der „WAZ“ mit. Sie sei das drittjüngste Opfer der Pandemie in Essen.

Seit Beginn der Pandemie sind nach Angaben der Stadt 669 Essener in Verbindung mit der Infektion verstorben. „Das Mitgefühl gilt den Familien und den Angehörigen“, teilte die Stadt Essen mit.

16.50 Uhr Corona in NRW: Booster befreit von 2G-plus-Regel

Jetzt ist es offiziell. Ab Donnerstag gelten in NRW strengere Corona-Regeln. Selbst doppelt Geimpfte oder Genesene müssen dann einen negativen Test vorlegen, wenn sie am sozialen Leben teilhaben wollen.

Wie NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag mitteilte gilt die neue 2G-plus-Regel unter anderem in der Gastronomie, im Freizeit- Sport- und Fitnessbereich.

Allerdings gibt es eine Ausnahme: Wer eine Corona-Booster-Impfung bekommen hat, wird in vielen Bereichen von der Testpflicht befreit. Sonderregelung in NRW: Nicht nur für Geboosterte gilt diese Erleichterung, sondern auch für alle, die zweimal geimpft und gleichzeitig in den letzten drei Monaten eine Corona-Infektion überstanden haben, sagte Laumann. Sie dürften genau wie Geboosterte Sport ohne Test treiben oder Kneipen und Co. besuchen.

In anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, dem Saarland oder Hessen gelten heute schon entsprechende 2G-plus-Regeln.

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Bund und Länder hatten sich am vergangenen Freitag beim Corona-Gipfel mehrheitlich auf Verschärfungen geeinigt. Sachsen-Anhalt und Bayern verzichten jedoch in der Gastronomie auf die 2G-plus-Regel. (red mit dpa)