Corona-Demos in NRW: Jetzt schlägt Innenminister Reul Alarm – „DAS macht uns richtig Sorge“

Corona-Demos in NRW bereiten dem Innenminister große Sorgen.
Corona-Demos in NRW bereiten dem Innenminister große Sorgen.
Foto: imago images

Die Corona-Demos in NRW bereiten der Politik zunehmend Sorge!

Das machte Innenminister Herbert Reul in einer Sitzung des Innenausschusses des Landtags am Donnerstag deutlich.

NRW: Corona-Demos bereiten Innenminister Sorgen

Die Behörde stelle fest, dass Links -und Rechtsextremisten die Demonstrationen missbrauchen würden, um in der Mitte der Gesellschaft Fuß zu fassen. „Die Menschen, die derzeit verletzlich sind, sollen politisch instrumentalisiert werden“, so Reul.

„Das macht uns richtig große Sorge“, sagte der Innenminister weiter.

In NRW gab es am vergangenen Wochenende 50 Versammlungen mit Corona-Bezug. Dabei waren etwa 1700 Teilnehmer. Häufig handele sich dabei um nicht mehr legitime Proteste, sondern um „pure Provokation“. Dabei würden die Demonstranten nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern die von ihren Mitmenschen aufs Spiel setzen.

Unterwanderungsversuche durch Extremisten

Die Behörde beobachtet, dass es Versuche gebe, die Demonstrationen zu unterwandern. Beispielsweise in Dortmund mischten sich Rechtsextreme unter die Demonstranten, verteilten das Grundgesetz. Ein 23-jähriger Rechtsextremer griff drei Journalisten an und beleidigte sie.

In Köln zogen 800 Menschen bei einer nicht angemeldeten Demo durch die Stadt. Teils sollen Polizisten absichtlich angehustet worden sein. Passanten wurden aufgefordert, ihre Masken abzunehmen, Bierflaschen kreisten. Sprich: die Corona-Regeln wurden mit Füßen getreten. Laut Innenminister soll es bei den Teilnehmern um eine Mischung aus bürgerlichem Spektrum, Rechtsextremen, Verschwörungstheoretikern und Esotherikern gehandelt haben. Auch in Düsseldorf und anderen Städten kam es zu Corona-Demos.

Die Behörde stellt dabei zwei zentrale Verschwörungstheorien fest: Zum einen, dass die Regierung die Pandemie ausnutze, um ihre Diktatur zu errichten. Und zum anderen die mithilfe einer Impfflicht die weltweite Überwachung durchzusetzen.

„Die allermeisten sind vernünftig und glauben solchen Quatsch nicht“, betont Reul.

Widerstand 2020 ruft zu Sturm auf Supermärkte ohne Masken auf

Besonders im Blick habe man etwa Gruppen wie die Corona Rebellen, deren Gründer aus Jüchen der Reichsbürger-Szene zugerechnet wird. Und auch die Gruppe Widerstand 2020 ist im Blick.

Was sie gemeinsam haben: sie organisieren sich zunehmend im Chat Telegram. Hier erfolgt die Planung von Aktionen und die Verteilung von Verschwörungstheorien.

So sei in der „Widerstand 2020“-Gruppe etwa zu Verabredungen zum gemeinsamen Sturm ohne Maske auf Supermärkte und Baumärkte aufgerufen worden. Denn Masken seien überflüssig und würden der Gesundheit schaden, so die verbreitete Vorstellungen in diesen Kreisen. „Das ist kein Kleinkram mehr“, machte Reul klar.

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Reul will mehr Transparenz der politischen Maßnahmen und Aufklärung über Fake-News und Verschwörungstheorien entgegenhalten. Außerdem soll noch besser beobachtet und konsequent verfolgt werden.

Denn die Angst vor einer Zunahme an Gewalt sei groß. Auch für das kommende Wochenende sorgt sich das Innenministerium vor weiteren Demos – und einer möglichen Vermischung von Fußball-Fans und Corona-Demonstranten in den Städten NRWs. >>> hier mehr zu den Hintergründen

Auch Steeler Jungs haben Demo angekündigt

In Duisburg und Essen wurden für Samstag bereits Demonstration angekündigt. In Essen sei eine Demonstration gegen die Corona-Regeln mit 500 Demonstranten auf dem Grugavorplatz geplant, heißt es von der Polizei Essen auf DER WESTEN-Nachfrage.

Für Montag haben sich dann auch die „Steeler Jungs“ angekündigt. Auch sie sorgen sich offenbar um den Schutz des Grundgesetzes.

 
 

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