Corona in NRW: Ordnungsamt kontrolliert in Supermärkten – und stellt ausgerechnet DAS fest

Verschwörungstheorien - warum sie in Krisen so viele Menschen anziehen

5G-Netze, Bill Gates, ein Laborunfall in Wuhan: Um den Ursprung von Covid-19 ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien. Für Experten ist das keine Überraschung. In Krisen geben sie einigen Menschen demnach zumindest ein Gefühl von Kontrolle zurück.

Beschreibung anzeigen
  • Alle aktuellen News und Entwicklungen hier

Corona bestimmt weiterhin den Alltag in NRW.

Langsam aber sicher führen die Lockerungen auch zur Rückkehr zu einer gewissen Normalität in NRW: Zoos, Friseure und Museen sind wieder geöffnet. Seit dem 7. Mai gelten weitere Lockerungen, beispielsweise für Spielplätze, Sport, Schulen. Auch für Gaststätten ändert sich nun einiges.

Coronavirus in NRW: Die neusten Entwicklungen rund um Covid-19 im News-Blog

Welche Entscheidungen trifft die Regierung? Wie entwickelt sich die Infiziertenzahl? Was passiert in NRW?

Alle Informationen, Zahlen und Fakten zum Coronavirus bekommst du hier in unserem News--Blog.

-----------------

Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

-----------------

+++ News-Blog aktualisieren +++

Dienstag, 26. Mai

18.37 Uhr: Ordnungsamt kontrolliert in Bochum und stellt mehrere Verstöße fest

Das Ordnungsamt in Bochum hat in der Coronazeit allerhand zu tun. Wie die Stadt aber jetzt mitteilt , stellten die Beamten „leider vermehrt Verstöße fest“. Viele Supermärkte würden sich nicht an die Einlasskontrollen halten. Auch mangele es dort an Desinfektionsmittel und Beschäftigte würden nicht den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Auch haben sich viele Bürger an die Behörde gewandt, weil an Supermarkttischen oder in Warteschlangen der Mindestabstand nicht eingehalten würde.

Weiter heißt es bei der Stadt: „Das Ordnungsamt ahndet solche Verstöße, da die Einhaltung der Hygieneauflagen und Abstandsregeln nach wie vor unerlässlich sind, um die Corona-Pandemie einzudämmen.“

15.11 Uhr: Eltern müssen nur die Hälfte der Kita-Gebühren in NRW zahlen

Zur Entlastung der Eltern in der Corona-Krise werden die Beiträge für die Kindertagesbetreuung in Nordrhein-Westfalen für die Monate Juni und Juli zur Hälfte erlassen. Darauf hat sich die Landesregierung mit den Kommunen verständigt. Die Entlastung gelte für Kindertageseinrichtungen und für die Betreuung bei Tageseltern, erklärte Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Dienstag in Düsseldorf. Die konkrete Abwicklung sei Sache der Kommunen.

Für April und Mai waren die Elternbeiträge vollständig ausgesetzt worden.

08.50 Uhr: Übersterblichkeit durch Corona

In Nordrhein-Westfalen sind im April nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes etwa 17 600 Menschen gestorben - 500 mehr als im Vorjahresmonat. Das entspricht einem Zuwachs um drei Prozent, wie das Landesamt am Dienstag mitteilte. „Im April 2020 starben mehr Menschen als in jedem anderen April der letzten sechs Jahre“, heißt es in der Mitteilung. Ob der Zuwachs auf die Corona-Pandemie zurückzuführen ist, lasse sich an den Zahlen allerdings nicht festmachen, sagte ein Sprecherin.

Während der Grippesaison steigen die Sterbefallzahlen in der Regel von Dezember bis März an und sinken ab April wieder ab. Auch in diesem Jahr sei das der Fall gewesen – der Rückgang fiel aber vergleichsweise geringer aus (März: knapp 19 000 Todesfälle). Die Zahl der Sterbefälle sei im April dieses Jahres auch höher gewesen als im April 2018, als eine Influenza-Welle zu höheren Sterbefallzahlen im Frühjahr geführt hatte.

06.41 Uhr: Neue Lockerungen der Corona-Beschränkungen in NRW?

Das Landeskabinett in NRW berät am Dienstag (14 Uhr) über weitere mögliche Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Ob es neue weitreichende Entscheidungen geben wird, ist offen.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte bereits vor drei Wochen einen sogenannten Nordrhein-Westfalen-Plan vorgelegt. Er sieht ab Samstag zahlreiche weitere Erleichterungen in den Bereichen Wirtschaft, Freizeitgestaltung, Sport und Kultur vor - allerdings in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen. Die Gruppe der akut Infizierten hat sich nach aktuellen Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums innerhalb einer Woche um 585 Fälle auf 3360 verringert.

Laut Plan sollen in NRW ab dem 30. Mai auch Hallen- und Spaßbäder wieder öffnen dürfen - ebenso wie Theater, Kinos, Opern und Konzerthäuser - unter Wahrung von Mindestabstand und Hygiene-Auflagen. Konkrete Vorgaben - etwa für den Kinobesuch - sind bislang allerdings noch nicht festgelegt worden.

Montag, 25. Mai

17.42 Uhr: Bedürftige Schülerin verlangt ein Tablet - und bekommt Recht

Eine Schülerin, die Grundsicherung erhält, hat Anspruch auf ein für die Teilnahme am digitalen Schulunterricht erforderliches Tablet. Das hat das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen (LSG) in einem Montag veröffentlichten Beschluss entschieden. Das Gericht sprach von einem „pandemiebedingten Mehrbedarf“.

Anlass für die Feststellung war der Eilantrag einer Achtklässlerin aus dem Kreis Recklinghausen. Die 14 Jahre alte Gymnasiastin bezieht Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II. Ende Januar 2020 beantragte sie beim Jobcenter einen internetfähigen Computer und legte eine Bestätigung der Schule vor, wonach sie diesen für Hausaufgaben benötige. Das Jobcenter und erstinstanzlich auch das Sozialgericht Gelsenkirchen verneinten jedoch einen Anspruch.

Den sah das LSG jedoch grundsätzlich als gegeben. Die geltend gemachten Kosten stellten einen unabweisbaren, laufenden Mehrbedarf dar, der anzuerkennen sei. Der Bedarf für die Anschaffung eines Computers zur Teilnahme an pandemiebedingtem Schulunterricht sei im sogenannten Regelbedarf jedoch nicht berücksichtigt. Die Höhe des geltend gemachten Bedarfs sei mit etwa 150 Euro zu veranschlagen.

Im konkreten Fall verpflichtete das LSG das Jobcenter jedoch nicht zur Kostenübernahme. Der Schülerin sei mittlerweile durch die Schule die Nutzung eines Laptops aufgrund einer privaten Spende ermöglicht worden, begründete das Gericht seine Entscheidung. Anders als die Vorinstanz sprach das Landesgericht der Jugendlichen allerdings Prozesskostenhilfe zu.

14.20 Uhr: Security-Mitarbeiter spricht Mann ohne Mundschutz an, dann knallt es

Immer wieder kommt es wegen der Maskenpflicht in Supermärkten und Geschäften zu handfesten Auseinandersetzungen. So auch in Gelsenkirchen. Ein 29-jähriger Security-Mitarbeiter eines Supermarktes auf der Overwegstraße in Schalke sprach am Freitagabend einen 22-jährigen Kunden im Eingangsbereich des Geschäfts an, weil er keinen Mund-Nasenschutz trug.

Daraufhin kam es zu einer Rangelei zwischen dem 29-Jährigen, dem 22-Jährigen und einem 24-jährigen Begleiter. Die beiden jungen Gelsenkirchener schlugen auf den 29-Jährigen ein und verletzten ihn leicht, so dass er vor Ort durch die Sanitäter eines Rettungswagens ambulant behandelt werden musste.

14.00 Uhr: Irre Kneipen-Szene in Dortmund

Bei einer Gaststättenkontrolle in der Dortmunder Innenstadt stellten Polizisten in der Nacht zum Sonntag diverse Verstöße gegen die Corona Schutzverordnung fest. Offenbar für jedermann sichtbar hielten sich gegen 1.40 Uhr rund 20 Personen vor der Kneipe auf. Als die Polizisten eintrafen, verließen etwa 35 weitere Gäste das Lokal. Weil sich im Innern noch weitere 15 Gäste aneinander drängten, konnten die geltenden Infektionsschutzstandards unmöglich eingehalten werden. Weder konnten im Lokal Desinfektionsmittelspender noch das Tragen von Schutzmasken festgestellt werden.

70 Gäste erhielten einen Platzverweis. Die Polizei untersagte den Betrieb der Gaststätte

7.30 Uhr: 84 Neuinfektionen, 8 Tote

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen um 84 gestiegen. Acht weitere Menschen mit einer Coronavirus-Erkrankung sind seit Samstag gestorben, wie das NRW-Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte. Damit stieg die Zahl der Corona-Toten im Land auf 1562. Seit Ausbruch der Pandemie wurden bis Sonntag insgesamt 37 204 Menschen im Land positiv auf das Coronavirus getestet.

6.00 Uhr: Corona-Ausbruch in Düsseldorf! 23 Bewohner von Pflege- und Seniorenheim positiv getestet

Riesen-Schock in Düsseldorf! In einem Pflegeheim in Benrath ist ein Ausbruch von Corona-Infektionen festgestellt worden. Ein Mitarbeiter der Einrichtung hat über Erkältungssymptome geklagt und sich privat testen lassen. Dem Gesundheitsamt ist am Dienstag der positive Befund übermittelt worden, das Pflegeheim wurde sofort informiert. Ein Besucherstopp wurde angeordnet, alle Mitarbeiter durften nur noch mit FFP2-Masken dort arbeiten.

Am Freitag sind dann alle Bewohner (über 100 Personen) der Einrichtung getestet worden. Bei 23 von ihnen war das Testergebnis positiv. Bislang ist nur eine Bewohnerin in eine Klinik eingeliefert worden, alle anderen sind noch symptomfrei, bleiben in Quarantäne. Es handelt sich laut Stadt um den ersten größeren Ausbruch in einem Düsseldorfer Pflegeheim.

(DER WESTEN mit dpa)

 
 

EURE FAVORITEN