Corona in NRW: Knallharte Kontaktbeschränkungen – das sind die Pläne von Armin Laschet

Nicht nur Corona: das waren die größten Epidemien der Menschheit
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Die zweite Corona-Welle hat NRW voll im Griff. Mittlerweile gilt bis auf einen Kreis das ganze Land als Risikogebiet. Das hat weitreichende Folgen. Mittlerweile wurden zahlreiche Weihnachtsmärkte abgesagt, ein neuer Lockdown droht.

Das Land NRW greift wegen Corona durch. Zusammenkünfte von mehr als fünf Personen sind verboten, Feiern von mehr als 25 Personen ebenso. In vielen Innenstädten gilt jetzt auch draußen eine Maskenpflicht. Alle neuen Entwicklungen kannst du hier im News-Blog verfolgen.

+++ Corona in NRW: RKI meldet brisante Infektionszahlen ++ Krasser Trend auf Intensivstationen +++

Corona in NRW: Immer mehr Risikogebiete

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Mittwoch, 28. Oktober

6.30 Uhr: Armin Laschet will harte Kontaktbeschränkungen in heutiger Sitzung durchsetzen

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zieht am Mittwoch mit einem konkreten Forderungskatalog in die Bund-Länder-Beratungen zum Corona-Krisenmanagement. Kernpunkt: Eine bundesweit einheitliche Wiedereinführung strengerer Kontaktverbote.

Im Visier hat der CDU-Bundesvize vor allem den Privat- und Freizeitbereich. Kitas, Schulen und die Wirtschaft sollen verschont werden. Einen Lockdown mit Herunterfahren des gesamten öffentlichen Lebens oder Ausgangssperren will der CDU-Bundesvize nicht.

Stattdessen will Laschet in der Video-Konferenz der 16 Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dafür werben, dass alle privaten Treffen auf das gesellschaftlich notwendige Maß beschränkt werden. Alle privaten Feiern und überflüssigen sozialen Kontakte sollten aus seiner Sicht jetzt abgesagt werden. Die Frage, ob er auch Polizeikontrollen in den Wohnungen haben wolle, verneinte er allerdings.

Dienstag, 27. Oktober

17.40 Uhr: Laumann: „Bundesliga sollte ohne Zuschauer stattfinden“

Auf Nachfrage sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, dass auch die Bundesliga ohne Zuschauer stattfinden sollte. Das werde sich aber erst nach der Sitzung mit Kanzlerin Merkel entscheiden.

17.24 Uhr: Laschet: „Brauchen Regeln, die klar und verständlich sind“

Man brauche außerdem genügend Schutzausrüstung. „Wir brauchen Regeln, die für die Bürger klar und verständlich und für die Regierungen rechtssicher sind. Beschlüsse, die niemand nachvollziehen kann, verlieren Akzeptanz. Wir können ankündigen, dass die Polizei in den nächsten Tagen verstärkt auf die Regeln achten und notfalls Verstöße ahnden werden.“

Außerdem habe man beschlossen, die Gesundheitsämter mit 25 Millionen Euro zu unterstützen, um die Behörden personell stärker auszustatten.

17.15 Uhr: Ministerpräsident Laschet: „Zweite Corona-Welle rollt über NRW“

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat im Anschluss das Wort ergriffen: „Die bisher getroffenen Maßnahmen haben offenkundig nicht ausgereicht. Der Monat November ist der Monat der Entscheidung.“

Der Landesvater weiter: „Wir müssen den größtmöglichen Sicherheitsschutz für unsere Bevölkerung sicherstellen, ohne einen zweiten Lockdown zu riskieren. Das können wir nicht wollen. Um das zu erreichen, brauchen wir verschiedene Instrumente. Wir brauchen eine strengere Rückverfolgung zu Kontakten. Wir werden daher über eine bundesweit strengere Kontaktbeschränkung sprechen müssen. Das Problem entsteht durch den Kontakt zu anderen Menschen.“

17.10 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Laumann zeichnet düsteres Corona-Bild

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat zu Beginn der Pressekonferenz mit Ministerpräsident Laschet ein düsteres Bild über die Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen gezeichnet: „Wir haben hier eine Entwicklung, dass zurzeit jeder Infizierte 1,5 andere Menschen ansteckt. Solange diese Zahl so hoch ist, werden wir eine sehr dynamische Entwicklung haben werden. Das geht immer schneller.“

Und weiter: „Es ist dringend notwendig, dass wir zu einer Reduzierung der Infektionszahlen kommen müssen.“

14.32 Uhr: Kündigt NRW-Ministerpräsident Laschet verschärfte Corona-Maßnahmen an?

NRW-Ministerpräsident Laschet berät am Dienstagnachmittag mit der Landesregierung weitere Maßnahmen zur Eindämmung von Corona. Für 17 Uhr hat der CDU-Politiker eine Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann angekündigt.

Am Mittwoch findet der Gipfel der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel statt.

14.09 Uhr: Bittere Nachricht für alle Jecken - Karnevalsauftakt am 11.11. fällt ins Wasser

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) hat am Dienstag klargestellt, dass der Karnevalsauftakt am 11.11. dieses Jahr wegen Corona ausfallen muss. „Wir alle müssen auf das Feiern am 11.11. verzichten“, sagte Reker bei einer Pressekonferenz im Historischen Rathaus in Köln. „Diesmal wird nicht gefeiert, diesmal wird nicht gesungen, diesmal wird nicht geschunkelt, diesmal wird nicht getanzt. Diesmal gibt es keinen 11.11. Es ist in diesem Jahr nur ein Tag im Kalender wie jeder andere auch.“ An die Bürger appellierte sie: „Bleibt bitte alle zu Hause. Feiert auch zu Hause nicht.“

Wie die Bild schreibt, wird es ein Alkoholverbot außerhalb von Gaststätten an dem Tag geben.

11.07 Uhr: NRW offen für Quarantäne vor den Weihnachtsferien

Niedersachsen prüft derzeit den Vorschlag der CDU, den Präsenzunterricht an Schulen schon Tage vor den Ferien auszusetzen. Die Schüler könnten dann ab dem 18. Dezember von zu Hause aus lernen, statt bis zum 22. Dezember die Schule zu besuchen. Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) hatte zuvor darüber berichtet. Durch die Quarantäne vor Weihnachten würde das Risiko einer Infektion mit dem insbesondere für ältere und kranke Menschen gefährlichen Coronavirus nach Einschätzung der Christdemokraten deutlich verringet werden.

Auch NRW ist für den Vorschlag offen, wie die WAZ berichtet. „Die besondere Bedeutung eines Weihnachtsfestes im Kreise der Familie stehe außer Frage“, so ein Sprecher des Schulministeriums auf Nachfrage der WAZ (Bezahlinhalt). Der Vorschlag werde daher wie andere intensiv diskutiert.

08.12 Uhr: Nur noch ein Kreis in NRW unter kritischer Corona-Schwelle von 50

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts liegt nur noch ein Kreis in NRW unter der Warnschwelle von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Der Kreis Soest verzeichnete demnach am Dienstagmorgen den Wert von 40,8. Die Kreise Paderborn (50,7) und Euskirchen (71,3) rissen im Gegensatz zum Montag nun die 50er-Schwelle. Landesweit lag die sogenannte Inzidenz am Dienstagmorgen (Stand: 0.00 Uhr) bei 116,8. An der Spitze lag Solingen mit rund 206 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche.

Von Montag auf Dienstag gab es in NRW 3678 neue Infektionen mit Corona, so das RKI.

Montag, 26. Oktober

17.45 Uhr: Münster sagt Weihnachtsmärkte ab

Wegen der Corona-Fallzahlen werden sämtliche Weihnachtsmärkte in Münster ausfallen. Diesen Entschluss hat die Stadtverwaltung am Montag in einer kurzfristig einberufenen Sitzung gemeinsam mit den Veranstaltern getroffen.

17.30 Uhr: Dehoga NRW enttäuscht über Gerichtsurteil

Der Deutsche Hotel- und Gastronomieverband NRW (Dehoga) ist sehr enttäuscht über die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster, die Sperrstunden-Regelung bestehen zu lassen. Bernd Niemeier, Präsident des DEHOGA NRW: „Für uns ist und bleibt die Einführung einer Sperrstunde unverhältnismäßig. Die vage Aussicht, dass sich das Infektionsgeschehen dadurch verbessern könnte, reicht uns weiterhin nicht aus. Maßnahmen müssen auf Fakten basieren. Und die haben uns gefehlt. Für viele Betriebe, die nach 23 Uhr ihr Hauptgeschäft machen, ist das eine weitere Katastrophe. Aus einer Bar macht man nun mal kein Café mit Kaffee und Kuchen.“

17.00 Uhr: Baesweiler mit Inzidenzwert 554

In Baesweiler bei Aachen liegt der Inzidenzwert aktuell bei unfassbaren 554 Neuinfektionen. Am Freitag lag sie noch bei 328. Die muslimischen Gemeinden dort setzen das Freitagsgebet bis zum 31. Oktober aus.

16.10 Uhr: Gerichtsurteil: Sperrstunde in NRW bleibt

Die Sperrstunde in NRW bleibt bestehen! Das entschied am Montag das Oberverwaltungsgericht in Münster. Seit 17. Oktober müssen in NRW alle gastronomischen Betriebe ihre Türen zwischen 23 Uhr und 6 Uhr für Gäste geschlossen halten, wenn ihre Kommunen innerhalb von sieben Tagen 50 oder mehr Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner aufweisen.

15.55 Uhr: Corona-Neuerung beim Kölner Karneval

Der Kölner Karneval reagiert mit einer historischen Neuerung auf die Corona-Pandemie: Erstmals wird das Dreigestirn aus Prinz, Bauer und Jungfrau in der Stadt zwei Amtszeiten regieren.

15.20 Uhr: OB Geisel: Maskenpflicht gilt auch für Demonstranten

Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel ist wütend darüber, dass Corona-Leugner am Wochenende demonstriert haben, ohne die Maskenpflicht zu beachten. Geisel am Montag: „Vor dem Gesetz sind alle gleich. Egal ob ich Einkaufen gehe, einen Junggesellenabschied feiere oder demonstriere – in den Bereichen, in denen die Maskenpflicht gilt, muss jeder einen Mund-Nasenschutz tragen. Man kann ja auch nicht einen Autokorso beantragen und dann einfach das Tempolimit ignorieren.“

Jetzt fordert er harte Konsequenzen: „Ich erwarte, dass die Polizei die Demonstranten bei der Anmeldung ihrer Veranstaltungen auf die Maskenpflicht in der Altstadt hinweist. Ob und mit welchen Mitteln die Polizei auf Verstöße reagiert, muss die Einsatzleitung entscheiden. Angesichts dramatisch steigender Infektionszahlen rege ich an, dass sich Innenminister Reul in dieser Frage mit Gesundheitsminister Laumann kurzschließt.“

12.26 Uhr: NRW-Justizminister in Corona-Quarantäne

NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) befindet sich in häuslicher Quarantäne, wie eine Ministeriumssprecherin am Montag mitteilte. In seinem dienstlichen Umfeld habe es einen positiven Corona-Test gegeben.

Weiter heißt es: „Er steht bereits im Kontakt mit dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt und wird das weitere Vorgehen mit dem Gesundheitsamt abstimmen.“ Seine Termine habe er abgesagt.

10.21 Uhr: Großhochzeit in Dortmund (NRW) - 27 Corona-Infizierte in Bochum

Am 10. Oktober fand in Dortmund eine Großhochzeit statt - auf die sind nun Corona-Infektionen in Bochum zurückzuführen, wie die WAZ berichtet. „Allein 27 Neu-Infektionen in Bochum der letzten Tage lassen sich auf dieses Fest zurückführen. Mittlerweile sind alle Kontakte identifiziert“, so Stadtsprecher Peter van Dyk.

Weiter berichtet die WAZ, dass am besagten Wochenende drei Feste in der Stadt gefeiert wurden, die Corona-Regeln aber nur bedingt eingehalten wurden. Hier mehr dazu bei der WAZ>>>

08.40 Uhr: Laschet warnt Corona in NRW – „Werden sehr, sehr harte Wochen“

Am Sonntagabend war NRW-Ministerpräsident Armin Laschet bei Anne Will in der ARD zu Gast. Mit Skepsis blickt er auf die neuen Corona-Regeln - doch dass die nächsten Wochen entscheidend sein werden, diese Meinung teilt der CDu-Politiker mit Kanzlerin Merkel. Er warnt: „Es werden sehr, sehr harte Wochen.“

Sonntag, 25. Oktober

20.54 Uhr: Diese Regeln gelten an Schulen nach den Herbstferien

Morgen kehren Schülerinnen und Schüler nach den Herbstferien in ihre Schulen zurück. Doch die Corona-Regeln an Schulen haben sich im Vergleich zu den Regeln vor den Ferien verändert. So gibt es beispielsweise eine verschäfte Maskenpflicht an den Schulen in NRW. Was du noch alles beachten musst, erfährst du hier>>>

18.59 Uhr: Gesundheitsministerium warnt alle Eltern

Mit Blick auf die steigenden Corona-Zahlen hat das NRW-Gesundheitsministerium davor gewarnt, an Halloween am 31. Oktober von Tür zu Tür ziehen. „In Coronazeiten das Grundstück anderer Personen zu betreten und ihnen – zuweilen ungefragt – eine Begegnung, bei der der Mindestabstand vermutlich nicht komplett eingehalten werden kann, 'aufzudrängen', erscheint wenig verantwortungsvoll“, teilte das Ministerium mit.
Die Behörde erinnerte daran, dass man theoretisch zwar zu zehnt – in Risikogebieten zu fünft – von Tür zu Tür ziehen dürfe, die Einschränkung von Kontakten aber „das Gebot der Stunde“ sei. Gerade für anfällige Bevölkerungsgruppen wie ältere Menschen sei es risikobehaftet, wenn man bei ihnen klingele – und eine Tüte für Süßigkeiten entgegenstrecke

16.24 Uhr: Hitzige Diskussion in Dortmund

In vielen NRW-Städten wurden die Weihnachtsmärkte bereits abgesagt. Die Stadt Dortmund lässt sich allerdings noch alle Optionen offen. Ein Anwohner Anwohner ist jetzt etwas in der Innenstadt aufgefallen. Seine Beobachtung löste eine hitzige Diskussion aus. Mehr dazu hier >>>

10.16 Uhr: Sören Link spricht vom Lockdown

Die Lage ist ernst im Ruhrgebiet. Die Infektionszahlen steigen weiter rasant. In Duisburg liegt der kritische Wert mittlerweile bei über 170. Sören Link schlägt jetzt Alarm und schwört die die Duisburger auf die kritische Situation ein. Er sei zwar zuversichtlich, dass die strengeren Maßnahmen greifen, appelliert aber: „Nicht alles, was (noch) erlaubt ist, MUSS man auch machen. Bleiben Sie bitte möglichst Zuhause, meiden Sie möglichst unnötige Sozialkontakte und schützen Sie sich und Ihre Lieben (AHA-Regeln)“, so der Duisburger Oberbürgermeister bei Twitter.

Dabei stellt er auch ein Szenario in Aussicht, dass eigentlich alle verhindern wollen: Einen zweiten Lockdown! „Wir alle haben es in der Hand, weitere erhebliche Einschränkungen -bis hin zu einem erneuten Lockdown- in unserer Stadt zu verhindern. Und damit erhebliche Auswirkungen auch auf unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft, auf Gastronomie und Handel zu vermeiden.“

Link appelliert an die Vernunft jedes Einzelnen: „Zeigen wir gemeinsam Solidarität: Für uns und unsere Lieben - und für unsere Stadt Duisburg.“

08.39 Uhr: Nur noch zwei Kreise gelten nicht als Risikogebiet

Das RKI meldet auch am Sonntag unverändert hohe Neuinfektionszahlen in NRW. Dem Institut wurden am Samstag 2.017 neue Fälle gemeldet. Bundesweit waren es 11.176.

Auch die Zahl der Risikogebiete ist gestiegen. Einzig der Kreis Soest (38,1) und Paderborn (34,4) liegen unter dem Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Münster, Steinfurt und Höxter haben den kritischen Wert am Samstag überschritten.

Den höchsten Inzidenzwert hat weiterhin Solingen. Die Stadt knackte am Samstag den Wert von 200 und liegt jetzt bei 200,3.

Mehr zur deutschlandweiten Corona-Lage findest Du hier in der Übersicht.

Samstag, 24. Oktober

14.39 Uhr: Düsseldorf löst illegale Raver-Party auf

Das Ordnungsamt musste am späten Freitagabend zu einer illegalen Party in Düsseldorf ausrücken. Die Raver-Party fand unter der A44-Brücke am Lotzweg statt. Als die Ordnungskräfte eintrafen, rannte ein Großteil der Besucher davon. Nur vier Personen, darunter wohl auch der Veranstalter blieben vor Ort, wohl auch um das professionelle Musik-Equipment zu sichern. Was den Veranstaltern der Party jetzt droht, liest du hier bei der WAZ >>>

Freitag, 23. Oktober

18.50 Uhr: Cranger Weihnachtszauber fällt aus

Der Weihnachtszauber in Herne wird in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Das haben Stadt und Veranstalter heute bekanntgegeben. „Wir tragen auch eine Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürger.“, sagt Veranstalter Sebastian Küchenmeister, „Sicherlich ist es eine schmerzliche Entscheidung, den Cranger Weihnachtszauber in diesem Jahr nicht durchführen zu können. Mein Berufsziel ist, unseren Gästen eine schöne, wunderbare Zeit auf unserem Weihnachtsmarkt zu ermöglichen. Im Hinblick auf unsere soziale Verantwortung ist die getroffene Entscheidung dennoch die richtige.“

18.16 Uhr: Härtere Regeln in Bochum

Das Coronavirus hat die Stadt Bochum schwer getroffen. Inzwischen gibt es eine Inzidenzzahl, die die 100er-Schwelle überschritten hat. Der Krisenstab der Stadt setzt deswegen neue Maßnahmen im Kampf gegen Corona in Kraft. „Die aktuellen Infektionszahlen machen deutlich, dass wir in unseren Bemühungen, Infektionen mit dem Virus zu verhindern, nicht nachlassen dürfen“, so Krisenstabsleiter Sebastian Kopietz.

Er appellierte eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger: „Vermeiden Sie nicht zwingend notwendige Kontakte. Beachten Sie unbedingt und überall die AHA-Regeln: Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Alltagsmaske tragen. Nur so haben wir eine Chance, das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen.“

Die neuen, ergänzenden Regeln in Bochum im Überblick:

  • städtischen Turnhallen, sowie Sport- und Bolzplätze sowie die städtischen Hallenbäder werden geschlossen (Ausnahmen sind die Bundes- und Landesstützpunkte und das Training von Berufssportlerinnen und -sportlern).
  • Maskenpflicht in der Öffentlichkeit wird ausgeweitet auf das Uni-Center und die wichtigen Straßen der Nebenzentren
  • Kapazitäten der Corona-Hotline (910-5555) werden ausgeweitet.
  • Bei den jetzigen infektions- und Inzidenzzahlen wird der Weihnachtsmarkt mit seinem aktuellen Hygienekonzept nicht stattfinden können.

17.55 Uhr: Hunderte fehlerhafte Quarantäneverfügungen in Wuppertal

Durch eine Technikpanne sind vom Wuppertaler Gesundheitsamt seit dem 16. Oktober über tausend fehlerhafte Quarantäneverfügungen verschickt worden. Zwar stimmten die Angaben zur Dauer der Quarantäne, doch die Begründung dafür war falsch, wie die Wuppertaler Stadtverwaltung am Freitag mitteilte. Kontaktpersonen der Kategorie 1 hätten Quarantäneverfügungen als positiv getestete Personen erhalten und umgekehrt. Unter den Betroffenen seien auch ganze Schulklassen, die irrtümlich als Positiv-Fälle angeschrieben wurden.

Ordnungsdezernent Matthias Nocke bedauerte, dass die fehlerhaften Begründungen bei vielen Menschen für große Verunsicherung gesorgt hätten. Doch sei durch den Fehler weder jemand zu lange in Quarantäne gehalten worden, noch sei die Quarantäne bei Erkrankten zu früh aufgehoben worden, hieß es.

Alle Bürgerinnen und Bürger, die eine Verfügung des Gesundheitsamtes erhalten hätten, müssten tatsächlich in Quarantäne bleiben, betonte die Stadt. Die in den Verfügungen genannten Enddaten der Quarantäne seien in allen Fällen korrekt. "Alle tatsächlich positiv Getesteten wurden bereits oder werden noch telefonisch kontaktiert", betonte Gesundheitsdezernent Stefan Kühn. Ausgelöst wurde die Panne nach Angaben der Stadt durch die Umstellung auf ein automatisiertes Versandverfahren.

15.52 Uhr: Teststation in Duisburg auch am Samstag geöffnet

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen ist das Coronatestzentrum am Theater am Marientor zusätzlich auch am morgigen Samstag, 24. Oktober, in der Zeit von 10 bis 13 Uhr geöffnet, teilte die Stadt Duisburg mit.

14.35 Uhr: Kölner Oberbürgermeisterin – „Ich erwarte es von Ihnen“

Am Freitag erklärte die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker auf einer Pressekonferenz, dass es „fünf vor zwölf“ sei. Nun seien die Kölner dafür verantwortlich, ob die Stadt ohne einen erneuten Lockdown auskomme, so der „Express“. Es sei aktuell nicht mehr möglich, alle Kontaktpersonen zu identifizieren. Um so wichtiger sei es, Kontakte möglichst zu beschränken.

Die Inzidenzzahl lag in Köln am Freitag bei 120,1 – was ein neuer Negativ-Rekord ist. Besonders private Feiern seien ein Problem, so die Oberbürgermeisterin weiter. „Ich möchte Sie nicht bitten, sondern ich erwarte von Ihnen, dass nur noch Veranstaltungen im engsten Familienkreis stattfinden.“

14.23 Uhr: Zahl der Corona-Patienten in NRW steigt rasant

Die Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern in NRW steigt stark an. Wie die Landesregierung mitteilte, werden aktuell etwa 1420 Menschen mit Covid-19 in behandelt – 275 Patenten lägen auf der Intensivstation und 148 von ihnen müssten beatmet werden. Vor einer Woche waren es noch 950 – vor einem Monat 320. Aktuell gäbe es noch 5640 Intensivbetten, in denen Patienten beatmet werden könnten, 1320 davon seien im Moment nicht belegt.

11.04 Uhr: NRW-Ministerin in Quarantäne – Schnell-Test ist negativ

Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) muss sich wegen eines positiven Corona-Tests in ihrem Umfeld in häusliche Quarantäne begeben, so die Staatskanzlei. Die Ministerin lasse sich nun „schnellstmöglich testen“ hieß es weiter. Sie ist das erste Mitglied der NRW-Landesregierung, dass wegen Corona in Quarantäne muss. Alle Termine der Ministerin wurden kurzfristig abgesagt.

Ina Scharrenbach ist nach eigenen Angaben, nicht mit dem Coronavirus infiziert. „Schnelltest ist negativ“, twitterte die 44-jährige CDU-Politikerin am Freitag in Düsseldorf. „Passt weiter auf Euch auf und allen Corona-Infizierten gute und schnelle Genesung!“

Donnerstag, 22. Oktober

16.14 Uhr: Weihnachtsmarkt in Düsseldorfer Innenstadt abgesagt

Auch Düsseldorf sagt den Weihnachtsmarkt in der Altstadt ab. Ole Friedrich, Geschäftsführer von Düsseldorf Tourismus: „Bis zuletzt haben wir gehofft, dass uns dadurch ein Weihnachtsmarkt gelingt, den alle mit einem guten Gefühl besuchen können. Aber die aktuelle Entwicklung hat gezeigt, dass das dieses Jahr einfach nicht möglich ist“

09.17 Uhr: Nächster Weihnachtsmarkt im Ruhrgebiet fällt aus

Der Duisburger Weihnachtsmarkt kann in diesem Jahr nicht stattfinden. Die Stadt Duisburg und der Veranstalter Duisburg Kontor haben in den letzten Wochen viele Gespräche geführt und etliche Alternativkonzepte geprüft, um die beliebte Veranstaltung im Duisburger Stadtzentrum zu retten.

Letztlich konnte vor dem Hintergrund der stark steigenden Infektionszahlen jedoch kein Weg gefunden werden. Da auch in den Nachbarstädten zunehmend Weihnachtsmärkte abgesagt werden, war die Gefahr außerdem groß, dass es weiteren Zulauf nach Duisburg gegeben hätte, was bei der hohen Inzidenz von über 100 nicht zu verantworten gewesen wäre. Weihnachtliches Flair mit Festbeleuchtung soll es trotzdem geben.

Mittwoch, 21. Oktober

19.57 Uhr: Corona-Ausbruch in Essener Altenheim

Im Bettina von Arnim-Haus im Stadtwald gibt es mehrere Coronafälle, aktuell wurden drei Mitarbeiter und drei Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet. Nach Monaten ist dies der erste Corona-Ausbruch in einem Altenheim.

Die Senioreneinrichtung bietet mehrere Unterbringungsformen an. Die Corona-Infektionen sind ausschließlich im ambulanten Dienst und im Service-Wohnen aufgetreten. Im stationären Bereich sind derzeit keine Fälle bekannt. Allen Betroffenen geht es den Umständen entsprechend gut.

Am morgigen Donnerstag (22.10.) werden bei allen Bewohnern und dem gesamten Personal Testungen auf das Coronavirus durchgeführt. Für die gesamte Einrichtung wurde durch das Lagezentrum Untere Gesundheitsbehörde vorsichtshalber eine Quarantäne und ein Besuchsverbot angeordnet, bis man sich morgen die Situation vor Ort angesehen hat.

Weitere notwendige Schutzmaßnahmen werden außerdem zwischen der Einrichtungsleitung und dem Lagezentrum abgestimmt.

17.35 Uhr: Auch Essen Motor Show abgeblasen

Nicht nur der Zombiewalk, auch die Essen Motor Show ist für dieses Jahr abgesagt. Oliver P. Kuhrt, der Geschäftsführer der Messe Essen, bedauert die Absage, hat aber auch Verständnis für die Entscheidung der Lokalpolitik. Was nun mit den Ticket passiert und was die Pläne für 2021 sind, erfährst du hier.

15.45 Uhr: Maskenpflicht im Unterricht wieder eingeführt

Schüler ab der 5. Klasse müssen in NRW nach den Herbstferien auch an ihrem Platz im Unterricht wieder eine Maske tragen.

Die Regelung soll bis zu den Weihnachtsferien gelten, das gab das Bildungsministerium am Mittwochnachmittag auf einer Konferenz bekannt.

Zudem kündigte das Land ein Sonderprogramm an, um die Belüftung an Schulen zu verbessern. Das Land werde dafür 50 Millionen Euro für mobile Lüftungsanlagen zur Verfügung stellen.

14.32 Uhr: Zombiewalk in Essen abgesagt

Traurige Nachricht aus Essen. Noch bis Mittwochnachmittag rührten die Veranstalter des Zombiewalks Essen die Werbetrommel. Doch jetzt wurde die beliebte Veranstaltung abgesagt. Hier erfährst du mehr.

14.03 Uhr: Baesweiler hat einen Inzidenzwert von 299 – aber keinen Lockdown

Ein zweiwöchiger Lockdown: Dieser ist im Berchtesgadener Land in dieser Woche in Kraft getreten. Der Grund dahinter: Corona trifft mitten in den Herbstferien das Ferienidyll. 272 Infektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen zählte das Berchtesgadener Land am Montag.

In NRW gibt es eine Stadt, in der der Inzidenzwert noch weitaus höher liegt. Einen Wert von 299 verzeichnet die Stadt Baesweiler in der Städteregion Aachen. Doch einen Lockdown gibt es hier nicht. Noch nicht!

Die Wahrscheinlichkeit, dass strengere Regeln zeitnah kommen ist groß. Ordnungsamtsleiter Pierre Froesch gehe derzeit davon aus, dass härtere Maßnahmen kommen werden. Ob es ähnliche Maßnahmen wie in Berchtesgaden – dort dürfen die Menschen dürfen ihre Wohnungen nur noch aus triftigem Grund verlassen. Arbeit, Einkäufe, Sport im Freien, und das nur alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands – sein werden, ist noch nicht bekannt.

Wie alle angehörigen Kommunen stehe man in engem Kontakt zur Städteregion, der Ebene, auf der über die nötigen Verfügungen beraten werde, so Froesch. Davon berichtet die Rheinische Post.

Woher die hohen Zahlen in Baesweiler kommen? Laut Froesch gebe es keine Hotspots in der Stadt. Vielmehr seien private Kontakte für das Infektionsgeschehen verantwortlich.

Dienstag, 20. Oktober

18.30 Uhr: Wie geht es nach den Herbstferien in den Schulen weiter?

Ab Montag (26. Oktober) geht in NRW die Schule weiter. Doch zahlreiche Regionen in NRW sind Corona-Risikogebiete - kann es nach den Herbstferien also überhaupt „normal“ weitergehen?

Angesichts des rasanten Anstiegs der Corona-Infektionszahlen werden nun Rufe nach verschärften Schutzmaßnahmen an den Schulen lauter. Immer mehr Lehrerverbände fordern inzwischen offensiv die Wiedereinführung der Maskenpflicht. Nach den Sommerferien war die damals neue Maßnahme von vielen Kritikern noch scharf als Zumutung verurteilt worden.

Zehn Wochen und rund 40.000 Neuinfektionen später weht ein anderer Wind: „Die Zeit drängt“, sagte der nordrhein-westfälische Oppositionsführer Thomas Kutschaty am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) müsse den zurecht besorgten Lehrern, Schülern und Eltern unverzüglich ein Handlungskonzept vorlegen. Dazu gehörten kleinere Lerngruppen, mehr digitaler Unterricht in der Sekundarstufe II und der Einbau von effektiven Raumluftfilteranlagen. Ähnliche Forderungen stellten Lehrergewerkschaften auf.

Die Schulministerin will sich aber nicht treiben lassen. „Die Landesregierung beobachtet das Infektionsgeschehen in Nordrhein-Westfalen bis zum Ende der Herbstferien sehr genau“, hieß es knapp aus Gebauers Behörde. „Weitere Maßnahmen werden kontinuierlich auf Wirksamkeit und Notwendigkeit geprüft.“ Bislang hat sich die Landesregierung nicht in die Karten blicken lassen, ob es nach den Herbstferien überhaupt neue Vorschriften geben wird. „Es kann jedenfalls nicht sein, dass sie damit wieder erst kurz vor Ende der Ferien um die Ecke kommt und alle Beteiligten im Hauruck-Verfahren reagieren müssen“, meinte Kutschaty.

(DER WESTEN mit dpa)

 
 

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