Corona in NRW: Laschet warnt – „Werden sehr, sehr harte Wochen“ ++ 27 Infizierte nach Großhochzeit in Dortmund

Nicht nur Corona: das waren die größten Epidemien der Menschheit
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Die zweite Corona-Welle hat NRW voll im Griff. Mittlerweile gilt fast jede Stadt und jeder Kreis in NRW als Risikogebiet. Mit weitreichenden Folgen. Mittlerweile wurden zahlreiche Weihnachtsmärkte abgesagt.

Das Land NRW greift wegen Corona durch. Zusammenkünfte von mehr als fünf Personen sind verboten, Feiern von mehr als 25 Personen ebenso. In vielen Innenstädten gilt jetzt auch draußen eine Maskenpflicht. Alle neuen Entwicklungen kannst du hier im News-Blog verfolgen.

Corona in NRW: Immer mehr Risikogebiete

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Montag, 26. Oktober

10.21 Uhr: Großhochzeit in Dortmund - 27 Infizierte in Bochum

Am 10. Oktober fand in Dortmund eine Großhochzeit statt - auf die sind nun Corona-Infektionen in Bochum zurückzuführen, wie die WAZ berichtet. „Allein 27 Neu-Infektionen in Bochum der letzten Tage lassen sich auf dieses Fest zurückführen. Mittlerweile sind alle Kontakte identifiziert“, so Stadtsprecher Peter van Dyk.

Weiter berichtet die WAZ, dass am besagten Wochenende drei Feste in der Stadt gefeiert wurden, die Corona-Regeln aber nur bedingt eingehalten wurden. Hier mehr dazu bei der WAZ>>>

08.40 Uhr: Laschet warnt – „Werden sehr, sehr harte Wochen“

Am Sonntagabend war NRW-Ministerpräsident Armin Laschet bei Anne Will in der ARD zu Gast. Mit Skepsis blickt er auf die neuen Corona-Regeln - doch dass die nächsten Wochen entscheidend sein werden, diese Meinung teilt der CDu-Politiker mit Kanzlerin Merkel. Er warnt: „Es werden sehr, sehr harte Wochen.“

Sonntag, 25. Oktober

20.54 Uhr: Diese Regeln gelten an Schulen nach den Herbstferien

Morgen kehren Schülerinnen und Schüler nach den Herbstferien in ihre Schulen zurück. Doch die Corona-Regeln an Schulen haben sich im Vergleich zu den Regeln vor den Ferien verändert. So gibt es beispielsweise eine verschäfte Maskenpflicht an den Schulen in NRW. Was du noch alles beachten musst, erfährst du hier>>>

18.59 Uhr: Gesundheitsministerium warnt alle Eltern

Mit Blick auf die steigenden Corona-Zahlen hat das NRW-Gesundheitsministerium davor gewarnt, an Halloween am 31. Oktober von Tür zu Tür ziehen. „In Coronazeiten das Grundstück anderer Personen zu betreten und ihnen – zuweilen ungefragt – eine Begegnung, bei der der Mindestabstand vermutlich nicht komplett eingehalten werden kann, 'aufzudrängen', erscheint wenig verantwortungsvoll“, teilte das Ministerium mit.
Die Behörde erinnerte daran, dass man theoretisch zwar zu zehnt – in Risikogebieten zu fünft – von Tür zu Tür ziehen dürfe, die Einschränkung von Kontakten aber „das Gebot der Stunde“ sei. Gerade für anfällige Bevölkerungsgruppen wie ältere Menschen sei es risikobehaftet, wenn man bei ihnen klingele – und eine Tüte für Süßigkeiten entgegenstrecke

16.24 Uhr: Hitzige Diskussion in Dortmund

In vielen NRW-Städten wurden die Weihnachtsmärkte bereits abgesagt. Die Stadt Dortmund lässt sich allerdings noch alle Optionen offen. Ein Anwohner Anwohner ist jetzt etwas in der Innenstadt aufgefallen. Seine Beobachtung löste eine hitzige Diskussion aus. Mehr dazu hier >>>

10.16 Uhr: Sören Link spricht vom Lockdown

Die Lage ist ernst im Ruhrgebiet. Die Infektionszahlen steigen weiter rasant. In Duisburg liegt der kritische Wert mittlerweile bei über 170. Sören Link schlägt jetzt Alarm und schwört die die Duisburger auf die kritische Situation ein. Er sei zwar zuversichtlich, dass die strengeren Maßnahmen greifen, appelliert aber: „Nicht alles, was (noch) erlaubt ist, MUSS man auch machen. Bleiben Sie bitte möglichst Zuhause, meiden Sie möglichst unnötige Sozialkontakte und schützen Sie sich und Ihre Lieben (AHA-Regeln)“, so der Duisburger Oberbürgermeister bei Twitter.

Dabei stellt er auch ein Szenario in Aussicht, dass eigentlich alle verhindern wollen: Einen zweiten Lockdown! „Wir alle haben es in der Hand, weitere erhebliche Einschränkungen -bis hin zu einem erneuten Lockdown- in unserer Stadt zu verhindern. Und damit erhebliche Auswirkungen auch auf unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft, auf Gastronomie und Handel zu vermeiden.“

Link appelliert an die Vernunft jedes Einzelnen: „Zeigen wir gemeinsam Solidarität: Für uns und unsere Lieben - und für unsere Stadt Duisburg.“

08.39 Uhr: Nur noch zwei Kreise gelten nicht als Risikogebiet

Das RKI meldet auch am Sonntag unverändert hohe Neuinfektionszahlen in NRW. Dem Institut wurden am Samstag 2.017 neue Fälle gemeldet. Bundesweit waren es 11.176.

Auch die Zahl der Risikogebiete ist gestiegen. Einzig der Kreis Soest (38,1) und Paderborn (34,4) liegen unter dem Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Münster, Steinfurt und Höxter haben den kritischen Wert am Samstag überschritten.

Den höchsten Inzidenzwert hat weiterhin Solingen. Die Stadt knackte am Samstag den Wert von 200 und liegt jetzt bei 200,3.

Mehr zur deutschlandweiten Corona-Lage findest Du hier in der Übersicht.

Samstag, 24. Oktober

14.39 Uhr: Düsseldorf löst illegale Raver-Party auf

Das Ordnungsamt musste am späten Freitagabend zu einer illegalen Party in Düsseldorf ausrücken. Die Raver-Party fand unter der A44-Brücke am Lotzweg statt. Als die Ordnungskräfte eintrafen, rannte ein Großteil der Besucher davon. Nur vier Personen, darunter wohl auch der Veranstalter blieben vor Ort, wohl auch um das professionelle Musik-Equipment zu sichern. Was den Veranstaltern der Party jetzt droht, liest du hier bei der WAZ >>>

Freitag, 23. Oktober

18.50 Uhr: Cranger Weihnachtszauber fällt aus

Der Weihnachtszauber in Herne wird in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Das haben Stadt und Veranstalter heute bekanntgegeben. „Wir tragen auch eine Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürger.“, sagt Veranstalter Sebastian Küchenmeister, „Sicherlich ist es eine schmerzliche Entscheidung, den Cranger Weihnachtszauber in diesem Jahr nicht durchführen zu können. Mein Berufsziel ist, unseren Gästen eine schöne, wunderbare Zeit auf unserem Weihnachtsmarkt zu ermöglichen. Im Hinblick auf unsere soziale Verantwortung ist die getroffene Entscheidung dennoch die richtige.“

18.16 Uhr: Härtere Regeln in Bochum

Das Coronavirus hat die Stadt Bochum schwer getroffen. Inzwischen gibt es eine Inzidenzzahl, die die 100er-Schwelle überschritten hat. Der Krisenstab der Stadt setzt deswegen neue Maßnahmen im Kampf gegen Corona in Kraft. „Die aktuellen Infektionszahlen machen deutlich, dass wir in unseren Bemühungen, Infektionen mit dem Virus zu verhindern, nicht nachlassen dürfen“, so Krisenstabsleiter Sebastian Kopietz.

Er appellierte eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger: „Vermeiden Sie nicht zwingend notwendige Kontakte. Beachten Sie unbedingt und überall die AHA-Regeln: Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Alltagsmaske tragen. Nur so haben wir eine Chance, das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen.“

Die neuen, ergänzenden Regeln in Bochum im Überblick:

  • städtischen Turnhallen, sowie Sport- und Bolzplätze sowie die städtischen Hallenbäder werden geschlossen (Ausnahmen sind die Bundes- und Landesstützpunkte und das Training von Berufssportlerinnen und -sportlern).
  • Maskenpflicht in der Öffentlichkeit wird ausgeweitet auf das Uni-Center und die wichtigen Straßen der Nebenzentren
  • Kapazitäten der Corona-Hotline (910-5555) werden ausgeweitet.
  • Bei den jetzigen infektions- und Inzidenzzahlen wird der Weihnachtsmarkt mit seinem aktuellen Hygienekonzept nicht stattfinden können.

17.55 Uhr: Hunderte fehlerhafte Quarantäneverfügungen in Wuppertal

Durch eine Technikpanne sind vom Wuppertaler Gesundheitsamt seit dem 16. Oktober über tausend fehlerhafte Quarantäneverfügungen verschickt worden. Zwar stimmten die Angaben zur Dauer der Quarantäne, doch die Begründung dafür war falsch, wie die Wuppertaler Stadtverwaltung am Freitag mitteilte. Kontaktpersonen der Kategorie 1 hätten Quarantäneverfügungen als positiv getestete Personen erhalten und umgekehrt. Unter den Betroffenen seien auch ganze Schulklassen, die irrtümlich als Positiv-Fälle angeschrieben wurden.

Ordnungsdezernent Matthias Nocke bedauerte, dass die fehlerhaften Begründungen bei vielen Menschen für große Verunsicherung gesorgt hätten. Doch sei durch den Fehler weder jemand zu lange in Quarantäne gehalten worden, noch sei die Quarantäne bei Erkrankten zu früh aufgehoben worden, hieß es.

Alle Bürgerinnen und Bürger, die eine Verfügung des Gesundheitsamtes erhalten hätten, müssten tatsächlich in Quarantäne bleiben, betonte die Stadt. Die in den Verfügungen genannten Enddaten der Quarantäne seien in allen Fällen korrekt. "Alle tatsächlich positiv Getesteten wurden bereits oder werden noch telefonisch kontaktiert", betonte Gesundheitsdezernent Stefan Kühn. Ausgelöst wurde die Panne nach Angaben der Stadt durch die Umstellung auf ein automatisiertes Versandverfahren.

15.52 Uhr: Teststation in Duisburg auch am Samstag geöffnet

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen ist das Coronatestzentrum am Theater am Marientor zusätzlich auch am morgigen Samstag, 24. Oktober, in der Zeit von 10 bis 13 Uhr geöffnet, teilte die Stadt Duisburg mit.

14.35 Uhr: Kölner Oberbürgermeisterin – „Ich erwarte es von Ihnen“

Am Freitag erklärte die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker auf einer Pressekonferenz, dass es „fünf vor zwölf“ sei. Nun seien die Kölner dafür verantwortlich, ob die Stadt ohne einen erneuten Lockdown auskomme, so der „Express“. Es sei aktuell nicht mehr möglich, alle Kontaktpersonen zu identifizieren. Um so wichtiger sei es, Kontakte möglichst zu beschränken.

Die Inzidenzzahl lag in Köln am Freitag bei 120,1 – was ein neuer Negativ-Rekord ist. Besonders private Feiern seien ein Problem, so die Oberbürgermeisterin weiter. „Ich möchte Sie nicht bitten, sondern ich erwarte von Ihnen, dass nur noch Veranstaltungen im engsten Familienkreis stattfinden.“

14.23 Uhr: Zahl der Corona-Patienten in NRW steigt rasant

Die Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern in NRW steigt stark an. Wie die Landesregierung mitteilte, werden aktuell etwa 1420 Menschen mit Covid-19 in behandelt – 275 Patenten lägen auf der Intensivstation und 148 von ihnen müssten beatmet werden. Vor einer Woche waren es noch 950 – vor einem Monat 320. Aktuell gäbe es noch 5640 Intensivbetten, in denen Patienten beatmet werden könnten, 1320 davon seien im Moment nicht belegt.

11.04 Uhr: NRW-Ministerin in Quarantäne – Schnell-Test ist negativ

Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) muss sich wegen eines positiven Corona-Tests in ihrem Umfeld in häusliche Quarantäne begeben, so die Staatskanzlei. Die Ministerin lasse sich nun „schnellstmöglich testen“ hieß es weiter. Sie ist das erste Mitglied der NRW-Landesregierung, dass wegen Corona in Quarantäne muss. Alle Termine der Ministerin wurden kurzfristig abgesagt.

Ina Scharrenbach ist nach eigenen Angaben, nicht mit dem Coronavirus infiziert. „Schnelltest ist negativ“, twitterte die 44-jährige CDU-Politikerin am Freitag in Düsseldorf. „Passt weiter auf Euch auf und allen Corona-Infizierten gute und schnelle Genesung!“

Donnerstag, 22. Oktober

16.14 Uhr: Weihnachtsmarkt in Düsseldorfer Innenstadt abgesagt

Auch Düsseldorf sagt den Weihnachtsmarkt in der Altstadt ab. Ole Friedrich, Geschäftsführer von Düsseldorf Tourismus: „Bis zuletzt haben wir gehofft, dass uns dadurch ein Weihnachtsmarkt gelingt, den alle mit einem guten Gefühl besuchen können. Aber die aktuelle Entwicklung hat gezeigt, dass das dieses Jahr einfach nicht möglich ist“

09.17 Uhr: Nächster Weihnachtsmarkt im Ruhrgebiet fällt aus

Der Duisburger Weihnachtsmarkt kann in diesem Jahr nicht stattfinden. Die Stadt Duisburg und der Veranstalter Duisburg Kontor haben in den letzten Wochen viele Gespräche geführt und etliche Alternativkonzepte geprüft, um die beliebte Veranstaltung im Duisburger Stadtzentrum zu retten.

Letztlich konnte vor dem Hintergrund der stark steigenden Infektionszahlen jedoch kein Weg gefunden werden. Da auch in den Nachbarstädten zunehmend Weihnachtsmärkte abgesagt werden, war die Gefahr außerdem groß, dass es weiteren Zulauf nach Duisburg gegeben hätte, was bei der hohen Inzidenz von über 100 nicht zu verantworten gewesen wäre. Weihnachtliches Flair mit Festbeleuchtung soll es trotzdem geben.

Mittwoch, 21. Oktober

19.57 Uhr: Corona-Ausbruch in Essener Altenheim

Im Bettina von Arnim-Haus im Stadtwald gibt es mehrere Coronafälle, aktuell wurden drei Mitarbeiter und drei Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet. Nach Monaten ist dies der erste Corona-Ausbruch in einem Altenheim.

Die Senioreneinrichtung bietet mehrere Unterbringungsformen an. Die Corona-Infektionen sind ausschließlich im ambulanten Dienst und im Service-Wohnen aufgetreten. Im stationären Bereich sind derzeit keine Fälle bekannt. Allen Betroffenen geht es den Umständen entsprechend gut.

Am morgigen Donnerstag (22.10.) werden bei allen Bewohnern und dem gesamten Personal Testungen auf das Coronavirus durchgeführt. Für die gesamte Einrichtung wurde durch das Lagezentrum Untere Gesundheitsbehörde vorsichtshalber eine Quarantäne und ein Besuchsverbot angeordnet, bis man sich morgen die Situation vor Ort angesehen hat.

Weitere notwendige Schutzmaßnahmen werden außerdem zwischen der Einrichtungsleitung und dem Lagezentrum abgestimmt.

17.35 Uhr: Auch Essen Motor Show abgeblasen

Nicht nur der Zombiewalk, auch die Essen Motor Show ist für dieses Jahr abgesagt. Oliver P. Kuhrt, der Geschäftsführer der Messe Essen, bedauert die Absage, hat aber auch Verständnis für die Entscheidung der Lokalpolitik. Was nun mit den Ticket passiert und was die Pläne für 2021 sind, erfährst du hier.

15.45 Uhr: Maskenpflicht im Unterricht wieder eingeführt

Schüler ab der 5. Klasse müssen in NRW nach den Herbstferien auch an ihrem Platz im Unterricht wieder eine Maske tragen.

Die Regelung soll bis zu den Weihnachtsferien gelten, das gab das Bildungsministerium am Mittwochnachmittag auf einer Konferenz bekannt.

Zudem kündigte das Land ein Sonderprogramm an, um die Belüftung an Schulen zu verbessern. Das Land werde dafür 50 Millionen Euro für mobile Lüftungsanlagen zur Verfügung stellen.

14.32 Uhr: Zombiewalk in Essen abgesagt

Traurige Nachricht aus Essen. Noch bis Mittwochnachmittag rührten die Veranstalter des Zombiewalks Essen die Werbetrommel. Doch jetzt wurde die beliebte Veranstaltung abgesagt. Hier erfährst du mehr.

14.03 Uhr: Baesweiler hat einen Inzidenzwert von 299 – aber keinen Lockdown

Ein zweiwöchiger Lockdown: Dieser ist im Berchtesgadener Land in dieser Woche in Kraft getreten. Der Grund dahinter: Corona trifft mitten in den Herbstferien das Ferienidyll. 272 Infektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen zählte das Berchtesgadener Land am Montag.

In NRW gibt es eine Stadt, in der der Inzidenzwert noch weitaus höher liegt. Einen Wert von 299 verzeichnet die Stadt Baesweiler in der Städteregion Aachen. Doch einen Lockdown gibt es hier nicht. Noch nicht!

Die Wahrscheinlichkeit, dass strengere Regeln zeitnah kommen ist groß. Ordnungsamtsleiter Pierre Froesch gehe derzeit davon aus, dass härtere Maßnahmen kommen werden. Ob es ähnliche Maßnahmen wie in Berchtesgaden – dort dürfen die Menschen dürfen ihre Wohnungen nur noch aus triftigem Grund verlassen. Arbeit, Einkäufe, Sport im Freien, und das nur alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands – sein werden, ist noch nicht bekannt.

Wie alle angehörigen Kommunen stehe man in engem Kontakt zur Städteregion, der Ebene, auf der über die nötigen Verfügungen beraten werde, so Froesch. Davon berichtet die Rheinische Post.

Woher die hohen Zahlen in Baesweiler kommen? Laut Froesch gebe es keine Hotspots in der Stadt. Vielmehr seien private Kontakte für das Infektionsgeschehen verantwortlich.

Dienstag, 20. Oktober

18.30 Uhr: Wie geht es nach den Herbstferien in den Schulen weiter?

Ab Montag (26. Oktober) geht in NRW die Schule weiter. Doch zahlreiche Regionen in NRW sind Corona-Risikogebiete - kann es nach den Herbstferien also überhaupt „normal“ weitergehen?

Angesichts des rasanten Anstiegs der Corona-Infektionszahlen werden nun Rufe nach verschärften Schutzmaßnahmen an den Schulen lauter. Immer mehr Lehrerverbände fordern inzwischen offensiv die Wiedereinführung der Maskenpflicht. Nach den Sommerferien war die damals neue Maßnahme von vielen Kritikern noch scharf als Zumutung verurteilt worden.

Zehn Wochen und rund 40.000 Neuinfektionen später weht ein anderer Wind: „Die Zeit drängt“, sagte der nordrhein-westfälische Oppositionsführer Thomas Kutschaty am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) müsse den zurecht besorgten Lehrern, Schülern und Eltern unverzüglich ein Handlungskonzept vorlegen. Dazu gehörten kleinere Lerngruppen, mehr digitaler Unterricht in der Sekundarstufe II und der Einbau von effektiven Raumluftfilteranlagen. Ähnliche Forderungen stellten Lehrergewerkschaften auf.

Die Schulministerin will sich aber nicht treiben lassen. „Die Landesregierung beobachtet das Infektionsgeschehen in Nordrhein-Westfalen bis zum Ende der Herbstferien sehr genau“, hieß es knapp aus Gebauers Behörde. „Weitere Maßnahmen werden kontinuierlich auf Wirksamkeit und Notwendigkeit geprüft.“ Bislang hat sich die Landesregierung nicht in die Karten blicken lassen, ob es nach den Herbstferien überhaupt neue Vorschriften geben wird. „Es kann jedenfalls nicht sein, dass sie damit wieder erst kurz vor Ende der Ferien um die Ecke kommt und alle Beteiligten im Hauruck-Verfahren reagieren müssen“, meinte Kutschaty.

Montag, 19. Oktober

15.16 Uhr: Lehrer fordern besseren Schutz gegen Corona nach den Herbstferien

Lehrer machen Druck für einen wirksameren Schutz gegen das Coronavirus an den nordrhein-westfälischen Schulen. „Ein "Weiter so" darf es nach den Herbstferien nicht geben“, mahnte die Vorsitzende des Philologenverbands, Sabine Mistle. Die Ferien enden an diesem Wochenende.

Das von der Kultusministerkonferenz empfohlene regelmäßige Stoßlüften reiche nicht aus. „Schülerinnen und Schüler sollten in beheizten Klassenzimmern lernen, nicht in Kühlräumen“, unterstrich die Chefin des überwiegend Gymnasiallehrer vertretenden Verbands.

Angesichts steigender Infektionszahlen sollte auch die Wiedereinführung der Maskenpflicht im Unterricht kein tabu sein. „Wenn immer mehr Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen zu Risikogebieten werden, dürfen Schulen nicht zu Hotspots werden.“

Der Philologenverband fordert Luftfilteranlagen und einen Stufenplan mit einheitlichen Handlungsanweisungen für die Schulen. Zu prüfen seien auch Schichtmodelle mit kleineren Lerngruppen.

Mistler appellierte an die Fürsorgepflicht der Landesregierung. „Deshalb wird an den Schulen zu Recht erwartet, dass alles Machbare und Notwendige getan wird, um eine Infektion oder Weiterverbreitung der Corona-Viren zu verhindern.“

09.43 Uhr: Neue Regeln in NRW ab heute

Ab heute gelten in NRW weitere neue Regeln in Risikogebieten.

Das musst du jetzt wissen:

  • Bei 35 oder mehr Infektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen dürfen an Feiern aus besonderem Anlass (Hochzeit, Taufe, Gbeurtstag, Jubiläum oder Abschlussfeier) nur noch 25 Menschen teilnehmen
  • Ab 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen dürfen an Feiern aus besonderem Anlass nur noch zehn Menschen teilnehmen

Seit Samstag gilt in Risikogebieten zudem eine Sperrfrist von 23 Uhr bis 6 Uhr morgens. Gastronomische Betriebe müssen schließen, Alkohol darf nicht mehr verkauft werden.

Ab einem Wert von 35 gilt eine erweiterte Maskenpflicht auf allen Plätzen und Straßen, wo eine regelmäßige Unterschreitung des Mindestabstands zu erwarten ist - etwa in Fußgängerzonen und auf Märkten. Wo konkret überall Maske getragen werden muss, haben die einzelnen Kommunen im Internet veröffentlicht.

In NRW dürfen sich maximal zehn Personen unterschiedlicher Haushalte im öffentlichen Raum treffen - unabhängig von der Infektionslage. In den 50er-Regionen dürfen sich maximal noch fünf treffen. Die Grenzwerte gelten nicht für Gruppen, die innerhalb desselben Haushalts leben - Familien oder Wohngemeinschaften etwa. Außerdem dürfen sich grundsätzlich Personen aus zwei häuslichen Gemeinschaften treffen.

Sonntag, 18. Oktober:

20.24 Uhr: Querdenken-Demo in Dortmund

Rund 1.100 Menschen haben am Sonntagnachmittag in Dortmund an einer Querdenken-Demo teilgenommen. Die Polizei zog anschließend ein zufriedenes Fazit.

Die Beamten setzten zur Überprüfung von Abständen und Maskenpflicht eine Drohne ein. Knapp 200 Personen trugen aufgrund eines ärztlichen Attestes keinen Mund-Nasen-Schutz. Diesen Versammlungsteilnehmenden wurde ein gesonderter Bereich der Veranstaltungsfläche zugewiesen. Hier wurde durch die Polizei besonders auf die Abstände untereinander geachtet.

Einige der ärztlichen Atteste stellten sich offenbar als Fälschungen raus. Bei Kontrollen wurden fünf Strafanzeigen deshalb geschrieben. Außerdem stellten die Beamten zwei Anzeigen wegen des Verdachtes der Volksverhetzung. In beiden Fällen wurden Davidsterne getragen. Hier steht der Verdacht der Leugnung des Holocausts im Raum.

Bei der Abschlusskundgebung beschimpfte eine Unbeteiligte die Versammlungsteilnehmer, nachdem sie unberechtigt auf die Bühne kletterte. Es wurde Strafanzeige wegen Beleidigung erstattet.

Polizeipräsident Gregor Lange sagte nach der Demo: „Dank professioneller, besonnener und konsequenter Arbeit ist es unseren Kräften gelungen, das Grundrecht der Versammlungsfreiheit zu schützen und gleichzeitig dem Gesundheitsschutz in dieser schwierigen Pandemielage gerecht zu werden. Die Polizei musste in dieser Situation gerade bei den Hygienevorschriften so genau hinschauen, die täglich steigenden Infektionszahlen zeigen uns jeden Tag aufs Neue die Dringlichkeit auf.“

15.45 Uhr: NRW bietet Hilfe für Niederlande an

In Nordrhein-Westfalen stehen zurzeit 80 Betten in 48 Krankenhäusern zur intensivmedizinischen Versorgung niederländischer Covid-19-Patienten bereit. Das teilte das Landesgesundheitsministerium am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit. „Mit Stand heute ist keines davon belegt“, hieß es. In den Niederlanden greift das Coronavirus aktuell in Windeseile um sich. Die Lage in den dortigen Krankenhäusern gilt als bedrohlich. Versorgungsengpässe zwangen einige große Städte bereits, ihre Notaufnahmen zeitweilig zu schließen.

08:01 Uhr: Kölner Gastwirte klagen gegen Sperrstunde in NRW

Kölner Gastwirte klagen bereits gegen die in der Domstadt schon zuvor verhängte Sperrstunde von 1.00 Uhr bis 6.00 Uhr und den in dieser Zeit untersagten Verkauf von alkoholischen Getränken. Das Berliner Verwaltungsgericht hatte die Sperrstunde in der Bundeshauptstadt am Freitag gekippt.

Er gehe davon aus, dass die nordrhein-westfälische Verordnung rechtssicher sei, sagte Laumann. „Es ist nicht die Lösung, sondern es ist ein Teil der Lösung, um Kontakte zu reduzieren“, erklärte er. Im Winterhalbjahr drohten durch größere Enge in geschlossenen Räumen erhöhte Ansteckungsgefahren.

Samstag, 17. Oktober:

22.15 Uhr: Abriegelung von Hotspots? Regierung schließt nichts aus

Die Bundesregierung hält die von Epidemiologen ins Gespräch gebrachte Abriegelung von Gebieten mit hohen Corona-Zahlen grundsätzlich für ein mögliches Mittel im Kampf gegen die Pandemie. „Die Beschränkungen von Ein- und Ausreisen kann rein epidemologisch gesehen eine Möglichkeit sein, um eine Verbreitung des Virus zu verhindern“, sagte Vize-Regierungssprecherin Martina Fietz am Freitag vor Journalisten in Berlin auf eine entsprechende Frage.

Von konkreten Plänen in diese Richtung konnte Fietz aber nicht berichten. „Unser Ziel ist es, so viel wie möglich vom öffentlichen und privaten Leben aufrecht zu erhalten“, sagte Fietz. „Deshalb ist es wichtig, dass wir die Maßnahmen entschieden einhalten und die Bevölkerung daran mitwirkt.“ Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, es gebe „keine konkreten Szenarien“ für einen Einsatz der Bundespolizei im Falle von Abriegelungen. Der Sprecher verwies zugleich darauf, dass die Bundespolizei auf Anfrage der Bundesländer Unterstützung bei Corona-Maßnahmen leisten könne.

In NRW sind etwa Herne und Wuppertal besonders betroffen.

10.15 Uhr: Risikogebiete in NRW ganz abriegeln? Reul mit klarer Kante

NRW hat Überlegungen für eine Abriegelung besonders von Corona betroffener Regionen eine klare Absage erteilt. „Risikogebiete ganz abzuriegeln, ist für mich nicht vorstellbar“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Das scheitere praktisch bereits an der Größe der Gebiete und damit am Personalaufwand. „Sie können Städte in Nordrhein-Westfalen nicht einfach dichtmachen“, unterstrich Reul.

Die Ereignisse der letzten Tage kannst du hier nachverfolgen. (DER WESTEN mit dpa)

 
 

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