Wegen Ausschreitungen in Chemnitz: Schweiz rät zur Vorsicht bei Reisen nach Deutschland

Nach den gewalttätigen Ausschreitungen in Chemnitz gibt die Schweiz einen Reisehinweis für Deutschland heraus.
Nach den gewalttätigen Ausschreitungen in Chemnitz gibt die Schweiz einen Reisehinweis für Deutschland heraus.
Foto: Sebastian Willnow / dpa

Die Ausschreitungen in Chemnitz ziehen immer weitere Kreise. Jetzt rät die Schweiz zur Vorsicht bei Reisen nach Deutschland.

Reiseheinweis für Deutschland

Auf der Internetseite des eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten warnt das Land: „Das Land ist stabil. In den grossen Städten kann es aber zu Demonstrationen kommen. Lassen Sie in der Umgebung von Demonstrationen Vorsicht walten, da Ausschreitungen möglich sind.“

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Zusätzlich wird auf das Risiko von Terroranschlägen hingewiesen: „Die deutschen Behörden weisen auf das Risiko von Terroranschlägen hin. Unter anderem sind folgende Anschläge verübt worden: Im Juli 2017 wurden bei einem Messerangriff in einem Hamburger Supermarkt eine Person getötet und mehrere verletzt. Im Dezember 2016 fuhr ein Attentäter mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge auf einem Weihnachtsmarkt in Berlin. Mehrere Personen wurden getötet und zahlreiche Personen verletzt. In Ansbach zündete im Juli 2016 ein Mann einen Sprengkörper; er kam dabei ums Leben und verletzte mehrere Personen. Im Juli 2016 griff ein Attentäter in Würzburg Zugpassagiere mit einem Messer an; mehrere Personen wurden verletzt.“

Was war in Chemnitz passiert?

Nach einer tödlichen Attacke auf Daniel H. war es in Chemnitz immer wieder zu Protesten und Aufmärschen rechter und linker Gruppierungen gekommen. Tatverdächtig, Daniel H. getötet zu haben, sind ein 22-jährigen Iraker und einen 23-jährigen Syrer.

Während der Aufmärsche kam es zu Hetzjagden auf ausländisch aussehende Menschen. Am Montag mobilisierten zum Teil gewaltbereite Rechte rund 6.000 Demonstranten. Die etwa 600 Polizisten im Einsatz hatten Mühe, sie von den rund 1.000 Gegendemonstranten zu trennen. Es gab 20 Verletzte.

Am Montag soll es ein großes Konzert in Chemnitz geben. Auf der Bühne dabei: „Die Toten Hosen“, „Casper“, „Marteria“, „K.I.Z.“, „Kraftklub“, „Feine Sahne Fischfilet“ und „Trettmann“. (göt)

 
 

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