„Car-Freitag“ in Recklinghausen: 120 (!) km/h in der 30er-Zone – Polizei stoppt illegales Rennen

Die Polizei in NRW kontrollierte die Tuning-Szene am „Car-Freitag“ verstärkt. (Symbolbild)
Die Polizei in NRW kontrollierte die Tuning-Szene am „Car-Freitag“ verstärkt. (Symbolbild)
Foto: imago images / Future Image

Zum „Car-Freitag“ kündigte die Polizei in NRW verstärkte Kontrollen an, denn an dem Tag trifft sich traditionell die Tuning-Szene. Die Kontrollen zahlten sich für die Beamten aus, sie registrierten zahlreiche Verstöße.

Dortmund: Polizisten legen der Autos still

In Dortmund beschlagnahmte die Polizei 15 getunte Autos. Bei sieben davon überschritten die erlaubte Betriebslautstärke. Dazu kam ein ausgebauter Katalysator, Unterschreitung der Bodenfreiheit und Schlafspuren in den Radkästen.

Drei Fahrzeuge legten die Beamten noch an Ort und Stelle still. Sie hatten keine Betriebserlaubnis.

Raser unterwegs

In Dortmund verwarnten die Beamten 64 Raser, die zu schnell unterwegs waren. Ein 22-Jähriger auf der A2 bei Kamen raste statt der erlaubten 130 Km/h mit 197 km/h über den Asphalt.

Auf der B54 stadteinwärts kam ein Motorradfahrer (45) auf 163km/h. Erlaubt sind an dieser Stelle 100 km/h. Eine Frau (31) blitzten die Beamten mit 142 km/h auf der B236n. Das sind 62 km/ mehr, als dort erlaubt sind.

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Außerdem zählten die Beamten in Dortmund 35 Ordnungswidrigkeiten. Unter anderem musste ein Dortmunder seinen Führerschein abgeben, weil er unter Drogeneinfluss fuhr.

Recklinghausen: Tuning-Szene unter Beobachtung

Im vergangenen Jahr stellten die Polizisten im Kreis Recklinghausen 15 Fahrzeuge aus der Tuning-Szene am Karfreitag sicher. Auch 2018 kann sich die Bilanz der Beamten sehen lassen. Sie kontrollierten 328 Fahrzeuge und 455 Personen im Kreis Recklinghausen und in der Stadt Bottrop. Sie zählten insgesamt 191 Delikte:

  • 19 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten, weil die Autos wegen technischer Veränderungen keine Betriebserlaubnis hatten
  • 10 Fahrzeuge wurden sichergestellt, weil sie illegal getunt wurden
  • 1 Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr
  • 157 Knöllchen wegen erhöhter Geschwindigkeit, davon müssen 22 Fahrer mit einem Fahrverbot rechnen
  • 3 Personen fuhren ohne gültigen Führerschein
  • 1 Strafanzeige und 1 Sicherstellung von Auto und Führerschein, weil die Personen auf einem illegalen Rennen teilgenommen haben

Illegales Rennen: Ein Fahrer kann flüchten

Zwei zivile Beamte bemerkten am Freitagabend um 20.10 Uhr zwei auffällige Fahrzeuge auf der Dortmunder Straße in Recklinghausen. Sie bogen auf den Lohweg ab und beschleunigten stark. Offenbar wollten sie die höchstmögliche Geschwindigkeit erreichen.

Im Lohweg sind 30 km/h erlaubt, die Fahrzeuge kamen auf über 120 km/h. Die Beamten konnten einen der Fahrer (24) auf der Esseler Straße anhalten, der zweite konnte flüchten.

„Der größte Teil der Tunerszene betreibt legales Tuning. Wir wollen die erwischen, die aufgrund illegalen Tunings oder Raserei die Sicherheit auf unseren Straßen gefährden. Wir werden auch in Zukunft weiter konsequent gegen illegales Tuning und Raserei vorgehen“, sagt Josef Vollmer, Polizeiführer und Einsatzleiter. (vh)

 
 

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