Car-Freitag in NRW: Polizei mit deutlichen Worten – „Ausflug kann teuer werden“

„Car-Freitag“ in NRW: Die Polizei Dortmund will den bekannten Tuning-Treffpunkten Präsenz zeigen. (Symbolbild)
„Car-Freitag“ in NRW: Die Polizei Dortmund will den bekannten Tuning-Treffpunkten Präsenz zeigen. (Symbolbild)
Foto: imago images / Steffen Schellhorn

Jedes Jahr an Karfreitag taufen Autofreunde in NRW den Feiertag in „Car-Freitag“ um, um ihre illegal aufgetunten Wagen zu präsentieren und Rennen zu fahren.

Unter anderem die Polizei Dortmund hat in NRW angekündigt, deswegen an „Car-Freitag“ und in der Nacht zum Samstag verstärkt gegen Raser und Tuner vorzugehen.

„Car-Freitag“ in NRW: Polizei kündigt vermehrte Kontrollen an

Die Polizei geht davon aus, dass die Tuning-Freunde aus ganz NRW trotz der Coronapandemie anreisen werden. Weil sie den „Straßenverkehr gefährden und die öffentliche Ordnung stören“, müssen sie mit Strafen rechnen.

Lorenz Schnadt, stellvertretender Leiter der Direktion Verkehr bei der Polizei Dortmund, rät den Menschen von der Fahrt zu den Treffen ab. „Die allermeisten Menschen schränken gerade ihr Leben stark ein, damit wir alle die Pandemie in den Griff bekommen. Dann gibt es Leute, die meinen, dass diese Regeln an ihrem Car-Freitag für sie nicht gelten. Denen sagen wir, dass das alles keine gute Idee ist“, sagt Schnadt.

Polizei kündigt an: „Fahrzeuge und Führerscheine können sichergestellt werden“

Für die Unbelehrbaren fügt er hinzu: „Und wer nicht hören will, muss fühlen. Dass wir Fahrzeuge und Führerscheine sicherstellen, haben wir in den vergangenen Monaten und Jahren vielfach unter Beweis gestellt – und nur weil ein gesetzlicher Feiertag ist oder die Sonne scheint, werden wir unsere Strategie nicht ändern.“

Mit anderen Worten: Ein Ausflug nach Dortmund kann teuer werden. Bei Tempo-Verstößen oder illegalen Fahrwerks-Veränderungen sind nicht nur Geldbußen fällig. Wer auffällt, muss obendrein mit Gutachterkosten, Abschleppgebühren und im schlechtesten Fall auch mit Anwalts- und Gerichtskosten rechnen.

-------------

Mehr Themen aus Dortmund:

Corona in NRW: Polizei mit drastischer Maßnahme im Kampf gegen Regel-Verstöße ++ Schlechte Nachrichten für Laschet

A2: Sportwagen liefern sich heftiges Rennen auf der Autobahn – dann kracht es gewaltig

Wetter in NRW: Nach plötzlichem Kälteeinbruch – jetzt warnt der Wetterdienst DAVOR

-------------

Dazu Schnadt: „Unterm Strich kommt dann schnell ein vierstelliger Eurobetrag zusammen. Das Geld kann man sicher auch anders ausgeben.“

Polizei ahndet zahlreiche Verstöße beim Car-Freitag 2019

Im vergangenen Jahr kontrollierte die Polizei Dortmund an Karfreitag 250 Personen und 202 Fahrzeuge. Das Ergebnis:

  • 200 Verfahren wegen typischer Verstöße gegen die StVO wie Tempo, erlöschte Betriebserlaubnis oder Handy am Steuer
  • 254 Verfahren der Stadt Dortmund durch Geschwindigkeitsmessungen
  • In fast 450 Fällen forderten die Behörden Geld ein

Die Polizei kündigt an, in diesem Jahr auch Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz zu ahnden. Die Polizei beobachtet dazu auch verdeckt den Verkehr auf Autobahnen und anderen Zufahrtsstraße in Richtung Dortmund. Auch in der Dortmunder Innenstadt werde vermehrt kontrolliert. (vh)

 
 

EURE FAVORITEN