Dortmund

„Car-Freitag“ in NRW: Polizei kündigt „null Toleranz“ an

Die Polizei kündigte verstärkte Kontrollen in der Tuning-Szene für den „Car-Freitag“ an. (Symbolbild)
Die Polizei kündigte verstärkte Kontrollen in der Tuning-Szene für den „Car-Freitag“ an. (Symbolbild)
Foto: imago images / Future Image

Dortmund. Starke Kontrollen kündigte die Polizei für den „Car-Freitag“ an. Denn dann trifft sich traditionell die Tuning-Szene. Die steht wegen der steigenden Anzahl illegaler Autorennen im Moment vermehrt in den Schlagzeilen.

Die Städte in NRW haben für den „Car-Freitag“ unterschiedliche Strategien. Viele wollen mit zusätzlichem Personal kontrollieren. Die Stadt Paderborn geht einen anderen Weg: Sie hat im Vorfeld jegliche Tuning-Treffen verboten.

Polizei will Tuning-Gemeinde im Auge behalten

Die Stadt Dortmund gilt als besonderer Anziehungspunkt für die Tuning-Szene in NRW. Die üblichen Treffpunkte in der Stadt beobachten die Beamten mit zusätzlichen Kräften.„Unsere Spezialisten werden jede Auffälligkeit überprüfen“, sagte ein Polizeisprecher.

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2018 registrierten die Beamten in Wuppertal Dutzende Verstöße. Im letzten Jahr trafen sich über 2.500 Tuningfans aus Deutschland und den Niederlanden in der Stadt an der Wupper. Ausschlaggebend war Facebook-Aufruf, nachdem sich tausende Fans auf dem Gelände eines Warenhauses trafen.

Polizei Kontrollen für notwendig

Die Polizei möchte mit den verstärkten Kontrollen keine Stimmung gegen die Tuning-Fans machen. „Mit denen, die einfach nur ihre toll aussehenden oder klingenden Autos zeigen wollen, haben wir kein Problem“, sagte ein Polizeisprecher.

Wenn es allerdings um das Rasen geht, ist der Spaß vorbei. Seit 2015 hat sich die Anzahl illegaler Straßenrennen in NRW verdoppelt. Im vergangenen Jahr zählten die Beamten 474 Rennen. Seit 2017 gelten die als Straftat, es drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Generationen von Autofahrern haben das schnelle Fahren verinnerlicht

Für Michael Mertens, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, trägt das nicht vorhandene Tempolimit auf den Autobahnen eine Mitschuld an den immer häufiger stattfindenden illegalen Rennen. Dadurch würden immer neue Generationen an Schnellfahrern herangezogen. Sie hätten das Rasen auf der Autobahn verinnerlicht und würden das dann auch auf anderen Straßen fortsetzen.

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Dabei sei bekannt, wie gefährlich das Rasen sein kann. „Wir müssen weg von extrem hohen Geschwindigkeiten jenseits 180 Stundenkilometern.“ Die seien in unverhofften Situationen nicht beherrschbar.

Mertens würde gern mit erhöhten Bußgeldern dagegen angehen. „Was Bußgelder betrifft, sind wir der Discounter Europas“. Andernorts seien die Strafen für überhöhte Geschwindigkeiten abschreckend hoch. (vh/dpa)

 
 

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