Er soll eine Studentin vergewaltigt haben: BGH hebt Urteil gegen Bonner Siegauen-Vergewaltiger auf

Der Angeklagte beim Prozess im Landgericht Bonn in 2017
Der Angeklagte beim Prozess im Landgericht Bonn in 2017
Foto: dpa
  • BGH hebt das Urteil gegen den Siegauen-Vergewaltiger auf
  • Der Angeklagte Eric X. soll eine Studentin (23) im April 2017 vergewaltigt haben
  • X. habe Persönlichkeitsstörungen. Andere Strafkammer soll jetzt verminderte Schuldfähigkeit prüfen

Bonn. Er soll eine 23-Jährige und ihren Freund beim Campen überfallen und die Studentin vergewaltigt haben: Wie Focus Online berichtet, ist das Urteil gegen Eric X., den Vergewaltiger von der Bonner Siegaue, aufgehoben worden. Ursprünglich war der 31-Jährige wegen besonders schwerer Vergewaltigung mit besonders räuberischer Erpressung zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Landgericht Bonn hatte an der Schuld des Angeklagten keinen Zweifel

Das Landgericht Bonn hatte den gebürtigen Ghanaer zuvor im Oktober 2017 für elfeinhalb Jahre Gefängnis verurteilt. Das Gericht hatte an seiner Schuld keinen Zweifel. Der 31-Jährige soll am 2. April vergangenen Jahres eine Studentin (23) brutal vergewaltigt haben, als diese mit ihrem Freund beim Campen war. Der Freund (26) musste die Tat mitanhören.

Andere Strafkammer soll verminderte Schuldfähigkeit prüfen

Der Bundesgerichtshof hatte den Schuldspruch des Landgerichts bestätigt und somit die Revision des Angeklagten verworfen. Das Landgericht Bonn hatte zuvor schon eine Persönlichkeitsstörung beim Angeklagten angenommen, diese soll sich aber nicht auf die Tat ausgewirkt haben. Doch dem BGH fehlte die Begründung.

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Der Bundesgerichtshof hat jetzt entschieden, dass eine andere Strafkammer des Landgerichts eine verminderte Schuldfähigkeit erneut prüfen solle. Anhand dieser könne das Strafmaß dann erneut festgelegt werden.

Opfer sollen Todesangst gehabt haben

Die beiden Opfer sollen Todesangst gehabt haben, als Eric X. mit einer Axtsäge das Zelt aufschnitt, und sahen keinen anderen Ausweg als auf die Forderungen einzugehen, um zu überleben.

Doch X. hatte die Tat bestritten, obwohl sein Sperma an der Studentin gefunden worden war. Er habe die DNA-Probe eine „Lüge“ und die Studentin eine „Prostituierte“ genannt.

Sein Verteidiger hatte schon laut Focus Online im Oktober verkündet, Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen zu wollen. (jk)

 
 

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