Hagen

Brutale Eskalation auf Hagener Fußballplatz – prügelte Profi-Boxer Hamudi A. einen Schiedsrichter fast tot?

Prozess zur Brutalo-Aktion auf einem Hagener Fußballplatz 2016. (Symbolfoto)
Prozess zur Brutalo-Aktion auf einem Hagener Fußballplatz 2016. (Symbolfoto)
Foto: dpa/Archivbild

Hagen. Bei einem Sommer-Fußballturnier in Hagen kam es am 21. Juli 2016 zu einer brutalen Eskalation.

Mitten im Turnier tauchte plötzlich eine sechsköpfige Schlägertruppe auf dem Platz auf. Sie ging auf Atila A., den Trainer von Cemspor Hagen, los.

Der Coach des Amateurklubs wurde schwer verletzt. Als Schiedsrichter-Assistent Hasan G. schlichtend eingreifen wollte, wurde er bewusstlos geschlagen und anschließend mehrfach gegen den Kopf getreten.

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Nun steht der ehemalige Profi-Boxer Hamudi A. (26) deshalb wegen versuchten Totschlags vor Gericht. Er soll den Unparteiischen so brutal zugerichtet haben, dass sich einen Nasenbein-, Jochbein- und Jochbogen-Bruch zuzog, zeitweise in Lebensgefahr schwebte und noch heute mit Metallplatten im Gesicht herumläuft.

Grund für die Eskalation war möglicherweise eine private Fehde zwischen dem Trainer und einem seiner Spieler. Doch die Anklage steht auf wackeligen Beinen. Weder von den rund 300 Zuschauern noch den vielen Zeugen auf dem Platz kamen wirklich verwertbare Aussagen.

Hamudi A. mehrfach vorbestraft

Niemand will die Brutalo-Schläger erkannt haben. Auch ein zufällig anwesender Polizeibeamter konnte Hamudi A. nicht eindeutig als Täter identifizieren.

Der Profi-Boxer aus Langenfeld ist laut „Bild“ mehrfach vorbestraft, darunter viermal wegen Körperverletzung. Mehrfach beteuerte er aber öffentlich, sich von kriminellen Machenschaften seiner arabischen Großfamilie losgesagt zu haben. (dso)

 
 

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