Düsseldorf

Brandanschlag auf Firma in Düsseldorf – gefährlicher Fund legt bösen Verdacht nahe

Einsatzkräfte der Feuerwehr nehmen die augenscheinlichen Brandsätze unter die Lupe.
Einsatzkräfte der Feuerwehr nehmen die augenscheinlichen Brandsätze unter die Lupe.
Foto: Patrick Schüller

Düsseldorf. Nächtlicher Brandanschlag auf ein Firmengelände der Firma „Wasel“ in Düsseldorf.

Die Düsseldorfer Feuerwehr wurde am frühen Donnerstagmorgen auf das Firmengelände in der Straße „Am Trippelsberg“ in Düsseldorf gerufen. Hier stand ein Autokran in Flammen. Die Einsatzkräfte brachten das Feuer schnell unter Kontrolle, machten anschließend aber eine gefährliche Entdeckung.

Feuerwehr entdeckt Brandsätze an Fahrzeugen der Firma Wasel

An mehreren weiteren Fahrzeugen fand die Feuerwehr weitere mutmaßliche Brandsätze. Die Feuerwehr geht deshalb von einem gezielten Anschlag aus.

Durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte konnte die Ausbreitung des Feuers auf weitere Autokräne verhindert werden. Der Sachschaden wird auf rund 10.000 Euro geschätzt. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Brandanschlag legt pikanten Verdacht nah

Der Brandanschlag könnte in einem größeren Zusammenhang stehen. So wird die Firma „Wasel“ in Foren und in den Sozialen Medien von Aktivisten dafür kritisiert, dass ihre Gerät nicht nur im Braunkohletagebau, sondern auch im Hambacher Forst zum Einsatz komme:

In einer der vielen Google-Rezension über die Firma, schreibt ein Nutzer: „Ganz miese Firma. Verdient ihr Geld mit der Zerstörung der Unwelt im Hambacher Forst. Profit ist ihnen wichtiger als die Bekämpfung des Klimawandels.“

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Hambacher Forst: Aktivisten sind sich uneinig

Vor rund einer Woche erklärte der Twitter-Account „Hambacher Forst“, dass eine andere Firma zu Unrecht ins Visier der Umeltaktivisten geraten ist. Grund für das Missverständnis: Die Autokranfirma trägt den gleichen Namen:

Ob es einen Zusammenhang zwischen dem Brandanschlag und den Demonstrationen im Hambacher Forst gibt, kann die Polizei nicht ausschließen. Allerdings stehen die Beamten erst am Anfang der Ermittlungen.

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Die betroffene Firma „Wasel“ war am Donnerstagmorgen zu keiner Stellungnahme bereit.

Polizei prüft Bekennerschreiben

Im Internet kursiert derweil ein mutmaßliches Bekennerschreiben, das den Brandanschlag in Düsseldorf mit der Räumung des Hambacher Forsts in Zusammenhang bringt: „Die Firma Wasel wurde gestern Nacht angegriffen, mit sechs Brandsätzen auf sechs Fahrzeuge, weil sie RWE ihre Maschinen zur Verfügung stellen, weil sie es möglich machen, dass die Bullen den Wald räumen, weil sie ein Teil des Systems sind, dass wir so hassen“, heißt es in dem Schreiben.

Der Düsseldorfer Polizei ist das Bekennerschreiben bekannt: „Wir prüfen, ob das Schreiben authentisch ist“, sagte ein Sprecher der Polizei gegenüber DER WESTEN.

Hambacher Forst: Andere Firmen reagieren auf Protest

In den letzten Wochen hatten mehrere Unternehmen ihre Geräte aus dem Hambacher Forst abgezogen. So reagierte etwa die Firma „Cramer“ umgehend auf den Hinweis aus der Bevölkerung und untersagte den Einsatz ihrer Hebebühnen zur Räumung des Waldes.

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„Wir hoffen, dass durch den von uns nicht autorisierten Einsatz unserer Arbeitsbühne kein Mensch, egal zu welcher beteiligten Gruppe er gehört, zu Schaden gekommen ist“, hieß es in einer Pressemitteilung der Hagener Firma am 18.September.

Neben Cramer stoppten auch Boels Rentals und die Hebebühnen-Verleihfirma Gerken aus Düsseldorf die Nutzung ihres Geräts im Hambacher Forst.

 
 

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