Bonner Siegaue: Warum der Freund der vergewaltigten Studentin im Netz gehasst und von der Polizei gelobt wird

Eric X. beteuert seine Unschuld - trotz eines eindeutigen DNA-Tests.
Eric X. beteuert seine Unschuld - trotz eines eindeutigen DNA-Tests.
Foto: dpa

Bonn. Wenn es stimmt, was die bisherigen Ermittlungen ergeben haben, war es eine grausame, eine brutale Tat. Eric X. (31) soll im April ein zeltendes Pärchen auf der Bonner Siegaue überfallen und eine junge Studentin (23) vergewaltigt haben.

Mit einer Astsäge schnitt er das Zelt des Paares auf und überfiel die Studenten. Beim fünften Prozesstag wurden jetzt weitere Details der schrecklichen Nacht bekannt. Wie „Spiegel Online“ berichtet, sagte der Freund des vergewaltigten Frau aus. Er hatte im Netz viel Kritik kassiert, weil er zusah, wie seine Freundin von Eric X. vergewaltigt wurde.

Bonner Siegaue: Freund wollte zunächst mit Taschenmesser angreifen

Offenbar war es aber die Entscheidung der 23-Jährigen, die Tat über sich ergehen zu lassen. Sie hatte wohl Angst, dass X. andernfalls beide töten würde.

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Ein Polizist berichtete nun, dass der Freund der Studentin trotzdem überlegte, X. anzugreifen. Mit seinem Schweizer Taschenmesser hätte er gegen die 80 Zentimeter lange Astsäge des Angreifers aber wohl kaum Chancen gehabt. Stattdessen blieb er im Zelt und rief die Polizei.

Eric X. zeigt keinerlei Einsicht

„Sie haben alles richtig gemacht“, beruhigte der Polizist den jungen Mann noch in der Nacht nach der Tat.

Kommende Woche sagt dann die 23-Jährige selbst aus - allerdings wohl unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Eric X. selbst gibt sich uneinsichtig. Obwohl ein DNA-Test ihn als Täter überführt hat, beteuert der 31-Jährige weiterhin, er sei unschuldig.

(fel)

 
 

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