Düsseldorf

Black Friday: „Mehr Lagerverkauf als heißer Scheiß“ - So kannst du trotzdem sparen

Die Verkäufer locken am Black Friday mit massiven Rabatten.
Die Verkäufer locken am Black Friday mit massiven Rabatten.
Foto: imago

Düsseldorf. 70 Prozent Rabatt, 50 Prozent Rabatt, Super Sale - seit Tagen ist kaum noch etwas anderes in Werbung und Geschäftsscheibe zu lesen. Und Freitag soll er steigen, der Feiertag der Verkaufstempel - der Black Friday.

Doch kannst du hier wirklich richtig sparen oder ist das alles gar nicht so günstig?

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Georg Tryba ist Sprecher der Verbraucherzentrale NRW: „Erst einmal ist eines ganz wichtig: Schnäppchenzeit ist immer. Ob jetzt, knapp vor Weihnachten oder direkt nach Weihnachten.“

Heißt: Wenn du den Freitag nicht komplett vor dem PC oder in den Shoppingzentren verbringen kannst, musst du dir keine Sorgen machen, nie wieder günstig einkaufen zu können.

Kleine Übertreibung

Insgesamt ist der Black Friday eine kleine Übertreibung. Tryba: „Man muss bedenken, dass die Rabatte selten so hoch sind, wie sie in der Werbung angegeben werden. Die Firmen rechnen die Prozente meistens von der unverbindlichen Preisempfehlung der Hersteller ab.“

Es ist also durchaus möglich, dass beispielsweise der Fernseher schon vorab günstiger als der UVP war. „Die eigentlichen Rabatte liegen also meistens bei gerade einmal 20 Prozent“, so Tryba.

Mehr Lagerräumung als heißer Scheiß

Zudem hat die Verbraucherzentrale im letzten Jahr zum Black Friday einen Test beim Internet-Riesen Amazon gemacht. Dabei kam heraus, dass die meisten verbilligten Produkte am Black Friday nicht auf den Bestenlisten des Onlineversandhauses standen. Tryba: „Das war eher eine Lagerräumung, als der heiße Scheiß!“

Nicht aus der Ruhe bringen lassen

Trotzdem ist es natürlich möglich, am Black Friday ein Super-Schnäppchen zu machen. Die Verbraucherzentrale rät nur zur Vorsicht.

„Man sollte sich vorher überlegen, 'was brauche ich eigentlich?' und auch die Preise bei Suchmaschinen im Internet vergleichen. Zudem sollte sich der Käufer nicht von runterlaufenden Bestandsmengen oder Sekundenzeigern („Dieses Produkt ist nur noch drei Minuten verfügbar“) verwirren lassen. Als Kunde hat man immer ein Widerrufsrecht. Man kann also ein Produkt auch bestellen, im Nachhinein den Preis überprüfen und gegebenenfalls den Kauf widerrufen.“

 
 

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