Bielefelds Oberbügermeister will mehr unbegleitete Flüchtlingskinder aufnehmen – doch das spaltet die Politik

Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen.
Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen.
Foto: Imago

Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) hat einen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geschrieben: Er will mehr unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufnehmen und unterstützt damit den Appell anderer Oberbürgermeister, Flüchtlingen zu helfen.

In Bielefeld teilen sich jedoch die Reaktionen: Während die SPD und die Initiative "Aktion Seebrücke Bielefeld" den Aufruf begrüßen, zeigt sich die CDU nicht gerade begeistert über den Alleingang des OBs. Das berichtet die Neue Westfälische.

Betreuung von Kindern sei besonders „problematisch und aufwendig"

Am 27. September erhofft sich OB Clausen jedoch eine Mehrheit für seinen Vorstoß im Stadtrat. CDU-Fraktionschef Ralf Nettelstroth ist da jedoch anderer Meinung: „Wir sollten nicht auf die Überholspur gehen und das vernünftige Verteilverfahren umgehen", so Nettelstroth gegenüber der Zeitung. Gerade die Betreuung von Kindern und Jugendlichen sei besonders „problematisch und aufwendig".

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Der stellvertretende SPD-Fraktionschef Hom Sternbacher findet jedoch, das man aus humanitären Gründen den Aufwand in Kauf nehmen müsse: „Kinder und Jugendliche zu betreuen ist sicher eine besondere Herausforderung, aber Bielefeld hat bewiesen, dass es das pragmatisch bewältigen kann."

Auch die Initiative "Aktion Seebrücke", mit dessen Vertretern sich Clausen am Montag getroffen hatte, fordert Bielefeld auf zu einem sicheren Hafen für Flüchtlinge zu werden. (jg)

 
 

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