Streit zwischen vier Männern am Bielefelder Hauptbahnhof eskaliert – plötzlich fallen Schüsse

Eine Schusswaffe konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Bei dem vermuteten Schützen konnten die Beamten jedoch Schreckschussmunition sicherstellen. (Symbolfoto)
Eine Schusswaffe konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Bei dem vermuteten Schützen konnten die Beamten jedoch Schreckschussmunition sicherstellen. (Symbolfoto)
Foto: Carsten Rehder/dpa
  • Auseinandersetzung zwischen vier Personen am Bielefelder Hauptbahnhof
  • Mehrere Zeugen vernahmen Schüsse
  • Die Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung dauern an

Bielefeld. Am Sonntagabend kam es nach Polizeiangaben zu einem Zwischenfall am Bielefelder Hauptbahnhof, bei welchem mehrere Personen beteiligt waren.

Wie die Neue Westfälische berichtet, hörten Zeugen Schüsse im Bereich des als „Tüte“ bekannten Zugangs zur Stadtbahn-Haltestelle.

Hauptbahnhof Bielefeld: Mehrere Zeugen berichten von „Knallgeräuschen“

Gegen 18 Uhr berichteten mehrere Anrufer der Polizei von Knallgeräuschen und eine Auseinandersetzung mehrerer Personen im Bereich der Herbert-Hinnendahl-Straße.

Die Polizisten waren schnell vor Ort und trafen im Bahnhof auf Beamte der Bundespolizei, welche bereits einen der flüchtenden Täter festnehmen konnten.

Zwei Männer festgenommen

Der mutmaaßliche Mittäter des festgenommenen 30-jährigen Bielefelders konnte einige Zeit später in der Nähe der Stadthalle gefasst werden. Bei ihm handelte es sich um einen 26-Jährigen ohne Wohnsitz.

Zeugenaussagen zufolge waren bei der Auseinandersetzung insgesamt vier Personen involviert. Der Tatverdächtigte 30-Jährige habe Schüsse in Richtung der zwei Kontrahenten abgegeben.

Schüsse – aber keine Schusswaffe

Eine Schusswaffe konnte bisher nicht gefunden werden. Bei dem vermeintlichen Schützen wurde jedoch Schreckschussmunition sichergestellt.

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In der Nähe des Festnahmeortes des 26-Jährigen fanden die Beamten außerdem ein Messer in einem Gebüsch.

Umfassende Ermittlungen noch am Abend

Einen der beiden angegriffenen, einen 18-jährigen Bielefelder konnte die Polizei noch am Abend ermitteln.

Weiterhin führten die Beamten umfassende Personalienfeststellungen im Bereich der „Tüte“ durch, die Identität des zweiten Geschädigten ist bisher jedoch unbekannt.

Die „Tüte“ als bekannter Ort der Szene

Der Bereich zwischen dem Bielefelder Hauptbahnhof und der Stadthalle ist bekannt und gilt allgemein als Treffpunkt von Trinkern und Wohnungslosen.

Rund 45 Prozent der Menschen dort sollen zum Klientel des Drogenhilfezentrums gehören. (db)

 
 

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