Demonstranten stürmen WDR-Studio – das fordern sie

Gegen 11.40 Uhr rückte die Polizei zum WDR-Studio in Bielefeld aus, da mehrere Aktivisten das Gebäude besetzt hatten. (Symbolfoto)
Gegen 11.40 Uhr rückte die Polizei zum WDR-Studio in Bielefeld aus, da mehrere Aktivisten das Gebäude besetzt hatten. (Symbolfoto)
Foto: imago/Ralph Peters
  • Am Donnerstagvormittag stürmten Aktivisten das Studio des WDR in Bielefeld
  • Ihre Forderung: Mediale Aufmerksamkeit für den Hungerstreik Leyla Güvens

Bielefeld. Am Donnerstagvormittag stürmten mehrere Aktivisten das Studio des WDR an der Lortzingstraße in Bielefeld. Gegen 11.30 Uhr drangen neun Demonstranten in das Gebäude ein. Das bestätigte die Polizei gegenüber DER WESTEN-

Ihr Ziel: Die Erzwingung einer Fernsehberichterstattung über Hungerstreikende in der Türkei.

Ein Angebot der WDR-Studioleiterin lehnten die Aktivisten ab

Das Angebot von Studioleiterin Solveig Münstermann, ein mitgebrachtes Schriftstück weiterzuleiten, lehnten die Aktivisten ab. Darüber berichtet die Neue Westfälische. Gegen 11.40 Uhr rief sie daher die Polizei.

Auf die Aufforderungen, das Gebäude zu verlassen, reagierten die Eindringlinge nicht. Vor dem Studio brachte ein Teilnehmer derweil ein Transparent an.

WDR-Studio gestürmt: Demonstranten wollten mediale Aufmerksamkeit

Die Aktivisten wollten eine Berichterstattung über die in der Türkei inhaftierte kurdische Politikerin Leyla Güven erzwingen, welche sich mittlerweile seit über 70 Tagen in einem unbefristeten Hungerstreik befindet.

Wie die Neue Westfälische berichtet, will sie mit dem Hungerstreik auf die Lage des inhaftierten PKK-Führers Abdullah Öcalans aufmerksam machen.

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Die Polizei wirkte deeskalierend

„Wir appellieren an die gesamte Öffentlichkeit und besonders an die Medien, sich dem dringlichen Thema des Hungerstreiks und einer friedlichen Lösung der kurdischen Frage anzunehmen“, heißt es in einer Protestnote der Aktivisten.

Solveig Münstermann spricht großes Lob für die Einsatzkräfte der Polizei aus. Sie haben deeskalierend auf die Situation gewirkt und konnten sie friedlich auflösen.

Verzicht auf Anzeige wegen Hausfriedensbruch

Die Neue Westfälische berichtet, dass die Aktivisten das Gebäude freiwillig verließen, nachdem der WDR-Sicherheitschef aus Köln mitteilte, dass auf eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch verzichtet wird - wenn sie friedlich wieder abziehen.

Gegen einen Aktivisten wurde eine Strafanzeige wegen des Anfangsverdachts einer Straftat erteilt, da er Polizeibeamten mit seinem Handy filmte. Die ganze Situation war gegen 12.35 Uhr aufgelöst. (db)

 
 

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