Bewegungsradius in NRW: 15 km von deinem Wohnort – so weit dürftest du dann noch gehen

Bewegungsradius in NRW: Die geplante Corona-Regel wird neue Einschränkungen für dich bedeuten. Bald könnte es sein, dass du dich nicht weiter als 15 Kilometer von deinem Wohnort entfernen darfst. (Symbolbild)
Bewegungsradius in NRW: Die geplante Corona-Regel wird neue Einschränkungen für dich bedeuten. Bald könnte es sein, dass du dich nicht weiter als 15 Kilometer von deinem Wohnort entfernen darfst. (Symbolbild)
Foto: dpa / Calc Maps

Schon bald könnte den Kommunen der Bewegungsradius in NRW drohen. Steigt die Inzidenz, dürfen sich Menschen dann nur noch 15 Kilometer über die Stadtgrenze hinaus bewegen.

Der erste Corona-Gipfel im Jahr 2021 hat es in sich: Erstmals kommt offensichtlich eine Beschränkung des Bewegungsradius' in NRW auf die Bürger zu. Bund und Länder haben sich am Dienstag darauf verständigt, dass in Landkreisen mit hohen Corona-Infektionszahlen weitere Maßnahmen zur Einschränkung des Bewegungsradius' auf 15 Kilometer um den Wohnort ergriffen werden sollen.

Ausgenommen bei dem Bewegungsradius in NRW von 15 Kilometern sind Fahrten aus triftigen Gründen, etwa zur Arbeit oder zum Arzt. Unterbunden werden sollen Tagestouren ins weitere Umfeld.

Bewegungsradius in NRW: Das würden 15 km für deinen Wohnort bedeuten

Was bedeutet das konkret für deinen Wohnort? Hier liest du, in welchem Radius du dich beispielhaft nach der geplanten Regelung noch aus den Städten wie Essen, Dortmund, Köln und Düsseldorf bewegen darfst. Laut Merkel ist dabei immer der Wohnort, also die ganze Stadt gemeint, nicht die Wohnadresse.

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Auch wenn es noch keine Einigung auf ein Beschlusspapier gegeben hat, so gilt es als ziemlich sicher, dass der Bewegungsradius in NRW kommen wird. Er soll dann greifen, sobald die Landkreise und Städte bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern erreicht haben. Wer dann noch den Bewegungsradius überschreiten möchte, um zum Beispiel zu reisen, muss darauf verzichten, sofern kein triftiger Grund vorliegt.

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Essener dürfen dann, wenn man von Essen-Mitte ausgeht, zum Beispiel noch nach Gelsenkirchen, Bottrop, Mülheim und Oberhausen fahren. Städte wie Bochum und Duisburg können hingegen nur noch teilweise besucht werden. Der Bochumer Osten mit seinen Stadtteilen Grumme, Kornharpen und Altenbochum liegen außerhalb des Bewegungsradius. Auf der anderen Seite des Radius, westlich von Essen, liegt die erlaubte Grenze bereits vor Duissern. Nach Duisburg darfst du dann also nicht mehr fahren.

Wer in Dortmund wohnt, der darf nach der Regelung noch in Städte wie Castrop-Rauxel, Witten und Lünen. Recklinghausen, Herne und Bochum beispielsweise dürfen hingegen nicht mehr besucht werden - wobei zumindest etwa Altenbochum im Bochumer Osten noch in dem 15-Kilometer-Bewegungsradius liegt.

Für jene Menschen, die in Düsseldorf wohnen, bedeutet die geplante Regelung, dass sie kaum noch aus den Stadtgrenzen hinaus dürfen. Sie dürfen zum Beispiel noch nach Ratingen, Erkrath sowie nach Neuss. Der Süden von Dormagen und der Osten von Mettmann liegen allerdings bereits außerhalb des Bewegungsradius.

Ähnlich sieht es in Köln aus. Dort reicht der Bewegungsradius bis nach Leverkusen, Berzdorf und Brauweiler. Bergisch Gladbach liegt auch noch größtenteils innerhalb des 15-Kilometer-Radius. Dormagen und Kerpen befinden hingegen außerhalb des Radius und abgesehen von Ranzel ist auch der Rhein-Sieg-Kreis dann tabu.

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Sieben-Tages-Inzidenz bleibt entscheidend

Ob Städte wie Essen, Dortmund, Köln und Düsseldorf jedoch tatsächlich von der Einschränkung betroffen sein werden, hängt letztendlich von ihrer Sieben-Tages-Inzidenz ab. Aktuell ist Herne die einzige NRW-Stadt mit einem Inzidenzwert über 200 (203,9). Somit würde der Corona-Bewegungsradius bislang nur dort gelten. Essen liegt derzeit beispielsweise bei einem Inzidenzwert von 160, Dortmund bei 137,7, Recklinghausen bei 165,8 und Gütersloh sogar bei 183,6.

Aber: Aufgrund der Nachmeldungen und weitaus weniger Tests in der Woche um Weihnachten und Silvester ist die Zahl derzeit wenig aussagekräftig. Andere NRW-Städte könnten bald also wieder über den Wert von 200 springen und den geplanten Bewegungsradius zu spüren bekommen.