„Bares für Rares“ im ZDF: Knut will ein kurfürstliches Taufbecken verkaufen – doch er ahnt nicht, was er da wirklich hat

Albert Maier, Horst Lichter und Knutt Bellwinkel diskutieren über das Waschbecken.
Albert Maier, Horst Lichter und Knutt Bellwinkel diskutieren über das Waschbecken.
Foto: Screenshot/ZDF

Meerbusch. Manchmal haben die „Bares für Rares“-Verkäufer richtig Ahnung, manchmal wissen sie gar nicht, was sie da verkaufen und in seltenen Fällen ist das angebotene Objekt dann doch etwas ganz anderes als gedacht.

Einen solchen Fall stellt Knut Bellwinkel aus Meerbusch dar. Mit ordentlich Selbstvertrauen und einem - angeblich - kurfürstlichen Taufbecken im Gepäck reiste er zu den Pulheimer Walzwerken, um das Objekt aus dem 17. Jahrhundert zu verkaufen.

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„In der Wanne steht eine Jahreszahl von 1675. Da ist auch das Wappen eines Kurfürsten. Das muss etwas Außergewöhnliches sein. So eine Arbeit hat man in dieser Zeit nicht für den Normalbürger gemacht“, ist sich der Kaufmann aus Meerbusch ganz sicher.

Experte Albert Maier hatte aber eine ganz andere Erklärung für das seltene Objekt, das sich seit der Kindheit im Familienbesitz von Knut Bellwinkel befindet und bislang eigentlich nur als Postablage genutzt wurde.

Triton in die Kupferwanne geätzt

Doch zunächst erklärt er, dass die Inschriften der Kupferform geätzt seien und verschiedene Symbole zeigen würden. Unter anderem das des griechischen Meeresgottes Triton.

Ein Hinweis auf die eigentliche Funktion des Objekts. Die Wanne ist nämlich kein Taufbecken oder eine Auflaufform, wie Bellwinkel auch noch mutmaßte, sondern ein Handwaschbecken.

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„Normalerweise waren diese Kupferformen irgendwo eingelassen. Vermutlich in einem Möbel oder einem Stein“, erklärt Maier.

Deutlich weniger wert als gedacht

Nach dieser Erkenntnis musste Bellwinkel auch von seiner ursprünglichen Erlös-Vorstellung abrücken. Statt der gewünschten 1500 Euro dürfte das Handwaschbecken nur noch zwischen 500 und 600 Euro bringen, so Maier.

Und nicht mal diesen Preis konnte das ehemalige Taufbecken einbringen. Händler Fabian Kahl zahlte schlussendlich 300 Euro. „Das ist ein Spekulationsobjekt“, begründet er seine Entscheidung.

Knut Bellwinkel ist trotzdem zufrieden. So muss er die Wanne zumindest nicht mehr mit nach Hause nehmen.

 
 

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