„Bares für Rares“ im ZDF: Rarität jahrelang als Aschenbecher missbraucht – jetzt erzielt sie diesen Wahnsinnspreis

Ein einmaliges und wertvolles Exemplar bestaunen Expertin Wendela Horz, Horst Lichter und das Ehepaar Walde.
Ein einmaliges und wertvolles Exemplar bestaunen Expertin Wendela Horz, Horst Lichter und das Ehepaar Walde.
Foto: ZDF

Köln. Verborgene Schätze finden sich besonders auf Flohmärkten. Dort sind auch Catalina und René Walde aus Remshalden bei Stuttgart fündig geworden. „Wir gehen gerne auf Flohmärkte. Meine Frau ist da wie ein kleine Elster. Alles was glänzt, guckt sie an“, erzählt René bei „Bares für Rares“.

Zum Glück für die beiden! Denn Ehefrau Catalina schlug bei mehreren Silberstücken zu. Preis: 2 Euro. Darunter eine über 100 Jahre alte russische Kowsch. Jahrelang hatten die vorherigen Besitzer sie als Aschenbecher genutzt.

Nun macht das Ehepaar in der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ ein kleines Vermögen mit der unscheinbaren Kelle.

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„Bares für Rares“: Kowsch als Aschenbecher missbraucht

Eine Kowsch ist ein aus Silber bestehender, wie eine Art Schöpfkelle geformter, russischer Wodkabecher mit Henkel. Die Form erinnert dabei ein wenig an ein Wikingerschiff. Als kleine Ausführung galten Kowschs Ende des 19. Jahrhunderts als Geschenk des Zarenhauses. Häufig sind sie auch in russischen Museen ausgestellt.

Als das Ehepaar aus Baden-Württemberg die Expertenmeinung hören, ahnen sie schon: Beim Verkauf dieses Objekts kann der Rubel rollen.

Vor allem, weil sich auf dem Unterboden in russischer Schrift der Name der bekannten russischen Silberschmiede Ovchinnikov sowie die 84-Zolotniki-Sibermarke befindet, die für eine 875er Silberlegierung steht. Eine Gravur zeigt als Datumsangabe den 14.5.1906.

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Bescheiden formuliert Renè Walde, dass sie bereits zufrieden wären, wenn sie den Materialwert von 150 Euro erhalten würden. Expertin Wendela Horz zerschlägt die viel zu niedrige Erwartung: „Ich würde den Wert bei 1500 Euro ansetzen.“

Wäre die Kowsch nicht als Aschenbecher missbraucht und besser gepflegt worden, sei sie rund 5000 Euro wert. Freudig meint René: „1500 Euro, damit hätten wir nie gerechnet!“

Für 2 Euro gekauft, für 1250 verkauft

Den Händlern bleibt bei genauerer Betrachtung ebenfalls nicht verborgen, dass es sich um ein ganz besonderes Objekt handelt. Zögerlich geben sie ihre Gebote ab.

Das Startgebot von 180 Euro ist viel zu niedrig, doch schnell überbieten sich die Händler. Besonders Händler Fabian Kahl scheint den Wert erkannt zu haben und erhält den Zuschlag bei 1250 Euro.

Unfassbar, für gerade einmal zwei Euro haben die Waldes die unscheinbare Silberkelle erworben, nun erhalten sie mehr als das 600-fache. „Wir sind happy. Jetzt kann es in der Urlaub gehen“, freut sich das Ehepaar über den finanziellen Zuschuss. (mb)

 
 

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