„Bares für Rares“: Paar aus NRW bringt altes Kästchen mit – Experte platzt vor Glück

„Bares für Rares“-Experte Colmar Schulte-Goltz ist außer sich vor Glück.
„Bares für Rares“-Experte Colmar Schulte-Goltz ist außer sich vor Glück.
Foto: Screenshot ZDF

Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Das müssen sich auch Silvia Haumann und Jan-Dirk Wolken aus Hamm gedacht haben, als sie ein altes, schon leicht angestaubtes Kästchen zu „Bares für Rares“ brachten.

Um was genau es sich handelte, das wussten sowohl der Steinmetz als auch die Schreinermeisterin nicht. Klar war nur, Silvia hatte das Kästchen einst von einer Kundin geschenkt bekommen, und nun sollte es bei „Bares für Rares“ einen neuen Besitzer finden.

„Bares für Rares“: Paar aus NRW bringt absolute Seltenheit in die Pulheimer Walzwerke

Und schon der Blick von „Bares für Rares“-Experte Colmar Schulte-Goltz sollte ihnen verraten: Das wird heute was. Der Kunsthistoriker war nämlich vollends begeistert von der seltenen Holz-Antiquität. Besonders aber von ihrem Inhalt.

„Ein ungewöhnliches Ding“ sei es, das das Paar aus Hamm mitgebracht habe, so Schulte-Goltz. „Es sieht aus wie ein kleiner Altar, so eine Art Flügel- oder Klappaltar. Und es ist auch aufgebaut, wie ein Altar“, beschreibt der Experte.

Noch interessanter als das Äußere sei jedoch das Innere. „Jetzt ist es so, dass beide Flügel mit einer lateinischen Inschrift ausgestattet sind. Das bringt uns schon näher, was darin zu finden ist. Und wir sehen im Hauptteil etwas, das wie eine Sammlung wirkt“, beschreibt Schulte-Goltz immer euphorischer werdend.

„Bares für Rares“: Besitzerin will 100 Euro und bekommt schlussendlich...

Bei dem alten Kästchen handele es sich um eine Lipsanothek, also ein Kasten zur Aufbewahrung von Reliquien. Insgesamt 16 kleine Einheiten seien in der Lipsanothek, so der Experte. Ein absoluter Schatz, schließlich stammt die Sammlung aus dem 18. Jahrhundert.

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Das ist „Bares für Rares“:

  • „Bares für Rares“ wird im ZDF ausgestrahlt
  • Seit 2013 gibt es die Trödelshow
  • Horst Lichter moderiert die Sendung
  • „Bares für Rares“ gilt als die erfolgreichste Sendung im Nachmittagsprogramm des ZDF
  • Die Sendung hat einen festen Pool von Experten und Händlern, die die Stücke begutachten
  • Immer wieder wurde der Show Fake und Betrug vorgeworfen. Dies wiesen sowohl Horst Lichter als auch das ZDF von sich
  • Die Anmeldung für „Bares für Rares“ kannst du hier ausfüllen

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„Ich habe große Ehrfurcht vor dem tollen Objekt“, so Schulte-Goltz. Und auch der Preis macht ehrfürchtig. So wollte Silvia gerade einmal etwas zwischen 50 und 100 Euro für den Reliquienschrank haben. Viel zu wenig, wie Schulte-Goltz schnell einwendet. Zwar fehlt ein Aufsatz auf dem Kistchen, aber „das Stück ist etwas sehr Rares. Ich bin ganz dankbar, dass Sie es mitgebracht haben. Und der Preis ist hierbei schwer zu nennen, aber ich bin hier bei 1700 bis 2000 Euro.“

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Wahnsinn. „Ein ganz tolles Objekt“, schiebt Schulte-Goltz sogar noch einmal nach. So euphorisch hat man den 46-Jährigen wohl noch nie bei „Bares für Rares“ gesehen.

Ganz so viel bekam das Paar aus Hamm zwar nicht. Aber immerhin 1000 Euro konnte es dann doch mit ins Ruhrgebiet nehmen.

In der Abendausgabe von „Bares für Rares“ war Horst Lichter völlig außer sich. Wegen DIESES Objektes.

 
 

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