„Bares für Rares“: Verkäuferin bringt Silberschale für 5 D-Mark mit – und kann nicht glauben, WIE VIEL sie wirklich wert ist

Alexandra Zepf aus Baden-Württemberg bringt eine Silberschale aus einer Haushaltsauflösung zu „Bares für Rares“.
Alexandra Zepf aus Baden-Württemberg bringt eine Silberschale aus einer Haushaltsauflösung zu „Bares für Rares“.
Foto: ZDF

Kalkar. Wow, was glänzt das! Alexandra Zepf aus Baden-Württemberg hat ein ganz besonderes Fundstück zu „Bares für Rares“ gebracht: eine imposante Silberschale. Sie ähnelt einem griechischen Kantharos, also einem Trinkgefäß.

Zur großen Freude von Horst Lichter handelt es sich nicht um ein Erbstück. „Gott sei dank, ich kann es nämlich langsam nicht mehr hören! Jeder erbt irgendwas, nur ich nicht“, scherzt der Trödel-Experte. Die Schale hat Zepfs Vater im Zuge einer Haushaltsauflösung gekauft - um Blumen darin zu pflanzen. Für sage und schreibe 5 D-Mark!

Ohne zu wissen, was das Schmuckstück tatsächlich wert ist. Über den Wert wird auch Alexandra Zepf gleich staunen. „Bares für Rares“-Expertin Heide Rezepa-Zabel ist sich sicher: Die Schale besteht aus 800er-Silber. Also 80-prozentiges Silber. Die Expertin kann aus der Schale auch lesen, wo sie herkommt. Das verrät ihr ein kleiner eingravierter Adler am Boden der Schale.

„Es handelt sich hier um den Adler des Heilbronner Stadtwappens, was die Firma Bruckmann und Söhne als Stempel verwendet hat“, erklärt Rezepa-Zabel. Und das schon seit dem Jahr 1812. Neben dem Wappen steht der Name Eugen Markus. Auch das verrät der Expertin so einiges über die Silberschale.

„Bares für Rares“: So alt ist die Silberschale

„Das ist der Händler gewesen, ein bedeutender Händler. Er war ein königlicher Hofjuwelier aus Berlin“, erklärt Rezepa-Zabel. Und durch jenen Eugen Markus kann das Stück datiert werden. Die „Bares für Rares“-Expertin sagt: „Dieser Händler hatte sein Geschäft in den Jahren zwischen 1900 bis circa 1930. Da passt auch hervorragend zu diesem Stil.“

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„Bares für Rares“: Sagenhafter Gewinn

Aber was ist das neoklassizistische Stück, das Horst Lichter „wunderschön“ findet, jetzt wert?

„Günstig geben wir das nicht weg“, erklärt Lichter. „Es reicht ja, wenn das billig gekauft wurde.“ Verkäuferin Alexandra Zepf hat eine genaue Vorstellung, welchen Betrag sie für die imposante Schale gerne hätte: 1000 bis 1200 Euro wünscht sie sich. Und da liegt sie - nimmt man nur den Materialpreis als Grundlage einer Berechnung - gar nicht mal so daneben. Der beträgt laut Expertin 860 Euro.

Allerdings geht es ja hier nicht nur um den Silberwert. Sondern darum, dass es ein zeitloses, beliebtes Objekt ist, so Rezepa-Zabel. Sie schätzt die Schale auf 1.800 bis 2.000 Euro.

Ob die Händler Zepf so viel zahlen werden?

Am Ende geht die Schale für 1650 Euro über den Auktionstisch. Zu Erinnerung: Zepfs Vater kaufte die Schale einst für 5 D-Mark.

Dass die Schale jetzt nicht mehr in Familienbesitz ist, stört Zepf nicht. „Sie stand 40 Jahre auf dem Wohnzimmerschrank meiner Eltern. Vermissen wird sie niemand.“ (bs)

 
 

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