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„Bares für Rares“: Irre! Wie ein Händler aus dem Ruhrgebiet für dieses Nashorn Kopf und Kragen riskierte

Bei "Bares für Rares" verkaufte ein Händler aus Castrop-Rauxel dieses Nashorn.
Bei "Bares für Rares" verkaufte ein Händler aus Castrop-Rauxel dieses Nashorn.
Foto: ZDF

Essen. Bei „Bares für Rares“ gab es am Montagabend einen ganz besonderen Schatz aus dem Ruhrgebiet!

Ein Verkaufsleiter aus Castrop-Rauxel präsentierte dem Moderator Horst Lichter in der ZDF-Sendung ein großes Stoff-Nashorn. So weit, so unspektakulär.

„Bares für Rares“: Nashorn mit bewegender Geschichte

Doch hinter dem putzigen Tierchen steckt eine beeindruckende Geschichte, die für Verkaufsleiter Karlheinz Pallapies gefährliche Folgen hätte haben können.

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Was ist das Besondere an dem Nashorn bei „Bares für Rares“?

Das präsentierte Nashorn ist ein sogenanntes Rupfentier. Diese Tiere wurden in den 1950er und 1960er Jahren aus einem grob geflochtenen Jutestoff sowie Leder hergestellt und waren für den Normalverbraucher nicht erhältlich. Sie wurden für Schulen, Kindergärten und Kinderkrankenhäuser in sehr limitierter Auflage hergestellt.

Heute werden die Tiere bei ebay und Co. teilweise für mehrere tausend Euro gehandelt. Das Modell „Nashorn“ ist besonders selten und wurde sogar im Museum of Modern Art in New York ausgestellt. Dort hatte Pallapies das Tierchen einst gesehen und wurde stutzig. Denn das gleiche Stofftier hatte er jahrelang in seinem Keller gebunkert.

Nashorn gegen Farbdekoder getauscht

1967 hatte Pallapies das Nashorn auf einer Messe in Leipzig entdeckt. „Ich habe damals internationale Messen organisiert, in Leipzig, in Hannover, in Moskau, überall. Und habe dann in Leipzig dieses Teil gefunden. Das war 1967, es wurde damals ausgestellt.“

Im Tausch für das Nashorn gab Pallapies dem Händler in Leipzig einen eingeschmuggelten Farbdekoder. Diese hatten in der DDR damals einen enormen Wert, schließlich gab es dort noch kein Farbfernsehen.

Farbdekoder eingeschmuggelt, Nashorn rausgeschmuggelt. „Das ist ja echt gefährlich gewesen“, meinte Experte Sven Deutschmanek.

Nashorn für 1200 Euro verkauft

Wäre Pallapies an der Grenze erwischt worden, hätte den Geschäftsmann eine Menge Ärger gedroht. „Glück gehabt“, kommentierte Moderator Horst Lichter lakonisch.

Glück hatte Pallapies auch in der Sendung. Für 1200 Euro verkaufte der 81-Jährige sein Nashorn.

 
 

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