Brisantes Video: Autofahrer filmt rücksichtslosen DHL-Boten – das sagt die Post zur Aufnahme

Screenshot des Videos zum Vorfall in Meggen.
Screenshot des Videos zum Vorfall in Meggen.
Foto: Screenshot Facebook

Meggen (Lennestadt). Es ist ein kurzes Video, das bei Facebook für ordentlich Ärger gesorgt hat. Es zeigt einen DHL-Paketboten, der in Meggen in NRW Pakete in seinen Transporter schmeißt. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Größe oder der mögliche Inhalt der Pakete ist dem Mann dabei völlig egal, er wirft einfach völlig sorglos alles in das Fahrzeug.

------------------------------------

• Mehr zum Thema:

Essener (29) erhebt schweren Vorwurf gegen Amazon: Video soll zeigen, wie ein Kurier Pakete aufreißt, um sich die Waren anzuschauen

Nach schwerem Vorwurf gegen Amazon: So reagiert der Konzern auf das brisante Video aus Essen

Warum sich immer mehr Menschen über die Deutsche Post beschweren

• Top-News des Tages:

Aldi Süd: Kundin nimmt sich Vormittag frei, um Angebote zu kaufen – was sie in der Filiale sieht, macht sie stinksauer

„Die Autokorsos sind unerträglich“: NRW-Politiker rechnen mit feiernden Deutschtürken ab

-------------------------------------

Auf dem Transporter prangt zudem das Logo der Deutschen Post. Post-Pressesprecher Alexander Böhm sagt auf Anfrage von DER WESTEN: „Wir kennen das Video“. Es sei aber kein Postbote der Deutschen Post selbst. Vielmehr arbeite der Mann für einen „Servicepartner“ im Auftrag der Deutschen Post. Der Vorfall sei tatsächlich so in Meggen passiert, erklärt Böhm.

Konsequenzen für den Paketzusteller?

Doch wie geht die Deutsche Post mit solchen Vorfällen um? Das Video hatte kürzlich ein bei Facebook hochgeladen, was eine Welle der Empörung auslöste. Später löschte er das Video - aus Angst, der Mitarbeiter könnte seinen Arbeitsplatz verlieren, wie Alexander Böhm sagt. Das Video liegt DER WESTEN vor.

Wird dem Mann nun tatsächlich gekündigt? Dazu sagt Alexander Böhm: „Wenn das so ein Lauffeuer nach sich zieht, dann sind weitere Schritte eben die Folge.“

Dem Fahrer werde der „Kopf gewaschen“

Der Fahrer sei in die Niederlassung einbestellt worden, damit man mit ihm sprechen könne. Bei einem Gespräch wird es allerdings wohl auch bleiben. Denn weiter erklärt Böhm: „Ich denke, der Servicepartner wird ihm den Kopf waschen. Das ist ein Zustand, den wir nicht dulden. Es kann ja auch sein, dass eine Sendung beschädigt ist. Aber was die Folge ist, kann man nicht genau sagen.“ Das habe nur mit dem Servicepartner selbst zu tun.

Ein Mitarbeiter der Deutschen Post hätte in einem solchen Fall „mindestens eine Abmahnung“ zu erwarten, wie Böhm sagt. „Wir wollen eigentlich nicht mehr, dass er unsere Pakete ausliefert.“

Post jüngst mit vielen Beschwerden

Was aber können Kunden tun, wenn sie ein kaputtes Paket entgegennehmen? Dazu sagt Böhm: „Dann kann er das dem Fahrer sofort sagen, oder auch im Internet melden.“ Anhand der Sendungsnummer könne man den Weg ja genau nachvollziehen.

Immer wieder gerät die Deutsche Post jüngst mit negativen Schlagzeilen in die Medien, weil Sendungen kaputt oder gar leer ankommen - oder Postboten nicht klingeln. Hier mehr zum >>>>> Thema.

Transportunternehmen weisen Schuld von sich

Ein Grund für die Probleme könnte sein, dass Transportunternehmen bei steigenden Paket-Mengen auf die Zusammenarbeit mit Subunternehmen setzen.

Diese Subunternehmen werden immer wieder unangemeldet auf Arbeitsbedingungen und Bezahlung überprüft – und schneiden dabei regelmäßig schlecht ab. Während Transportunternehmen von ihren Servicepartnern Höchstleistungen verlangen, weisen sie die Verantwortung für die Folgen schlechter Arbeitsbedingungen jedoch von sich.

 
 

EURE FAVORITEN

Richter erläutert Sami A.-Urteil

Richter Dirk Rauschenberg erklärt den juristischen Hintergrund zur Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes Münster.
Do, 16.08.2018, 15.38 Uhr

Richter Dirk Rauschenberg erklärt den juristischen Hintergrund zur Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes Münster.

Beschreibung anzeigen