Hagen

"Auswendig gelernter Scheiß": Hat die Polizei im Hagener Raserprozess eine Zeugin unter Druck gesetzt?

Nach dem Unfall sind die Wagen völlig zerstört.
Nach dem Unfall sind die Wagen völlig zerstört.
Foto: dpa
  • Die Lebensgefährtin eines der Angeklagten erhebt schwere Vorwürfe
  • Die Polizei soll sie während ihrer Aussage schwer unter Druck gesetzt haben
  • Sogar mit Gefängnis sei ihr gedroht worden

Hagen. Der zweite Tag des Hagener Raserprozess begann spektakulär. Im Zeugenstand befand sich die 26-jährige Lebensgefährtin eines der Angeklagten und erhob gleich schwere Vorwürfe gegen die Polizei, wie die WP berichtet.

Polizei soll mit Knast gedroht haben

So sollen die Beamten die Bürokauffrau in der Vernehmung schwer unter Druck gesetzt haben. Angeblich habe ihr ein Polizist sogar mit Knast gedroht. Außerdem soll ihr ein Ermittler im Verhör vorgeworfen haben, dass ihre Aussagen "auswendig gelernter Scheiß" seien.

Nach der Vernehmung unterschrieb sie "unter Druck" die Aussage, dass der Skoda versucht habe, den Audi zu überholen, dies aber nicht geschafft habe. Vor Gericht erklärt sie jedoch, dass sie lediglich durch die geöffneten Fenster das Motorengeräusch des Skoda wahrgenommen habe.

Bei dem Unfall wurde ein Sechsjähriger schwer verletzt

Bei dem Raserunfall wurde am Abend des 19. Mai 2016 ein sechsjähriger Junge schwer verletzt. Er schwebte wochenlang in Lebensgefahr. Unfallursache ist laut Anklage ein Unfall infolge eines illegalen Autorennens zwischen den 34- und 47-jährigen Angeklagten.

Die weiteren Aussagen der 26-Jährigen

Desweiteren gab sie laut WP zu Protokoll, dass sie nur im Rückspiegel wahrgenommen habe, dass der Skoda in den Gegenverkehr geraten sei. Kurz zuvor habe sie auf den Tacho gesehen: Die Geschwindigkeit lag da wohl zwischen 70 und 80 km/h. Nach dem Unfall habe sie sich um den verletzten Skodafahrer gekümmert, ihr Freund um die Insassen des weiteren Autos, in dem auch der Sechsjährige saß.

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