Aus NRW in die USA und nach Australien: Bande vertickt Drogen in ganze Welt – unter diesem Pseudonym

NRW: Eine Drogenbande wurde festgenommen. Sie soll im großen Stil über das Darknet mit Stoff gehandelt haben.
NRW: Eine Drogenbande wurde festgenommen. Sie soll im großen Stil über das Darknet mit Stoff gehandelt haben.
Foto: dpa/Symbolbild

Sie handelten unter dem Pseudonym „Combi“ mit Drogen im Netz - jetzt ging eine Drogendealer-Bande den Ermittlern des Bundeskrimalamtes ins Netz.

Seit 2017 sollen die insgesamt sechs Beschuldigten aus NRW im großen Stil mit Drogen gehandelt haben - darunter Heroin, Kokain, Ecstasy, Amphetamin, Crystal Meth und Cannabis.

NRW: Drogendealer verschicken Drogen in die ganze Welt

Aus NRW organisierten die mutmaßlichen Dealer dann über mehrere Darknet-Plattformen und über einen anonymisiert betriebenen Online-Shop im für jedermann zugänglichen Teil des Internets, dem sogenannten Clearweb, den Drogenverkauf.

Laut Ermittlern wurden die angebotenen Betäubungsmittel hauptsächlich aus den Niederlanden bezogen.

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Der Verkauf und Versand erfolgte dann aus Herford. Von hier wurden Drogen per Post vorwiegend an Abnehmer in Deutschland verschickt. Doch Drogenpakete gingen auch in die USA, nach Kanada und Australien.

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Drogen im Darkweb:

  • Der Drogenhandel über das Internet bzw. Darknet hat stark zugenommen
  • Allein in Deutschland wurden mehrere tausend Ermittlungsverfahren gegen Dealer, Reseller, Lieferanten und Käufer eingeleitet
  • Bereits die Bestellung von Betäubungsmitteln ist eine Straftat. Es kommt nicht darauf an, ob die Bestellung ankommt

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Ermittler nehmen Drogen-Bande hoch

Im Mai war dann Schluss! Ermittler des Bundeskriminalamtes verhafteten die drei Männer (27, 29 und 30). Zuvor waren monatelange Ermittlungen vorausgegangen, in denen sich die Verhafteten als die Verantwortlichen für den illegalen Online-Handel herauskristallisiert hatten.

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Die drei Tatverdächtigen sitzen in U-Haft, drei weitere sind auf freiem Fuß. Ihre Wohnungen in Herford und Bielefeld wurden durchsucht. Dabei stellten die Ermittler Rauschgift, Schusswaffen und Bitcoins sicher. Dazu kommen Vermögenswerte in Höhe von 250.000 Euro.

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Nächster Schlag gegen Drogenhandel im Netz

Martina Link, Vizepräsidentin beim Bundeskriminalamt: „Nach den erfolgreichen Maßnahmen gegen die Betreiber der Darknet-Plattform 'Wall Street Market' und des Online-Shops 'Chemical Revolution' im vergangenen Jahr zeigen die aktuellen Festnahmen, dass wir auch die Verkäufer, die solche Plattformen nutzen, im Blick haben und konsequent strafrechtlich verfolgen.“

 
 

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