„Armes Deutschland" bei RTL2: Hartz IV-Pärchen provoziert mit krasser Aussage

Das Hartz-IV-Paar Daniel und Jule aus Berlin.
Das Hartz-IV-Paar Daniel und Jule aus Berlin.
Foto: RTL2

In „Armes Deutschland - Stempeln oder abrackern" porträtiert RTL2 echte Menschen und ihren Umgang mit Armut. Da gibt es welche, die rackern, schuften, haben vier Jobs, um ihre Familie zu ernähren.

Und es gibt Jule (25) und ihren Methadon-abhängigen Freund Daniel (36).

Pärchen lebt von Hartz IV

Das Pärchen lebt in Berlin, zumeist in fremden Wohnungen oder Heimen. Die beiden bekommen jeden Monat jeweils 416 Euro vom Amt. Für ihr Geld arbeiten, das passt ihnen jedoch nicht wirklich in den Lebensplan.

Denn der stellt ihre drei Hunde in den Mittelpunkt. Wie die possierlichen Fellnasen heißen, wird in der Folge nicht ganz klar. Zumeist folgen sie Jule aber unter den freundlichen Namen 'Halt die Fresse', 'Pfeife' und 'Taylor'.

Hunde brauchen Pflege

Wie schon beschrieben sind 'Halt die Fresse', 'Pfeife' und 'Taylor’ der Grund für die Arbeits- und Wohnungslosigkeit des Paares. Denn zum einen bräuchten die Drei vollumfängliche Pflege, zum anderen will absolut kein Berliner Vermieter Hunde in seinen Wohnungen, so sagt es zumindest Jule.

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Und sie hat Erfahrung, schließlich hat sie vor einem halben Jahr erst die letzte Wohnung besichtigt. Und sie suche ja auch mindestens 1,5 Stunden nach einer Bleibe. In welchem Zeitraum? Unklar.

Ist auch nicht ganz so wichtig, schließlich gibt es gute Bekannte, die der 25-Jährigen und ihren Hunden gerne Unterschlupf gewähren. Davon darf halt nur der Vermieter nichts wissen.

Masche fliegt auf

Spoiler: Natürlich fliegt die Masche am Ende der Folge auf. Dazu aber später mehr.

Doch was machen Jule und Daniel, wenn sie nicht arbeiten, sich nicht um Wohnungen bemühen oder keine Stellenanzeigen durchforsten?

Jeder Tag Wochenende

Sie gehen in den Park, genießen die Berliner Sonne, sehen ihren Tieren beim Spielen zu und lästern über das Amt. Jule: „Die Leute da können ja ganz nett sein, aber die Regeln gefallen mir nicht. Das Preis- Leistungsverhältnis stimmt halt nicht.“ Ähm ja, auf diese Erkenntnis gönnen sich die beiden erst mal eine leckere Pizza. Weil selber kochen, darauf haben sie nicht so Lust. „Für uns ist jeder Tag Wochenende“, beschreibt Daniel die Lage des Paares. Und dürfte damit alle provozieren, die jeden Tag arbeiten gehen.

Hunderter drauflegen

Und doch, ganz zufrieden sind sie nicht. Der Hartz IV-Satz sei einfach zu niedrig. „Das Jobcenter könnte ruhig mal nen Hunderter drauflegen, dann könnte man auch mal in den Urlaub oder ausgehen“, schwelgt der 36-Jährige in Tagträumen und erntet dafür Zustimmung von seiner Lebensgefährtin. Aber die Regierung sei ja schließlich „fürn Arsch", die würden sich das lieber selbst einstecken. Woher sie dieses Wissen hat, verrät Jule dem Zuschauer nicht.

Nur bei einem ist sie sich sicher: Arbeiten und dann auch noch acht Stunden am Stück, das komme nicht in Frage. Das sei ihr nicht zuzumuten. Wer kümmere sich denn dann um die Hunde?

Jule muss umziehen

Die bräuchten ja auch ein sicheres Dach über dem Kopf. Ja, schwierig. Vor allem da Jule nun auch in der Wohnung ihrer Bekannten die Koffer beziehungsweise Plastiktüten packen muss. Da hatte der Verwalter spitzgekriegt, dass sich Untermieter in seiner Wohnung eingefunden hatten. Doch für Jule kein Problem. Schon wenig später hatte sie eine neue Bleibe. Weiter filmen durfte RTL2 dort aber anscheinend nicht. Schließlich darf nicht noch einmal so viel Aufsehen erregt werden.

 
 

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