Arabisch aussehender Mann soll 18-Jährige ins Gebüsch gezerrt haben - doch dann zieht sie ihre Anzeige zurück

Eine 18-Jährige log nicht nur ihre Eltern, sondern auch die Polizei an.
Eine 18-Jährige log nicht nur ihre Eltern, sondern auch die Polizei an.
Foto: Friso Gentsch / dpa

Mönchengladbach. Eine junge Frau erzählte am Samstag ihren Eltern, dass sie von einem Mann überfallen worden sei. Die erstatteten daraufhin bei der Polizei Mönchengladbach Anzeige. Doch am Dienstagmorgen zog die 18-Jährige ihre Aussage plötzlich zurück.

Arabisch aussehender Mann soll sie überfallen haben

Ihren Schilderungen nach, sei sie Samstagabend gegen 18.30 Uhr am Edeka-Markt an der Dahlener Straße von einem arabisch aussehenden Mann attackiert worden. Er hätte versucht sie ins Gebüsch zu ziehen. Nach einer kurzen Rangelei, hätte sie sich jedoch befreien und fliehen können.

Die Eltern meldeten den Vorfall direkt bei der Polizei. Die junge Frau gab die Geschichte daraufhin bei der Polizei noch einmal zu Protokoll.

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Druck wurde wahrscheinlich zu hoch

Als die junge Frau am Dienstag erneut bei der Polizei zur offiziellen Vernehmung vorgeladen war, wurde eine offizielle Polizeimeldung herausgegeben, um Zeugen zu finden.

Doch kurz nach der Veröffentlichung nahm sie Aussage zurück. „Der Druck war dann wahrscheinlich so groß, dass sie es richtig stellen wollte“, so Polizeisprecherin Isabella Hannen gegenüber DER WESTEN. Denn bisher hätten sich bis Dienstag kein einziger Zeuge gemeldet, die auf dem belebten Edeka-Parkplatz irgendetwas gesehen hätte.

Ermittlungsverfahren wegen Vortäuschung einer Straftat

Sie gab zu: Die ganze Geschichte war nur erfunden. Warum die junge Frau ihren Eltern erzählte sie sei von einem Mann überfallen worden, ist bislang nicht geklärt. Eventuell war es eine Notlüge, deren Folgen sich die 18-Jährige in dem Moment nicht klar war, so die Vermutung seitens der Mönchengladbacher Polizei.

Die Polizei hat nun ein Emittlungsverfahren gegen die 18-Jährige wegen Vortäuschung einer Straftat eingeleitet.

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