Amazon-Streik: Sind unsere Weihnachtsgeschenke jetzt in Gefahr?

Streiks bei Amazon könnten für verspätete Weihnachtsgeschenke sorgen.
Streiks bei Amazon könnten für verspätete Weihnachtsgeschenke sorgen.
Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Alarm für alle Last-Minute-Online-Weihnachtsgeschenkekäufer!

Jetzt droht Gefahr für unsere Weihnachtsgeschenke. Nach Gewerkschaftsangaben hat am Montagmorgen ein mehrtägiger Streik von Mitarbeitern beim Versandhändler Amazon in Leipzig begonnen.

An den Standorten Werne und Leipzig legten zusammen knapp 350 Beschäftigte zum Wochenbeginn in der Frühschicht die Arbeit nieder. Laut Amazon ist die Zustellung der Pakete pünktlich zu Weihnachten aber nicht in Gefahr.

Streik bei Amazon: Auch NRW betroffen

Amazon war in der Nacht auf Montag für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Der Grund für den Streik ist nach Angaben von Verdi, dass die Gewerkschafter damit ihre Forderung, Arbeitsbedingungen tarifvertraglich zu regeln, unterstreichen wollen.

Die Gewerkschaft hatte die Beschäftigten am Standort Rheinberg nahe Duisburg bereits vergangene Woche zum Arbeitskampf aufgerufen. In Leipzig soll der Streik bis Heiligabend dauern.

Amazon erklärte, man sei gut vorbereitet. „Der Streik hat keinen Einfluss auf die Einhaltung unseres Lieferversprechens“, heiß es. Die „überwältigende Mehrheit der Mitarbeiter arbeite normal.

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Dass sich Amazon der Aufnahme von Tarifverhandlungen weiter verweigere, sei eine Provokation. Verdi fordert diese analog zum Einzel- und Versandhandel seit inzwischen mehr als fünf Jahren, das US-Unternehmen lehnt dies strikt ab. Amazon sieht sich als Logistiker und verweist auf eine Bezahlung am oberen Ende dessen, was in der Logistikbranche üblich sei.

Begonnen hatte das Kräftemessen zwischen der Gewerkschaft und dem Branchen-Riesen aus den USA bereits im Mai 2013 mit ersten Streiks. Wenn es aufs Weihnachtsfest mit reichlich Geschenken zugeht, ruft Verdi regelmäßig zum Arbeitsausstand beim Versandhändler Amazon auf. In Deutschland gibt es insgesamt elf Logistikzentren sowie sieben Verteilzentren von Amazon. (dpa/ms)