20-Jährige hat Vergewaltigung in Uedem nur erfunden: Das ist der Grund

Die 20-Jährige gab jetzt gegenüber der Polizei zu: Die Vergewaltigung in Uedem war frei erfunden.
Die 20-Jährige gab jetzt gegenüber der Polizei zu: Die Vergewaltigung in Uedem war frei erfunden.
Foto: Friso Gentsch / dpa

Uedem. Zwei Männer sollen sie angegriffen haben, einer habe sie nachts vergewaltigt: Das erzählte eine 20 Jahre alte Frau vor gut einer Woche der Polizei.

Jetzt ist klar: Die Geschichte war gelogen.

Sexualdelikt fand nie statt

Nach einer Party sei die 20-Jährige auf einer Landstraße in Uedem unterwegs gewesen. Dann hätten sie zwei Männer auf den Wegesrand zogen, einer der beiden habe sie dann vergewaltigt.

Die Männer hätten sich in einer ihr unbekannten Sprache unterhalten. Später habe ein vorbeifahrendes Auto angehalten und das mutmaßliche Opfer nach Hause gebracht.

Die Polizei meldet jetzt: Der angezeigte Sexualdelikt hat nie stattgefunden.

Was wirklich passiert ist

In Wirklichkeit spielte sich das hier ab: Die junge Frau hatte erhebliche Beziehungsprobleme mit ihrem Freund und hatte eine Feier in Uedem allein verlassen und sich auf den Nachhauseweg gemacht.

20-Jährige von schlechtem Gewissen geplagt

Um ihren Freund zurückgewinnen, erfand sie die Vergewaltigung und erstattete Anzeige. Offenbar wollte sie durch die Geschichte Mitleid erregen und so ihren Freund auf sich aufmerksam machen. Später habe sie ihr schlechtes Gewissen geplagt: Bei einem weiteren Gespräch mit der Kriminalpolizei gab sie zu, die Vergewaltigung frei erfunden zu haben. Sie habe alle Beteiligten um Entschuldigung gebeten.

Nichtsdestotrotz laufen jetzt Ermittlungen gegen sie wegen Vortäuschung einer Straftat, so ein Sprecher der Polizei Kleve.

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