Hattingen

Bürokratie-Irrsinn: Mutter (49) aus Hattingen soll von neuem Gesetz profitieren - und hat jetzt weniger Geld als vorher

Petra Hörstensmeyer (49) muss mit weniger Geld klarkommen.
Petra Hörstensmeyer (49) muss mit weniger Geld klarkommen.
Foto: Barbara Zabka/Funke Foto Services
  • Seit Juli gilt ein Gesetz, das wachsende Kinderarmut verhindern soll
  • Bei Petra Hörstensmeyer aus Hattingen ist aber das Gegenteil der Fall

Hattingen. Die Hattingerin Petra Hörstensmeyer sollte von einer Reform des Unterhaltsvorschusses finanziell profitieren. Nun hat sie aber weniger Geld im Monat als vorher.

Die alleinerziehende Mutter ist deswegen richtig sauer. Hörstensmeyer und ihrem kleinen Sohn Ben stehen seit dem 1. Juli nämlich 82 Euro weniger zur Verfügung, wie die WAZ berichtet.

Bis Juli 1372 Euro im Monat

Eigentlich war die Reform eingeführt worden, um die wachsende Kinderarmut wieder zu verringern. Das Gegenteil ist jetzt bei der 49-Jährigen der Fall.

Durch einen Teilzeitjob (700 Euro), Wohngeld (320 Euro), Kindergeld (192 Euro) und einen Kinderzuschlag (160 Euro) standen ihr bis Juli insgesamt 1372 Euro zu Verfügung.

Kinderzuschlag fällt weg und Wohngeld wird gekürzt

„Seit einiger Zeit habe ich es geschafft, 80 Euro im Monat zurückzulegen, damit der Kleine später Geld für den Führerschein hat“, sagt Hörstensmeyer. Seit dem 1. Juli hat sich das geändert. „Plötzlich bekam ich keinen Kinderzuschlag mehr und noch dazu wurde das Wohngeld gekürzt.“

Statt den 320 Euro Wohngeld, sind es jetzt nur noch 195 Euro. Statt des Kinderzuschlags von 160 Euro bekommt sie nun 203 Euro Unterhaltsvorschuss. „Das sind genau 82 Euro weniger als vorher. Für mein Kind kann ich also nichts mehr zurücklegen“, sagte Hörstensmeyer der WAZ.

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Laut Stadt kann dieser negative Effekt durchaus in Einzelfällen auftreten. „Zu dieser Problematik soll laut des Bundesministeriums in der nächsten Legislaturperiode eine Lösung gefunden werden.“ So sollen Eltern, die mit Armut zu kämpfen haben, weil sie Kinder haben, entlastet werden.

Da das aber dauern kann, wird Petra Hörstensmeyer wohl vorerst kein Geld mehr für ihren Sohn zurücklegen können.

Den ganzen WAZ-Artikel kannst du hier nachlesen.

 
 

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