Düsseldorf

Aldi: Lars Eidinger posiert mit Luxus-Tasche vor Obdachlosen und kassiert Ohrfeige von fiftyfifty – mit DIESER Aktion

Lars Eidinger hat eine Luxus-Tasche im Aldi-Design entworfen.
Lars Eidinger hat eine Luxus-Tasche im Aldi-Design entworfen.
Foto: Montage DER WESTEN / imago images / STPP & Michael Kappeler / dpa

Düsseldorf. Sie hat für einen großen Shitstorm in den Sozialen Medien gesorgt, die Tasche im Aldi-Look von Lars Eidinger. Nicht nur kostet das Designer-Stück schlappe 550 Euro.

Zu Werbezwecken für das Luxus-Objekt, inspiriert durch die Kult-Plastiktüte von Aldi-Nord, posierte der Schauspieler auf der Straße - unter anderem vor einem Nachtlager von Obdachlosen. Wenig überraschend, dass diese Inszenierung der Gegensätze nicht bei allen gut ankam.

„Ein tolles Angebot von Lars an alle, die sich so schöne Armut leisten können“, kommentiert etwa fiftyfifty bissig. Der Obdachlosenverein aus Düsseldorf hat nun eine spezielle Antwort auf die sündhaft teure Tasche aus „mineralisch gegerbten Rindsleder“.

Kritik an Aldi-Luxus-Tasche – fiftyfifty bringt eigenen Beutel heraus

So hat der Düsseldorfer Verein seine eigene Kreation auf den Markt gebracht: Die „fiftyfifty-Lars-das-war's-Tasche“, angelehnt an das Design des Aldi-Konkurrenten Lidl.

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Den Slogan des Discounters („Lidl lohnt sich“) hat fiftyfifty umgedichtet auf „Hilfe lohnt sich“ und „Lars wohnt nicht“ (auf der Straße). Aus reiner Baumwolle sei der Beutel. „Kein Rind musste dafür sterben“, stellt fiftyfifty klar.

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator
Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Obdachlose bekommen die Tüte gratis, alle anderen müssen fünf Euro bezahlen. Hier kannst du dir die Tasche bestellen >>>

„Nicht als Luxusartikel gedacht“

Dass der Preis für seine auf 250 Stück limitierte Aldi-Tasche für viele hingegen abschreckend sein wird, weiß Lars Eidinger im Übrigen selbst.

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„Aber der Preis steht im Zusammenhang mit dem Aufwand. Wir bezahlen den Künstler für das Motiv, wir zahlen die Verarbeitung, das Material. Das ist überhaupt nicht als Luxusartikel gedacht, sondern eher als Hommage an die Dinge des täglichen Gebrauchs“, erklärt der Schauspieler im Interview mit dem „Tagesspiegel“.

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