Aldi Süd: Mitarbeiter erheben schwere Vorwürfe gegen den einst beliebten Konzern

Mitarbeiter von Aldi Süd gründen einen Betriebsrat. (Symbolbild)
Mitarbeiter von Aldi Süd gründen einen Betriebsrat. (Symbolbild)
Foto: imago images / bonn-sequenz

Nach und nach wurden die Aufgaben bei Aldi Süd mehr, das Arbeitspensum für die Mitarbeiter kaum noch schaffbar. Früher war das anders – doch dann starb Karl Albrecht, Gründer von Aldi Süd. Seit seinem Tod im Jahr 2014 änderte sich für die Mitarbeiter vieles. Nicht alle sind mit den Änderungen zufrieden.

Deswegen gründeten Mitarbeiter in zwei Aldi-Verkaufsbezirken in NRW einen Betriebsrat. Und das wiederum sieht Aldi offenbar äußerst ungern. Das berichtete jetzt die WAZ.

Aldi will Betriebsrat für alle Regionalgesellschaften

Der Discounter versuchte nämlich, deren Gründung für nichtig zu erklären – bislang ohne Erfolg.

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Stattdessen gründete Aldi Süd einen einzigen Betriebsrat für alle 1.400 Mitarbeiter der Regionalgesellschaft. Die Idee dazu käme von den Mitarbeitern.

Betriebsräte in den Verkaufsbezirken bisher nicht anerkannt

Aldi Süd erkenne die zwei kleineren Betriebsräte bisher nicht an, denn ihre Zulässigkeit sei noch nicht rechtskräftig. Deswegen mangele es diesen bisher auch an richtigen Strukturen. Aldi verweigere die Unterstützung, so lange die Rechtmäßigkeit noch nicht gegeben sei.

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Der Anwalt des neu gegründeten Betriebsrats, Stefan Wenzel, sieht das anders. „Die ganze Struktur erweckt den Eindruck, als solle die Gründung eines Betriebsrates bewusst erschwert werden“, sagte er zur WAZ. Es sei schwierig, juristisch zu definieren, welche der Einheiten als Betrieb zu definieren seien.

Mitarbeiter unzufrieden

Die Mitarbeiter sind unzufrieden mit dem Verhalten ihres Arbeitgebers. „Uns wird vorgeworfen, für Mehrarbeit zu sorgen, die Stimmung zu vergiften und an unseren Ämtern zu kleben“, äußerten sie gegenüber der WAZ.

 
 

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