Aldi-Filiale lässt Taschen von Kunden kontrollieren: Das sagt die Verbraucherzentale dazu

Aldi lässt Taschen von Kunden kontrollieren. (Symbolbild)
Aldi lässt Taschen von Kunden kontrollieren. (Symbolbild)
Foto: imago images

Um eventuelle Ladendiebe zu stellen, behalten sich einige Supermärkte vor, auf Verdacht die Taschen von Kunden zu kontrollieren. So auch in Essen in einem Aldi-Discounter im vergangenen Jahr. Und nun auch in Neuss in einer Aldi-Filiale.

Dort soll es laut der Rheinischen Post standardmäßige Kontrollen geben. Doch dürfen die Mitarbeiter der Discounter überhaupt einen Blick in die privaten Taschen von Kunden werfen? Beziehungsweise diese auffordern, ihre Taschen zu zeigen?

Aldi-Discounter lässt Taschen von Kunden kontrollieren: Verbraucherzentrale setzt eindeutiges Zeichen dagegen

Die Verbraucherzentrale hat dazu eine klare Antwort: Nein, dürfen sie nicht. „Ein Blick in die Tasche, ohne dass ein konkreter Verdacht eines Diebstahls vorliegt, ist ein unzu­lässiger Eingriff in das Persönlichkeitsrecht“, sagt eine Sprecherin.

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In dem Aldi-Discounter in Neuss sei es laut „NGZ online“ häufig der Fall, dass Taschen überprüft werden. Die Polizei werde nur dann hinzugezogen, wenn der Kunde sich weigere, seine Tasche zu öffnen.

Kunden dürfen sich weigern, die Tasche zu öffnen für Mitarbeiter

Doch genau das ist sein gutes Recht. Denn der Discounter darf nur darum bitten, die Tasche zu kontrollieren, wenn es einen Verdacht gibt. Und dieser muss laut der Verbraucherzentrale zumindest so gegeben sein, dass jemand gesehen haben muss, dass der Kunde etwas in der Tasche hat verschwinden lassen.

Die Verbraucherzentrale rät trotzdem dazu, sich zu fügen und die Mitarbeiter in die Tasche gucken zu lassen. Und sich anschließend bei der Geschäftsführung zu beschweren. (fb)

 
 

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