Düsseldorf

Afrikanische Schweinepest rückt immer näher - NRW-Ministerin: „Lage sehr ernst“

Die NRW-Regierung nimmt die Schweinepest sehr ernst: In Belgien waren zuletzt Tiere gestorben.
Die NRW-Regierung nimmt die Schweinepest sehr ernst: In Belgien waren zuletzt Tiere gestorben.
Foto: dpa

Düsseldorf. Nach dem Tod zweier Wildschweine durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) im benachbarten Belgien wollen die zuständigen Behörden in NRW die Grenzregionen verstärkt beobachten.

Hinweisschilder an Rastplätzen entlang der Autobahnen sollen zur korrekten Müllentsorgung aufmerksam machen, da das Virus auch durch Speisereste übertragen werden kann, teilte das NRW-Umweltministerium am Freitag mit. Wer ein totes Wildschwein findet, soll das beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) melden.

Afrikanische Schweinepest: Virus kann für Tiere tödlich sein

"Die Lage nehmen wir sehr ernst, die Afrikanische Schweinepest rückt immer näher", sagte Ministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) in einer Mitteilung.

------------------------------------

• Mehr Themen:

Rauchentwicklung: Phosphorgranate in Duisburg entdeckt

Küchenmesser-Mord in Bochum: Brisantes Detail rückt Fall in ein völlig neues Licht

• Top-News des Tages:

Messer-Attacke mitten in Bochum: 23-Jähriger tot – Tatverdächtiger in U-Haft

Daniel Küblböck vermisst: Jetzt räumt sein Vater mit Spekulationen auf

-------------------------------------

Der Fundort der beiden toten Tiere in Belgien liegt den Angaben zufolge rund 120 Kilometer von Nordrhein-Westfalen entfernt. Die Afrikanische Schweinepest ist eine Virusinfektion, die ausschließlich Schweine - Wild- und Hausschweine - befällt und für sie tödlich sein kann. Eine Impfung gegen die Schweinepest gibt es nicht für die Tiere. Für Menschen ist das Virus ungefährlich.

Die regionalen Bauernverbände warnen vor möglichen drastischen wirtschaftlichen Folgen bei einer Ausbreitung.

Massive Auswirkungen auf Betriebe

"Ein Ausbruch der ASP in Deutschland hätte massive Auswirkungen auf die Betriebe. Handelssperren und damit unmittelbar verbundene erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen seien zu befürchten", heißt es in einer Mitteilung des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes.

Für die Schweinehalter könne die ASP existenzbedrohend sein, da ein Ausbruch den Export von deutschem Schweinefleisch in Länder außerhalb der EU unmöglich machen würde, erklärte der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband. "Die Folge wäre ein Preisverfall mit verheerenden Konsequenzen für viele Betriebe."

Bisher gibt es noch keinen bekannten Fall in Deutschland. Nach Verbandsangaben werden in Nordrhein-Westfalen rund sieben Millionen Schweine in knapp 7000 Betrieben gehalten. (dpa)

 
 

EURE FAVORITEN

Warum sich die Polizei bei Fahndungen nicht direkt an die Öffentlichkeit wendet

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.
Mi, 19.09.2018, 16.32 Uhr

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.

Beschreibung anzeigen