Ärger über erhöhte Grundsteuer

An Rhein und Ruhr..  Stichtag: 15. Februar. Dann ist die erste Rate der Grundsteuer fällig. Etwa jede zweite Kommune in Nordrhein-Westfalen hat an der Schraube gedreht. Über die Grundsteuer B werden Hausbesitzer und damit indirekt auch Mieter stärker zur Kasse gebeten. Der Ärger ist groß. „Wir bekommen jede Menge Zuschriften und Anrufe“, berichtet Eberhard Kanski vom Bund der Steuerzahler NRW.

Viele Briefe erhalte man aus der Rhein-Ruhr-Region, etwa aus Duisburg oder Essen. Aus Moers, wo der Hebesatz von 490 auf 740 Punkte stieg, schreibt eine ältere Frau, dass sie Schwierigkeiten habe, über die Runden zu kommen. Die 89-Jährige lebe allein in einem Haus, der Mann sei tot. „Das Geld für die höhere Steuer fehlt jetzt beim Lebensmittelkauf“, so Kanski gegenüber der NRZ. Spitzenreiter nach der Erhöhungswelle ist Bergneustadt im Bergischen Land mit seinem Satz von jetzt 876 Punkten, dann folgt Duisburg mit 855 Punkten. Einen Musterprotestbrief gegen die Steuererhöhung hat der Steuerzahlerbund ins Internet gestellt. Allein in Siegburg wurde er 3000-mal heruntergeladen.

Eine ganz private Initiative hat derweil der Duisburger Frank S. Oynhausen gestartet. Nachdem eine Online-Petition gegen die Erhöhung in Duisburg heute erfolgreich endet, es werden wohl mehr als 7500 Unterzeichner sein, hat Oynhausen auch eine weitere auf den Weg gebracht, die eine NRW-weite Deckelung der Steuer auf 500 Punkte fordert. In einem halben Jahr soll sie an alle Landtagsabgeordnete übergeben werden. Nach den ersten Tagen gibt es knapp 900 Unterzeichner.

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