Schüler aus Ratingen rufen Motto für Vorabi-Party aus – und bemerken nicht den Riesen-Fehler, den sie damit machen

Das Motto ihrer Vorabi-Party wurde Schülern aus Ratingen zum Verhängnis. (Symbolfoto)
Das Motto ihrer Vorabi-Party wurde Schülern aus Ratingen zum Verhängnis. (Symbolfoto)
Foto: imago/fStop Images

Ratingen. Es sollte eine bombastische Vorabi-Party werden. Zur Finanzierung des Abi-Balls im nächsten Jahr fuhren Schüler des 12. Jahrgangs des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Ratingen dick auf.

Sie buchten Räumlichkeiten, legten einen Termin und auch ein Motto fest. Doch Letzteres wurde ihnen nun zum Verhängnis.

Motto von Vorabi-Party verstößt gegen Markenrecht

„Projekt X – one last time“, wurde die Feier genannt. In den sozialen Netzwerken rührten die Ratinger Schüler kräftig die Werbetrommel, damit möglichst viel Geld in die Kassen gespült wird.

Womit die Schüler nicht rechneten: Plötzlich flatterte ein Schreiben der „Novus Booking GmbH“ ins Haus – mit einer fetten Rechnung.

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Denn: Das Motto der Vorabi-Party verstieß gegen Markenrecht. Dafür sollten die Schüler nun 3100 Euro Strafe bezahlen. Das berichtet „RP online“.

Die Marke „Projekt X“ ist seit 2015 in Wort und Bild geschützt. Die Schüler aus Ratingen waren nicht die ersten, die diesen Namen wählten und damit gegen Markenrecht verstießen.

Ratinger Schüler nicht die ersten, die für dieses Motto zahlen mussten

„Das ist leider kein Einzelfall. Wir versuchen aber, die Schüler so früh wie möglich darauf hinzuweisen und nicht erst hinterher“, so Joachim Schaffarzyk, Geschäftsführer der „Novus Booking GmbH“, gegenüber der RP. „Wir wollen Schülern keine Steine in den Weg legen. Wir wollen nur unser Konzept schützen.“

Schaffarzyk empfiehlt, dass Schulen ihre Schüler mehr über Markenrecht aufklären und vorwarnen sollten.

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Den Schülern des Gymnasiums in Ratingen hilft das jedoch nun auch nicht mehr. Sie mussten für ihr Motto bezahlen, sahen ihren Fehler ein – rechtlich. „Aber moralisch finde ich es nicht in Ordnung, dass wir da abkassiert werden“, sagt Niklas Jahrmarkt.

Die Summe steht in seinen Augen in keinem Verhältnis zu den voraussichtlichen Gewinnen aus der Vorabi-Party.

 
 

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