Düsseldorf

25-Jährige vergewaltigt und getötet: Mutmaßlicher Täter (36) erhängt sich in U-Haft in Düsseldorf

Der Notarzt konnte nur noch den Tod des 36-Jährigen feststellen.
Der Notarzt konnte nur noch den Tod des 36-Jährigen feststellen.
Foto: imago/Ralph Peters (Symbolbild)

Düsseldorf. Der Fall der getöteten Yasmina T. erschütterte im Sommer die gesamte Region an Rhein und Ruhr.

Die 25-Jährige hatte damals Klempner wegen einer Wasserrohrbruchs bestellt. Nachdem die Handwerker das Haus in Düsseldorf-Flingern verlassen hatten, kehrte einer der Männer zurück. Er vergewaltigte die Deutsch-Marokkanerin und ertränkte sie anschließend in ihrer Badewanne. Das sagte der Mann einen Monat nach seiner Verhaftung aus. DNA-Spuren überführten den Mann.

Die Verhandlung sollte in den kommenden Wochen beginnen. Doch am Samstag nahm der 36-jährige Täter sich in der Untersuchungshaft offenbar das Leben.

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„Alles deutet auf Suizid hin“

Beamte der JVA Düsseldorf fanden den Mann tot in seiner Zelle. „Auf den ersten Blick deutet alles auf einen Suizid hin“, sagte Anstaltsleiterin Elke Krüger der „RP“ und erwähnt einen Abschiedsbrief, „der an seine Frau und die beiden Kinder gerichtet war“.

Mit einem Bettlaken soll der Täter sich erhängt haben. Hinweise auf einen Selbstmord hätte es zuvor allerdings nicht gegeben, meint die Gefängnisleiterin: „Wir waren alle überrascht.“

Suizid war nicht absehbar

Der Täter hätte bis Mitte September die in solchen Fällen übliche Suizidprophylaxe mitgemacht. Diese sei jedoch aufgehoben worden, weil es keine Anzeichen für Suizidgefahr gegeben hätte. „Der Mann war eingebunden in den Anstaltsalltag, hatte sich am Abend vorher noch von den Bediensteten mit 'bis morgen' verabschiedet“, so JVA-Leiterin Krüger.

(dhe)

Anmerkung der Redaktion: Aufgrund der hohen Nachahmerquote berichten wir in der Regel nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leiden oder Sie jemanden kennen, der daran leidet, können Sie sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie erreichen sie telefonisch unter 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.