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1000 Schuss Munition aus der JVA Wuppertal verschwunden

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Der Bundeswehrverband fordert den Schwerpunkt wieder auf die "must haves" zu verlegen, wie etwa Munition, Waffensysteme, persönliche Ausrüstung und Ersatzteile. Foto: Thomas Frey
Die Justizvollugsanstalt Wuppertal vermisst 1000 Schuss Munition. Die Patronen sind aus der Waffenkammer verschwunden – jetzt wird ermittelt.

Wuppertal. 

Aus der Waffenkammer der Justizvollzugsanstalt Wuppertal sind 1000 Schuss Munition verschwunden. „Die sind weg“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wuppertal am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der „Rheinischen Post“. Ermittelt werde wegen Diebstahls gegen Unbekannt. Die Patronen hätten das Kaliber 9 Millimeter und passten in die Dienstwaffen der Bediensteten von Polizei und Justiz in NRW.

JVA Wuppertal schon vorher in den Schlagzeilen

Nach Angaben der Ermittler hatte wegen der fehlenden Munition die JVA-Leiterin im Mai Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft prüfte zunächst, ob sich jemand verzählt hatte oder ob die Munition bei den Schießübungen der JVA-Mitarbeiter bei der Polizei liegengeblieben war. Nachdem diese Möglichkeiten ausgeschlossen wurden, kam das Diebstahlsverfahren in Gang. Das Justizministerium äußerte sich nicht und verwies auf die laufenden Ermittlungen.

Im Mai hatte in der JVA bereits ein anderer Fall Aufsehen erregt: Ein 18-jähriger Häftling hatte in einer Zelle einen 20-jährigen Insassen im Streit um Spielschulden erwürgt. Die JVA wurde 2011 fertig und gilt als das modernste Gefängnis für junge Straftäter in NRW. (dpa)