Zu teures Marketing

Christoph Bauer
Die Energiewende ist richtig, die Förderung Erneuerbarer Energien ist richtig, aber die Überforderung des Strommarktes ist falsch. Deutschland ist kein Land, in dem die Photovoltaik langfristig eine tragende Rolle spielen kann. Dementsprechend kann Deutschland auch nicht einen großen Teil seiner Wirtschaftskraft für die Förderung eines Nischenprodukts einsetzen.

Die Energiewende ist richtig, die Förderung Erneuerbarer Energien ist richtig, aber die Überforderung des Strommarktes ist falsch. Deutschland ist kein Land, in dem die Photovoltaik langfristig eine tragende Rolle spielen kann. Dementsprechend kann Deutschland auch nicht einen großen Teil seiner Wirtschaftskraft für die Förderung eines Nischenprodukts einsetzen.

Zur Zahlung von 100 Milliarden Euro haben wir uns in den nächsten 20 Jahren verpflichtet. Dieser Betrag steigt derzeit mit jeder neuen Photovoltaikanlage. Das Geld ist zu teures Marketing für Ökostrom. Erzkonservative Hausbesitzer in den sonnenreicheren Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern freuen sich über die Sparkasse auf dem Dach, die auch vom Mieter in Dortmund-Scharnhorst über den Strompreis finanziert wird.

Nur drei Prozent des Stroms, den wir 2011 verbraucht haben, stammt aus der Photovoltaik. Hätten wir das Fördergeld eingesetzt, um Energiesparmaßnahmen zu finanzieren, hätte dies einen erheblichen Effekt auf den Arbeitsmarkt, aber einen höheren Nutzen für die Umwelt.