Zentralrat der Muslime fordert aus Angst vor Anschlägen Schutz vom Staat

Eine Moschee in Berlin-Neukölln. Archiv-Foto: dapd
Eine Moschee in Berlin-Neukölln. Archiv-Foto: dapd
Angesichts der offenbar von Neonazis verübten Anschläge fordert der Zentralrat der Muslime in Deutschland Schutz vom Staat für muslimische Einrichtungen und deren Repräsentanten. Denkbar seien Personenschutz oder Polizeistreifen vor Moscheen.

Essen. Aus Angst vor weiteren Anschlägen aus dem rechtsradikalen Milieu hat der Zentralrat der Muslime in Deutschland Schutz vom Staat gefordert. „Wir haben die Sicherheitsbehörden gebeten, für den Schutz muslimischer Einrichtungen und deren Repräsentanten Vorkehrungen zu treffen“, sagte der Vorsitzende Aiman Mazyek der WAZ Mediengruppe. „Ob es sich dabei um Personenschutz oder Polizeistreifen vor Moscheen handelt, ist Sache der Behörden“, sagte Mazyek weiter.


Zudem habe der Zentralrat die Sicherheitsbehörden um eine neue Gefahreneinschätzung gebeten. „Das Bundesinnenministerium hat uns seine Unterstützung und eine schnelle Prüfung zugesichert“, sagte Mazyek und fügte hinzu: „Wir haben Angst um unsere Familien, Repräsentanten und Einrichtungen.“

„Ich hoffe nicht, dass künftig jede Moschee von der Polizei geschützt werden muss“, sagte Grünenparlamentarier Hans-Christian Ströbele auf Nachfrage der WAZ-Gruppe. „Man kann das aber nicht ausschließen, wenn die Ermittlungen Anhaltspunkte für die Gefahr weiterer Anschläge geben sollten.“

 
 

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