Zehntausende an Grenze zur Türkei gestrandet

A.  Ungeachtet internationaler Proteste setzen Russland und Syrien ihre Militäroffensive im Kampf um die Millionenstadt Aleppo fort. Die Luftangriffe hätten sich gestern auf mehrere Dörfer entlang der Straße zur türkischen Grenze konzentriert, berichtete die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Der Belagerungsring um die Rebellengebiete in der einst größten Stadt Syriens zieht sich damit immer enger.

Zehntausende Flüchtlinge aus Aleppo sind an der Grenze zur Türkei gestrandet. Türkische Helfer errichten dort auf der syrischen Seite ein neues Lager und versorgen die Menschen mit Lebensmitteln und Medikamenten. Die EU drängt die Türkei dagegen, die Flüchtlinge ins Land zu lassen.

Hilfsorganisationen warnen, dass das seit Jahren umkämpfte Aleppo kurz vor dem Fall an die Regierungstruppen stehe. Der Belagerungsring um die Rebellengebiete der Stadt, in denen etwa 350 000 Menschen leben, ist beinahe geschlossen. Die Aufständischen würden durch eine vollständige Einkesselung ihre letzte Versorgungsroute in Richtung Norden verlieren. In den Vierteln, die von der Regierung kontrolliert werden, wohnen mehr als eine Million Menschen.

 
 

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