ZDF: Angela Merkel gibt Fernsehsendern klare Regeln vor

Angela Merkel
Angela Merkel
Foto: dpa

Angela Merkel möchte nichts dem Zufall überlassen. Genau wie ihre sorgsam eingeübte Körperhaltung – die berühmte Merkel-Raute – werden auch alle anderen Veranstalter bei Presseterminen aufgefordert, sich an die Empfehlungen aus dem Bundespresseamt zu halten, wenn sie die Kanzlerin im Fernsehen ablichten möchten.

Fünf Seiten lang soll das Papier mit den Vorgaben sein, wie das ZDF jetzt enthüllte. Demnach solle Angela Merkel am besten nicht beim Gehen, von unten und nicht von der Seite fotografiert werden.

Angela Merkel: ZDF verrät lare Regeln vor TV-Auftritten der Kanzlerin

Doch nicht nur damit versucht sie ihr öffentliches Auftreten zu kontrollieren. Weiter geht es mit dem Bildausschnitt um sie herum. So solle das Rednerpult doch bitte nicht Weiß sein.

Es sollte eine Höhe von 1,10 Meter haben und eine geschlossene Vorderkante haben. Ähnlich schlicht sei auch die Wandfarbe zu wählen. Ein mittlerer Farbton sei ideal, etwa „hellblau oder mittelgrau“. Auch hier gelte: Weiß vermeiden und darauf achten, dass nichts glänzt oder reflektiert.

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Understatement ist also angesagt. Nicht mal der Bundesadler oder Fahnen, wie bei manch anderen Präsidenten durchaus üblich, gibt es beim deutschen Staatsoberhaupt zu sehen.

Hinter Angela Merkel sollen keine Sponsorenlogos zu sehen sein

Auch solle unter anderem keine Werbung oder andere Sponsorenlogos im Hintergrund hinter der Kanzlerin zu sehen sein. Wer dort sehr wohl stehen sollte, ist laut ZDF Regierungssprecher Steffen Seibert.

Doch auch wo die Journalisten stehen, sei ganz genau vorgeschrieben. Jeder Medienvertreter hat ein Fleckchen Platz von 70 Zentimetern, sollte dabei aber gleichzeitig 25 Meter von der Bühne und dem Rednerpult der Kanzlerin entfernt sein. Auch die erste Sitzreihe, die dann nicht knipsen darf, muss einen Abstand von mindestens dreieinhalb Meter einhalten. (js)

 
 

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