Zahlen zeigen: So hart geht Erdogan gegen Kritiker in Deutschland vor

Recep Tayyip Erdogan soll Regime-Gegner in Deutschland massiv verfolgen. Das geht aus aktuellen Zahlen hervor.
Recep Tayyip Erdogan soll Regime-Gegner in Deutschland massiv verfolgen. Das geht aus aktuellen Zahlen hervor.
Foto: dpa

Die Türkei lässt Gegner des Regimes von Recep Tayyip Erdogan per Interpol suchen. Viele der Erdogan-Kritiker sollen sogar in die Bundesrepublik fliehen.

Auch wenn Verfolgte von Deutschland nicht ausgeliefert werden, sind sie laut Welt.de hierzulande nicht sicher. Das zeigen aktuelle Zahlen.

Antwort der Bundesregierung: 925 Anträge zur Festnahme von türkischen Behörden

Aus einer Antwort der Bundesregierung, die dem Portal vorliegt, geht hervor, dass das Bundeskriminalamt (BKA) 990 Fahndungsersuche seit dem Putschversuch 2016 von den türkischen Behörden erhalten hat.

Davon seien 925 zur Festnahme und 65 zur Aufenthaltsermittlung. Im September seien es noch 848 solcher Anträge gewesen.

Wie vielen dieser Anfragen tatsächlich entsprochen wird, sei unbekannt. In der Regel bleiben derartige Aufträge der türkischen Regierung seit dem Putschversuch folgenlos.

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Dagdelen: Erdogan-Regime versucht über Interpol politische Kritiker zu verfolgen

Die Fraktionsvorsitzende der Linkspartei Sevim Dagdelen hatte die Auskunft angefordert und sagte dazu: „Das Erdogan-Regime versucht über Interpol, Rechtshilfe- und Auslieferungsersuchen, politische Kritiker selbst im Ausland massiv zu verfolgen.“

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Langer Arm des Erdogans-Regime reicht bis nach Deutschland

Im Bericht heißt es weiter, dass der lange Arm des Regimes auch durch Imame der Türkisch-Islamischen Union (Ditib) immer wieder bis nach Deutschland reiche.

Sevim Dagdelen äußert außerdem weiter kritisch zu den EU-Beitrittsberhandlungen. Notwendig sei ein Stopp, so die Politikerin.

 
 

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