Wolfgang Kubicki (FDP): „Wut wird umschlagen in Gewalttätigkeit“ – diesen beiden Corona-Politikern gibt er die Schuld

Wolfgang Kubicki nahm kein Blatt vor den Mund.
Wolfgang Kubicki nahm kein Blatt vor den Mund.
Foto: IMAGO / Future Image

Harte Anschuldigungen von FDP-Politiker Wolfgang Kubicki. Der Bundestagsvizepräsident erklärte bei „Bild“ im Talk-Format „Die richtigen Fragen“, er befürchte, dass die Wut und Aggression der Menschen auch in Gewalt münden könne.

Dabei nannte Wolfgang Kubicki direkt auch zwei Namen, die wohl sinnbildlich für die Politik stehen, die dem FDP-Politiker so gar nicht passt.

Wolfgang Kubicki: „Wut wird irgendwann umschlagen in Gewalttätigkeit“

Nach den besorgniserregenden Zahlen zwischen November und Januar gelang es im Februar endlich, die Corona-Infektionen merklich zu drücken. Nicht wenige hofften als eine Art Belohnung dafür wieder Lockerungen im Lockdown. Doch mit Blick auf die unklare Datenlage bei den Corona-Mutationen warnen Virologen und Epidemiologen vor einer möglichen dritten Welle und dem zu schnellen Aufmachen von Geschäften, Restaurants und Hotels.

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Das ist Wolfgang Kubicki (FDP):

  • geboren am 3. März 1952 in Braunschweig
  • von 1990 bis 1992 Mitglied im Deutschen Bundestag, anschließend bis 2017 Landtagsabgeordneter in Schleswig-Holstein
  • am 24. Oktober 2017 zum Bundestagsvizepräsidenten gewählt
  • er verteidigte die Wahl von Thomas Kemmerich (FDP) in Thüringen durch Stimmen von CDU, AfD und FDP

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Bei der vergangenen Bund-Länder-Konferenz wurden deswegen nur zaghafte Öffnungen bei Kitas, Schulen und Friseuren angekündigt. Mitte März könnte es je nach Infektionsgeschehen dann weitere Öffnungen geben. Wolfgang Kubicki stört sich an zwei Corona-Politikern besonders. Indirekt wirft er ihnen im „Bild“-Talk sogar eine Mitschuld vor, sollte die Wut in Gewalt umschlagen.

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„Die Gefahr sehe ich auch, weil mittlerweile die Teil-Degression, die wir ja haben, wirklich in Wut umschlägt. Nachdem Herr Lauterbach und Herr Kretschmer erklärt haben, Ostern werde es kein Urlaub geben“, so Kubicki. Er komme aus Schleswig-Holstein, einem Urlaubsland. Für die Hotels und Gastronomen seien die zaghaften Signale für eine Öffnung Mitte März sehr wichtig gewesen.

Würde man nun schon vorab sagen, dass auch an Ostern, also sechs Wochen später, keine Urlaube möglich seien, gebe es schlicht keine Perspektive. Kubicki abschließend: „Diese Wut, die manifestiert sich und die wird irgendwann umschlagen in Gewalttätigkeit, das befürchte ich auch.“ Die beiden Namen Lauterbach und Kretschmer bleiben in diesem Zusammenhang natürlich hängen.

Vorwürfe kommen im Netz nicht gut an

Der Auftritt sorgt in den Sozialen Medien für wenig Begeisterung. Einige kommentieren:

  • „Es sind genau solche Aussagen, die bei manchen ihre bislang noch vorhandene Hemmschwelle, irgendwann verlieren lassen! Kubicki der deutsche Trump?“
  • „Solche reißerischen Sprüche würde man eher von H. Gauland erwarten. Die Unwählbarkeit der FDP wird täglich offensichtlicher.“
  • „Langsam muss man sich ernsthaft Gedanken machen um Herrn Kubicki. Die FDP möchte Wähler von der AfD abwerben. Spiel mit dem Feuer.“

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Doch einzelne stimmen dem FDP-Mann auch zu. „Unmut nennt man das! Immer mehr Bürger können bei den sinkenden Fallzahlen diesen Lockdown nicht mehr nachvollziehen!“, schreibt ein Nutzer. (dav)