Wohnungswirtschaft fordert mehr Förderung

Berlin..  Die Wohnungswirtschaft hat die geplanten Steueranreize für mehr Investitionen in den Wohnungsbau begrüßt, aber weitergehende Schritte gefordert. „Wir brauchen in Deutschland dringend mehr bezahlbaren Wohnraum für alle Menschen, auch wegen der enorm steigenden Zuwanderung in den Ballungsgebieten“, sagte der Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, Axel Gedaschko.

Es sei vor allem für private Investoren, die sich in der Vergangenheit völlig aus dem Mietwohnungsbau zurückgezogen hätten, ein positives Signal, dass die Sonderabschreibung schnell kommen und besonders für Ballungsräume gelten solle. Alternativ sollte auch eine Investitionszulage für diese Regionen angeboten werden, schlug Gedaschko vor.

Der Deutsche Mieterbund (DMB) und der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) plädierten dafür, die Grundsteuer durch eine „Bodensteuer“ zu ersetzen. Damit könnte in Zukunft verhindert werden, dass Eigentümer Baugrundstücke, Gewerbebrachen und alte Gebäude ahrelang ungenutzt ließen. „Da die Grundsteuer auf solche Grundstücke vergleichsweise niedrig ist oder den Eigentümern sogar gänzlich erlassen wird, fehlen bisher Anreize zu investieren“, hieß es von Mieterbund und Nabu.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte im vergangenen Juli ein „Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen“ ins Leben gerufen, an dem Bund, Länder, Kommunen und Verbände beteiligt sind. Hendricks schätzt, dass in Deutschland jährlich 350 000 neue Wohnungen gebaut werden müssten, um den vorhandenen Bedarf zu decken. Der Mieterbund sieht eine Lücke von 400 000 neuen Wohneinheiten pro Jahr. Die von der Bundesregierung angekündigte Sonderabschreibung kann in den Jahren 2016 bis 2018 geltend gemacht werden.

 
 

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