Wirtschaft warnt Briten vor einem EU-Austritt

Berlin/London..  Nach dem Wahlsieg der Konservativen Partei von Premierminister David Cameron hat die deutsche Wirtschaft vor einem Austritt Großbritanniens aus der EU gewarnt. Mit Camerons Wiederwahl hätten sich die Briten auch für das Referendum zum EU-Austritt („BREXIT“) entschieden. „Ein Austritt wäre ein schwerer Schlag für die EU: Ihr würde der wichtigste Advokat für freien und fairen Wettbewerb sowie für Freihandel wegbrechen“, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier.

Großbritannien selbst habe aber noch mehr zu verlieren. Das Land würde international an Gewicht verlieren und an die Außengrenzen eines relativ homogenen Wirtschaftsblocks gedrängt, warnte der DIHK. Gerade der Binnenmarkt bliebe Großbritannien versperrt. Es müsste im schlimmsten Fall wieder Zölle entrichten und mühsam neue Abkommen mit den EU-Ländern abschließen.

Der im Amt bestätigte Cameron betonte nach seinem Wahlsieg die Einheit Großbritanniens. „Wir werden als Partei einer Nation regieren“, sagte er gestern, nachdem er Queen Elizabeth im Buckingham Palace um den Auftrag zur Regierungsbildung gebeten hatte.

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