Wetter bekommt Namen mit Migrationshintergrund – AfD läuft Sturm dagegen

Alice Weidel und viele ihrer AfD-Kollegen wettern gegen das Wetter.
Alice Weidel und viele ihrer AfD-Kollegen wettern gegen das Wetter.
Foto: imago images / Arnulf Hettrich, imago images / Panthermedia

Die AfD führt einen neuen Kampf gegen Windmühlen: Die Partei empört sich nun über das Wetter!

Genauer gesagt über das Tief „Ahmet", das derzeit das Wetter über Deutschland bestimmt und Schnee bringt. Man wittert in der AfD erneut „die schleichende Abschaffung unserer Werte und Kultur“.

AfD läuft Sturm gegen Wetter: Es geht um die Namen der Hochs und Tiefs

Genau diese Abschaffung der deutschen Werte befürchtet unter anderem die AfD-Bundestagsabgeordnete Mariana Harder-Kühnel. Sie twittert: „Tief 'Ahmet' zieht durch Deutschland: Steuergelder für unsere Bürger statt für dubiose Migrantenvereine!“

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Mehr über die AfD:

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Wetter empört die AfD: Ein Hoch kostet 360 Euro, ein Tief nur 240 Euro

Hintergrund der AfD-Empörung ist der Verein „Neue deutsche Medienmacher*innen“. Dieser setzt sich unter anderem dafür ein, dass mehr Menschen mit Migrationshintergrund in deutschen Redaktionen arbeiten. Auf Intiative des Vereins wurden nun die Namen von 14 Hoch- und Tiefdruckgebieten als Patenschaften erworben. Vergeben werden sie vom Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin.

Die Kampagne soll die Vielfalt der Gesellschaft sichtbarer machen. Die Patenschaft für ein Hoch kostet 360 Euro, für ein Tief muss man 240 Euro bezahlen. Für 2021 ist festgelegt, dass Tiefdruckgebiete mit Männernamen belegt werden und Hochs mit Frauennamen.

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Das ist der Verein „Neue deutsche Medienmacher*innen“

  • Die Nichtregierungsorganisation wurde 2008 gegründet
  • Haupziel ist es, die Vielfalt und die Diversität des Einwanderungslandes Deutschland in der Berichterstattung der Medien sichtbar zu machen.
  • Die Vorsitzenden sind die Journalisten-Trainerin Sheila Mysorekar und die Journalistin und Autorin Ferda Ataman.

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+++ Wetter: Meteorologe schockt mit krasser Winter-Prognose – „Ganz schön dicke Hausnummer!“ +++

Wetter-Empörung bei der AfD: Alice Weidel giftet über Twitter

Nun also gibt es unter anderem das Tief Ahmet und das Hochdruckgebiet Chana, weil in Deutschland eben nicht mehr alle Menschen Heike und Peter heißen. Genauso wie das Wetter wandelt sich auch Gesellschaft, sie ist divers geworden. Mittlerweile haben rund 26 Prozent aller Menschen in Deutschland einen „Migrationshintergrund“; bei den Jugendlichen sind es sogar etwa 40 Prozent. Das aber will die AfD scheinbar nicht wahrhaben.

Alice Weidel, AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, giftet über Twitter, dass der Verein „Neue deutsche Medienmacher*innen“ vergesse, dass „die Tiefs Ahmet & Goran schon seit 2015 über Deutschland ziehen“. Eine Anspielung auf die Flüchtlingskrise. Weidel unterstellt ebenso wie ihre AfD-Parteifreundin Harder-Kühnel, dass die Kampagne mit Steuergeld finanziert wurde, schließlich sei der Verein 2020 mit 1,4 Millionen Euro gefördert wurde. Doch dieser wehrt sich gegen die Unterstellung. Die Kosten für die Wetterpatenschaften seien privat finanziert worden.

Zum Abschluss noch ein weises chinesisches Sprichwort: „Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“

 
 

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